Sexklinik News. Sexzeitung im Libanon … Daggering in Jamaika … Figging auf der Insel
Sexzeitung im Libanon. „Wir Frauen müssen damit aufhören, unsere Körper wie etwas zu behandeln, für das wir uns schämen müssten“, sagt sie. Klingt normal genug. Könnte jeder sagen. Aber sie ist nicht jeder sondern Dschumana Haddad. Eine Schriftstellerin, die das im Libanon sagt. In der ersten – von ihr herausgegebenen – Sexzeitung des Landes. „Dschasad“ heißt das bunte, äußerst gewagt bebilderte Magazin, das sich zu horizontalen Themen keinen Schleier vor den Mund noch vor sonstige
Körperteile hält. Die Artikel reichen von „Kamasutra“ über Transsexualität bis hin zum „ersten Mal“ diverser Celebrities. Die Autoren melden sich aus Ägypten, Jordanien, Marokko und Saudi-Arabien. Und die geharnischten Proteste und Drohungen kommen aus dem üblich verdächtigen Dunstkreis von Frauenorganisationen und muslimischen Fundamentalisten. Allein, „Dschasad“ hat das erste Halbjahr ihrer Existenz robust beschritten, die Leserzahlen, verlautet aus Beirut, sind beeindruckend, das Magazin selbst nicht mehr vom libanesischen Lesermarkt weg zu denken.
Daggering in Jamaika. Ein „dagger“ ist ein Dolch und wenn man damit auf eine zu zähe Sache prallt, kann so eine Stichwaffe auch brechen. Somit nach Jamaika, wo Doktoren des Kingston Public Hospitals nun an die Öffentlichkeit gingen, um von einer dramatisch gestiegenen Anzahl gebrochener „daggers“ zu berichten. Worunter Penisse zu verstehen sind, die beim Akt des „daggerings“ – einer schwungvoll und dolchstoßartig hingelegten Praktik der Penetration – einen Bruch erlitten. Erläutert ein Doktor: „Während so eines furiosen Prozesses kann der Penis des Mannes auf das Schambein der Frau treffen und dadurch eine Fraktur erleiden, eingeleitet durch ein poppendes Geräusch, gefolgt von unerträglichem Schmerz und Schwellungen.“ Permanenter Schaden, sagt der Doktor, sei wahrscheinlich. Zu den Hintergründen der plötzlichen Popularität des „daggerings“ gibt es eine konkrete Vermutung. „Daggering“ ist auch eine unter jamaikanischen Jungs am Dancefloor gebräuchliche Einlage, um die Aufmerksamkeit einer Tänzerin zu erhaschen. Dabei nähert er sich ihr von hinten und stubst sie dann an. Ja, mit seinem Penis. Der dabei selbstverständlich zu demonstrieren hat, dass er sich freut, sie zu sehen.
Figging auf der Insel. Renaissance in der englischen BDSM-Szene, Abteilung Buttplug. Da ist eine Biovariante des Pluggings gerade Talk of the Village. Figging. Das Geschichtsbuch informiert, dass Figging mal ein Trick des Pferdezüchters war, eine lahme Stute vorübergehend in ein furioses Füllen zu verwandeln. Zu diesem Zwecke befreit er ein Stück frischen Ingwers von seiner Kruste und steckt das gelbe Ding in den Anus des Gauls. Der Ingwer verursacht stechende Gefühle, die der Gaul offenbar als immens aktivierend wahrnimmt. Und in der englischen BDSM-Szene ist das nun der letzte Schrei. Warnende Online-Stimmen gibt es in der Village dennoch. Meint eine Kimberley: „Mit Kluppen, Nadeln und Pracker komm ich mühelos zurecht. Aber Figging war zuviel für mich.“ – Lilly2 wiederum blieb cool: „Es ist nicht schlimmer als ein hartes Spanking, nur halt ein anderer Autsch-Level.“ – Eine Sera jedoch kann nur abraten: „Die schmerzhafteste Erfahrung meines Lebens, wie alle meine Zahnarzttermine in eine Session gerollt. Aber zugegeben, vielleicht hat mein Partner bei der Dimension einen Fehler gemacht. Der Ingwer sah aus wie eine Zucchini.“


