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	<title>Kommentare zu: Rupert Murdoch, Paid Content, Fair Use und das Verbot des Denkens</title>
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		<title>Von: truetigger</title>
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		<dc:creator>truetigger</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 12:58:42 +0000</pubDate>
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		<description>Auch wenn ich Dein Gefühl teile, dass Murdoch hier einen Windmühlenkampf austrägt - es bleibt spannend zu sehen, was dabei herauskommt.

Sicher, seine Argumentation wirkt weltfremd und sehr, sehr subjektiv. Ohne die Chance zum Abschreiben würde seine Branche nicht überleben. Aber er spricht ein Problem an, welches nicht nur er hat, sondern die ganze &quot;Content-Industrie&quot;. In den letzten Jahrzehnten (ich tipp mal auf die 2. Hälfte des 20. Jh, kann es aber nicht wirklich belegen) haben sich Geschäftsmodelle gebildet, die Nachrichtenreporter und Kamerateams mit den Produktionsgesellschaften finanzieren, die auf Mischkalkulation über Verlage und Fernsehgesellschaften setzen, die sich über verkaufte Werbung rechnen und die Welt in klare Einflussgebiete aufgeteilt haben.

Da kommt jetzt das Internet daher, welches auf dem Copy-Prinzip beruht: Jeder Seitenaufruf eines Webservers ist technisch eine Kopie der Inhalte. Das Internet bricht mit nationalen Grenzen und damit mit nationalen Urheberrechtsfesseln, bricht mit fixen Gewohnheiten (statt 1xtäglich die Nachrichten zu sehen oder zum Frühstück die Zeitung zu lesen, gibt es hier neueste Informationen rund um die Uhr), und es bricht mit alten Geschäftsmodellen - an fast alle Informationen kommt man irgendwie kostenlos heran.

Google ist sicher nicht der Feind, aber Google nutzt die neuen Möglichkeiten eben clever und verdient gut durch Werbung. Das Modell von Google ist ein symbiotisches - der Webauftritt profitiert von Googles Indizierung, Googles Werbewert wieder steigt mit der Abdeckung des gesamten WWW.

Sicher ist, dass die gesamte Nachrichten-Branche sich im Umbruch befindet. Das Internet ändert vor allem die Gewohnheiten der Konsumenten, nicht nur durch die &quot;alles umsonst&quot;-Mentalität (die ja in vielen Fällen da ist!), sondern vor allem durch die Wandlung von passivem Nachrichten-Konsument zu aktivem Nachrichten-Aggregator.

Die Ironie: Wie ja in Deinem Artikel als Googles Antwort verlinkt ist es seit über 10 Jahren simpel möglich, die Suchmaschinen zu beeinflussen. Für das Löschen aus dem Google-Index gibt es ebenfalls klar definierte Standard-Prozeduren, wer also in Richtung der Datenkrake mit &quot;ihr dürft mich nicht nach Infos abgrasen!&quot; poltert hätte mit wenig Aufwand dies schon längst erreichen können - wenn er es denn wirklich wollte und nicht nur polemisch lamentiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn ich Dein Gefühl teile, dass Murdoch hier einen Windmühlenkampf austrägt &#8211; es bleibt spannend zu sehen, was dabei herauskommt.</p>
<p>Sicher, seine Argumentation wirkt weltfremd und sehr, sehr subjektiv. Ohne die Chance zum Abschreiben würde seine Branche nicht überleben. Aber er spricht ein Problem an, welches nicht nur er hat, sondern die ganze &#8220;Content-Industrie&#8221;. In den letzten Jahrzehnten (ich tipp mal auf die 2. Hälfte des 20. Jh, kann es aber nicht wirklich belegen) haben sich Geschäftsmodelle gebildet, die Nachrichtenreporter und Kamerateams mit den Produktionsgesellschaften finanzieren, die auf Mischkalkulation über Verlage und Fernsehgesellschaften setzen, die sich über verkaufte Werbung rechnen und die Welt in klare Einflussgebiete aufgeteilt haben.</p>
<p>Da kommt jetzt das Internet daher, welches auf dem Copy-Prinzip beruht: Jeder Seitenaufruf eines Webservers ist technisch eine Kopie der Inhalte. Das Internet bricht mit nationalen Grenzen und damit mit nationalen Urheberrechtsfesseln, bricht mit fixen Gewohnheiten (statt 1xtäglich die Nachrichten zu sehen oder zum Frühstück die Zeitung zu lesen, gibt es hier neueste Informationen rund um die Uhr), und es bricht mit alten Geschäftsmodellen &#8211; an fast alle Informationen kommt man irgendwie kostenlos heran.</p>
<p>Google ist sicher nicht der Feind, aber Google nutzt die neuen Möglichkeiten eben clever und verdient gut durch Werbung. Das Modell von Google ist ein symbiotisches &#8211; der Webauftritt profitiert von Googles Indizierung, Googles Werbewert wieder steigt mit der Abdeckung des gesamten WWW.</p>
<p>Sicher ist, dass die gesamte Nachrichten-Branche sich im Umbruch befindet. Das Internet ändert vor allem die Gewohnheiten der Konsumenten, nicht nur durch die &#8220;alles umsonst&#8221;-Mentalität (die ja in vielen Fällen da ist!), sondern vor allem durch die Wandlung von passivem Nachrichten-Konsument zu aktivem Nachrichten-Aggregator.</p>
<p>Die Ironie: Wie ja in Deinem Artikel als Googles Antwort verlinkt ist es seit über 10 Jahren simpel möglich, die Suchmaschinen zu beeinflussen. Für das Löschen aus dem Google-Index gibt es ebenfalls klar definierte Standard-Prozeduren, wer also in Richtung der Datenkrake mit &#8220;ihr dürft mich nicht nach Infos abgrasen!&#8221; poltert hätte mit wenig Aufwand dies schon längst erreichen können &#8211; wenn er es denn wirklich wollte und nicht nur polemisch lamentiert.</p>
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