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	<title>Zeit im Blog &#187; Netzzeit</title>
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	<description>Live aus dem 21. Jahrhundert</description>
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		<title>Wie Blogger und Journalisten sich unterscheiden</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 06:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kampfzone Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netzzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Unterschiede zwischen BloggerInnen und JournalistInnen sind im Umbruch der Informationswelt ein häufig aufgegriffenes Thema. Dabei sind sie gar nicht so grundlegend. Oder? Vor einigen Monaten hielt ich bereits an der Fachhochschule Wien einen kleinen Vortrag zu diesem Thema (mit eurer Hilfe). Es gibt Unterschiede, die ich damals noch nicht ausformuliert hatte. Ich bin sowohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11514" class="wp-caption alignright" style="width: 246px"><a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-11514 " title="defend-bloggers-rights" src="http://www.zib21.com/wp-content/uploads/2010/07/defend-bloggers-rights-236x285.jpg" alt="" width="236" height="285" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: flickr.com/hughelectronic, Lizenz: CC BY 2.0</p></div>
<p><strong>Die Unterschiede zwischen BloggerInnen und JournalistInnen sind im Umbruch der Informationswelt ein häufig aufgegriffenes Thema. Dabei sind sie gar nicht so grundlegend. Oder?<span id="more-11503"></span></strong> Vor einigen Monaten hielt ich bereits an der Fachhochschule Wien <a href="http://zurpolitik.com/2010/03/15/vortrag-uber-den-unterschied-zwischen-bloggerinnen-und-journalistinnen/" target="_blank">einen kleinen Vortrag zu diesem Thema</a> (mit eurer Hilfe). Es gibt Unterschiede, die ich damals noch nicht ausformuliert hatte.</p>
<p>Ich bin sowohl Journalist als auch Blogger. Es erschien mir bisher immer etwas seltsam, den Unterschied zwischen zwei Gruppen auszumachen, denen ich beiden angehöre. Immer wieder stellten auch andere Menschen mir die Frage, was die Tätigkeiten unterscheidet. Eine besonders befriedigende Antwort fiel mir bislang nicht ein: An der Arbeit selbst gibt es nichts. Ich recherchiere immer mit allen verfügbaren Mitteln, versuche das gesammelte Datenmaterial fair zu analysieren und bin ein großer Anhänger davon, das Ergebnis dann später mit den LeserInnen zu diskutieren und die Erkenntnisse daraus weiter einzuarbeiten.</p>
<p>Letzteres haben <a href="http://www.zib21.com/3438/micrei/this-is-beta/" target="_blank">andere schon als eine blogspezifische Eigenschaft festgemacht</a>, sie fließt aber (nicht bei allen KollegInnen, aber auch nicht nur bei mir) immer mehr in den heutigen Journalismus ein. Das ist ein logischer Generationswechsel, der sich durch die neuen Technologien ergibt. Schreiben, recherchieren und berichten wird zunehmend als kommunikativer Prozess verstanden, niemand kann noch predigen. Da ich auch beruflich <a href="http://derstandard.at/" target="_blank">online</a> arbeite, kann kenne ich den Feedbackkanal nicht nur als journalistischer Blogger, sondern auch als Journalist.</p>
<p><strong>JournalistInnen suchen und finden Geschichten, BloggerInnen finden sie einfach nur</strong></p>
<p>Während sich bei der Ausführung Journalismus und journalistisches Bloggen also nicht mehr deutlich unterscheiden, tun sie das allerdings bei der Herangehensweise an eine Geschichte. Als angestellter Journalist gehe ich in eine Redaktionssitzung, denke mir aus, worüber ich schreiben möchte (oder muss) und beginne dann mit der Recherche. Gelingt die Geschichte nicht oder stellt sich das Konzept für eine Neuerung als unbrauchbar heraus, stehe ich ohne vorzeigbare Leistung oder mit einem schlechten Produkt da.</p>
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<p><strong>Als Blogger lebe ich in meiner Welt,</strong> stoße auf etwas das mich <a href="http://zurpolitik.com/2010/04/22/die-piraten-segeln-in-internationalen-gewassern/" target="_blank">interessiert</a> oder <a href="http://zurpolitik.com/2010/06/01/die-kindheit-wird-abgeholzt/" target="_blank">betrifft</a>, und entscheide dann, ob ich darüber berichten möchte. Finde ich nichts oder ist das Erlebte uninteressant, wäre es auch egal &#8230; aber ich finde immer viel einfacher etwas Interessantes.</p>
<p>Das erklärt sich aus der Logik der klassischen (besonders Nachrichten-)Redaktionen heraus. Da bist du für ein Ressort zuständig und musst es füttern. Das erlaubt nicht, einmal die <a href="http://zurpolitik.com/2010/06/02/gedanken-und-videos-zur-sturmung-des-free-gaza-schiffs/" target="_blank">politische Lage in Nahost</a> zu besprechen, ein andermal die <a href="http://zurpolitik.com/2010/07/08/die-neue-dolfus-affare/" target="_blank">Hickhackereien der österreichischen Innenpolitik</a> zu analysieren und irgendwann anders über <a href="http://zurpolitik.com/2010/05/27/das-flattrbook-gegen-murdochs-mauer/" target="_blank">das Potential von flattr</a> zu debattieren. Allein mit den im Verlauf dieses Beitrags verlinkten Geschichten von mir taucht man in ein halbes Dutzend unterschiedliche Ressorts eines Nachrichtenmediums ein &#8211; und doch stehen sie alle im selben Blog (und wenn mich Interesse an <a href="http://rebell.at/" target="_blank">Technik und Spielen</a> oder <a href="http://ballverliebt.eu/" target="_blank">Fußball</a> treibt, kann ich ja meine anderen Blogs füttern).</p>
<p><strong>Ich finde, diese (Nicht-)Struktur entspricht eher der Realität,</strong> dass ein Mensch sich für viele Dinge interessiert und sich mit mehreren gut auskennt. Die Freiheit vom Ressort wäre im klassischen Journalismusbetrieb stärker integrierbar, aber sie ist vor allem ein Ausdruck dessen, wie sich das Bloggen vom klassischen, institutionalisierten Journalismus unterscheidet. Der Unterschied ist nicht jener zwischen einem Beruf und einem Hobby, sondern der zwischen einem impulsiven und einem verpflichtenden Ansatz &#8211; zwischen dem selbstständigen, persönlichen von BloggerInnen und dem hierarchisierten von JournalistInnen in Redaktionen.</p>
<blockquote><p>Dieser Text erscheint neben vielen anderen auch in Toms Blog <a href="http://zurpolitik.com" target="_blank">zurPolitik.com</a></p></blockquote>
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		<title>Next!</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 18:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ana Tajder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzeit]]></category>
		<category><![CDATA[chatroulette]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[Masturbation]]></category>
		<category><![CDATA[online-sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier zu meiner neuesten Entdeckung: chatroulette.com. Ich weiß, ich bin spät dran. Chatroulette wurde im November 09 gestartet und diesen Frühling von zahlreichen Medien gefeaturet. Aber es gibt viele Leute, die es nicht kennen. Ging mir auch so. Genau das mag ich an meiner Rückkehr zur Universität – ich kann meine geschlossene Welt der Alters/Berufs/Status/Interessens-Gleichheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_11293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 580px"><strong> </strong><strong><a href="http://www.flickr.com/photos/danielsemper/4490559105/"><img class="size-full wp-image-11293" title="4490559105_2e11354ed2" src="http://www.zib21.com/wp-content/uploads/2010/07/4490559105_2e11354ed2.jpg" alt="" width="570" height="507" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Chatroulette jessica alba by daniel semper</p></div>
<p><strong>Hier zu meiner neuesten Entdeckung: <a href="http://chatroulette.com/">chatroulette.com</a>. Ich weiß, ich bin spät dran. </strong><span id="more-11292"></span><strong>Chatroulette</strong> wurde im November 09 gestartet und diesen Frühling von zahlreichen Medien gefeaturet. Aber es gibt viele Leute, die es nicht kennen. Ging mir auch so. Genau das mag ich an meiner Rückkehr zur Universität – ich kann meine geschlossene Welt der Alters/Berufs/Status/Interessens-Gleichheit verlassen und lerne andere Sachen kennen. Der neueste Hype!</p>
<p>Chatroulette ist mehr als nur eine Applikation, das macht es so interessant. Es ist ein fantastisches soziales (und mediales) Experiment. Es ist ein Spiegel für die Menschheit, der uns sehen lässt, was wir sehen müssen, nicht was wir gerne sehen würden. Ich mag Chatroulette, weil es meine These beweist: Wenn Leute anonym bleiben, ohne jegliche Regeln und Kontrolle (und ja – ohne Bestrafung), verwandeln sie sich in einen ruchlosen sexbesessenen Mob. Sie drücken dir ihren Schwanz ins Gesicht und klicken dich ohne Bedauern in der Sekunde weg, da du ihre momentanen Bedürfnisse nicht befriedigst.</p>
<p><strong>Die Applikation</strong> wurde von einem 17jährigen russischen Programmierer erfunden. Einfach aus Spaß. Als die Userzahlen wuchsen, kratzte die Familie Geld für die unerwartete Expansion zusammen – das Kid brauchte mehr Saft. Haben wir hier den neuen Zuckerberg gefunden? Das muss sich erst weisen.</p>
<p>Aber zurück zu Chatroulette. Es ist eine sehr simple Applikation, die wahllos Leute zu einem Video-chat zusammen führt. Kein Log-in, kein registrieren, so bleibt es einfach und total anonym. Alles was du brauchst sind Computer und Webcam. Du gehst auf www.chatroulette.com &lt;x-msg://236/www.chatroulette.com&gt; und siehst dich in einem Fenster, deinen zufälligen Chat-partner im Fenster darüber, dann gibt es noch ein Fenster für einen Text-chat und zwei Knöpfe: NEXT und STOP (mir ist die Idee hinter dem STOP-Knopf noch nicht geläufig, vielleicht kann das jemand erklären).</p>
<p>So macht man Zufallsbekanntschaften aus aller Welt. Man kann sie sich aus 22 000 Leuten online aussuchen. Sie sind nur einen Klick entfernt. Und mit einem Klick auch wieder weg.</p>
<p><strong>Und hier zum  Phänomen des Chatroulette:</strong></p>
<ol>
<li>Du bist total anonym, also kannst du tun, was immer du willst.</li>
<li>Wenn dir die Person nicht gefällt, klickst du auf NEXT. Dazu bedarf es weder einer Erklärung noch einer Entschuldigung. Die Leute tun das in jedem erdenklichen Moment, auch mitten in einem Satz oder einem Chat. Sobald ihnen was nicht passt, sind sie weg. Oder in dem Moment, da du nicht tust, was sie gern hätten, dass du tust (masturbieren). Eine recht schmerzhafte Erfahrung für Leute mit mangelndem Selbstbewusstsein.</li>
<li>Es geht nur um masturbierende Männer. 80% der Leute, die du triffst, sind &#8230; Schwänze.</li>
<li>Die Leute geben etwas über ihre Cam, damit ihr Bild verschwindet. Und hier der Trick: Wenn du das machst, glauben 90% der Leute, dass niemand zusieht, weil sie ja auch niemanden sehen. Wie dumm kann man sein? Also stylen sie ihr Haar und checken ihre Zähne in der Kamera oder masturbieren weiter.Abgesehen von der Überdosis masturbierender Schwänze, die du kriegst (hey, warum masturbieren eigentlich nur hässliche kleine Schwänze online?), machte ich folgende Erfahrungen:</li>
</ol>
<p><strong>Ein türkischer Typ ohne Zähne</strong>, der in einem Internet-Cafe saß. Viele Männer aus Gegenden wie Las Vegas, London und Lissabon. Die klickten mich immer weg, im Moment da sie mein ganzes (müdes und make-up-loses) Gesicht sahen, oder im Moment, da Marcus mit ins Bild kam. (Obwohl sie nicht masturbierten, suchten sie ganz offenbar nach Sex)<br />
Eine Frau, die an Sex mit mir interessiert war. (Sex) Ein Paar, das es voll im Bild vor der Kamera trieb. Wenige Minuten, nachdem ich sie gefunden hatte, wurden sie von jemandem gestört, ich könnte schwören, das war seine Gattin (oder Mutter) – plötzlich sprangen sie auf und zogen sich an. Ich begann mich zu fragen, welch neue abgefahrene Sexpraktik das war, als diese schreiende Frau ins Bild rutschte. Ich blieb drei Minuten lang Zeuge des Kampfes, bis jemand daran dachte, die Kamera auszuschalten. (Sex).</p>
<p>Inserate für Sex-chat. (Sex)  Mein Nachbar Marcus behauptet, er habe einen sehr netten, 20 Minuten langen Chat mit einem Typen aus Amsterdam gehabt. Ich weiß nicht, ob ich ihm das glauben will.</p>
<p><strong>Ja, Chatroulette ist der wilde</strong>, geile Westen des Internets. Ein Zoo voller Schwänze. UND  Männer, die nach Sex suchen. Schade. Denn die Idee, zufällige Leute aus aller Welt für einen kurzen Chat zu finden, ist eigentlich sehr cool. Die Realität ist es nicht. Dennoch ist Chatroulette ein fantastisches soziales Experiment. Auch kannst du es als Plattform für deine eigenen Experimente nutzen – um zu testen, wann und wie und warum Menschen reagieren, wie sie reagieren. Ich beschloss, das nächste Mal mit Frisur und voll aufgemacht anzutreten, nur um den Unterschied in der Reaktion zu sehen (und im NEXT-rating). Auch wollte ich sehen, wie Männer reagieren, wenn du das Spiel spielst und sie unverzüglich um Sex bittest.</p>
<p>Jemand schlug vor, Chatroom-Themen zu definieren. Dickroulette für alle jene, denen nach Teilen der Masturbationserfahrung ist. Dann Fußballroulette, Partyroulette, was auch immer &#8230;</p>
<p>Aber eines ist klar: Wir brauchen Regeln, damit es funktioniert. Sonst bleiben wir in der Masturbation stecken. <strong>Next!</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Google in China: Darf die Suchmaschine bleiben?</title>
		<link>http://www.zib21.com/11239/ebelau/google-china-lizenz-umleitung/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 09:47:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eberhard Lauth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzeit]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Suchmaschine Google möchte gerne in China bleiben. Der Kampf gegen die Zensur wird darunter allerdings leiden. Wenn Google heute in China seine Lizenz zum Betreiben einer Suchmaschine verlieren sollte, hat der Konzern zwar seinen guten Ruf als Verfechter der Informationsfreiheit gewahrt, aber einen riesigen Markt in Asien verloren. Bisher war es ja so: Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-11240" title="Google-Startseite für China. Bild: Screenshot" src="http://www.zib21.com/wp-content/uploads/2010/06/google-china-screenshot.jpg" alt="" width="570" height="343" /></p>
<p><strong>Die Suchmaschine Google möchte gerne in China bleiben. Der Kampf gegen die Zensur wird darunter allerdings leiden.<span id="more-11239"></span><br />
</strong></p>
<p><strong>Wenn Google heute in China</strong> seine Lizenz zum Betreiben einer Suchmaschine verlieren sollte, hat der Konzern zwar seinen guten Ruf als Verfechter der Informationsfreiheit gewahrt, aber einen riesigen Markt in Asien verloren.</p>
<p>Bisher war es ja so: Wer Google.cn ansurfte, die chinesische Version der Suchmaschine, wurde auf google.com.hk umgeleitet, also auf die Server in Hongkong, wo nach der Doktrin &#8220;ein Land, zwei Systeme&#8221; keine Zensur zu befürchten war. Diese Lösung existiert seit März, als Google sich wegen Hackerangriffen aus China zurück gezogen hatte (<a href="http://www.zib21.com/9125/ebelau/google-gegen-china-was-hinter-dem-ruckzug-der-suchmaschine-steckt/" target="_blank">ZiB21 berichtete</a>).</p>
<p><strong>Heute wird entschieden</strong>, ob Googles Lizenz, eine chinesische Suchmaschine zu betreiben, von Peking verlängert wird. Um die Wogen zu glätten, hat das Unternehmen ein bisschen Kosmetik betrieben. <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/google288.htm" target="_blank">Die Weiterleitung wurde gelöst, google.cn schaltet nun erst nach einem Mausklick nach Hongkong</a> (siehe dazu auch <a href="http://googleblog.blogspot.com/2010/06/update-on-china.html" target="_blank">diesen Blogpost</a> des Google-Chef-Juristen David Drummond zum Thema).</p>
<p>Klingt absurd und ist es auch. Doch es handelt sich hier wohl um Diplomatie auf höchstem Niveau, ein erstes Einlenken, denn wenn die Lizenz verlängert wird, so Drummond, sei die Weiterleitung gänzlich Geschichte. Google bliebe damit im Milliardenmarkt China ein großer Player.</p>
<p><strong>Und abseits aller Beschwörungen</strong> von Freiheit und Kampf gegen die Zensur ist es wohl allein das, was für Google zählt. Die Konkurrenz in China ist nämlich bereits riesengroß. Und was das erfolgreiche Adaptieren und Kopieren von Diensten angeht, die andere ersonnen haben, macht dem Land keiner was vor.</p>
<p>So scheint es, dass auch Google nichts anderes übrig bleibt, als sich mit dieser Tatsache zu arrangieren – und auch damit, dass es um die Freiheit des Internet nicht immer so bestellt ist, wie es die Firmenphilosphie des „Don’t be evil“ gerne hätte.</p>
<h3>Mehr zum Thema:</h3>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~EADC29D9107934571AAA483242A6F62C0~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ.NET: Google vs. China. Eine Täuschung.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hübsche Idee: die Google-Toilette</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 07:25:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aktueller Dienst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzeit]]></category>
		<category><![CDATA[ZiB21.tv]]></category>
		<category><![CDATA[datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Gut, dass es immer wieder neue Services wie bitly.tv gibt. Da stößt man dann ganz von selbst auf hübsche Videos wie diese Satire von current.tv. Video auf Youtube ansehen»]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gut, dass es immer wieder neue Services</strong> wie <a href="http://bitly.tv/" target="_blank">bitly.tv</a> gibt. Da stößt man dann ganz von selbst auf hübsche Videos wie diese Satire von <a href="http://current.com/" target="_blank">current.tv</a>.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=hrontojPWEE" target="_blank">Video auf Youtube ansehen»</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Grüne Ideen: Wir schaffen das Urheberrecht ab!</title>
		<link>http://www.zib21.com/11133/chrbue/grune-urheberrecht-abschaffen/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 07:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Büchel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Cultural Flat Rate]]></category>
		<category><![CDATA[die grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Download]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[grüne]]></category>
		<category><![CDATA[grüne revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Grünes Papier]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur-Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Upload]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Das absurde Positionspapier der Grünen zur Kultur-Flatrate macht das Urheberrecht obsolet. Unbeabsichtigt oder doch gewollter Wahnsinn? Kultur-Flatrates sind in aller Munde. Vielleicht soll man auch darüber reden. Selbst wenn immer wieder festzustellen ist, dass die Kreativindustrie ihre Verlustrechnungen nach eigenem Ermessen und Gutdünken in die Höhe schraubt, steht man durch die zunehmende Vernetzung und einfache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11135" class="wp-caption alignnone" style="width: 580px"><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.en" target="_blank"><img class="size-full wp-image-11135   " src="http://www.zib21.com/wp-content/uploads/2010/06/Copyright_ZIB21_Web1.jpg" alt="" width="570" height="248" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: teachingsagittarian, Lizenz: CC BY-NC-SA</p></div>
<p><strong>Das absurde Positionspapier der Grünen zur Kultur-Flatrate macht das Urheberrecht obsolet. Unbeabsichtigt oder doch gewollter Wahnsinn?<span id="more-11133"></span><br />
</strong></p>
<p><strong>Kultur-Flatrates</strong> sind in aller Munde. Vielleicht soll man auch darüber reden. Selbst wenn immer wieder festzustellen ist, dass die Kreativindustrie ihre Verlustrechnungen nach eigenem Ermessen und Gutdünken in die Höhe schraubt, steht man durch die zunehmende Vernetzung und einfache Tauschbarkeit von digitalen Inhalten vor neuen Herausforderungen, die bewältigt werden wollen.</p>
<p>Die Grünen haben hierzu ihr eigenes <a href="http://www.gruene.at/uploads/media/urheberrecht_gruenes_papier.pdf" target="_blank">&#8220;Grünes Papier&#8221; zur Revolutionierung des Urheberrechts</a> entworfen. Gute Ideen sind da auch dabei. Über andere Punkte sollte man jedoch in jedem Fall noch einmal nachdenken. Sowohl im Sinne der Künstler, als auch im Sinne der Nutzer.</p>
<p><strong>Der positiv stimmende Präambel-Effekt</strong> ist schnell erklärt. Von derzeitigen &#8220;kreativitätshemmenden&#8221; Umständen des aktuellen Urheberrechts ist da die Rede. &#8220;User generated content&#8221; wirft neue Probleme auf. Die gesamte Remix- und Collagen-Kunst ist ohnehin nur ein rechtliches Häufchen Elend. Wir bewegen uns zwar nicht im rechtsfreien Raum, die Unschärfe der bis dato geschaffenen Regelungen ist allerdings beachtlich.</p>
<p>Beginnen wir mit den guten Ideen. Denn diese gehen neben der Diskussion über die &#8220;Cultural Flat Rate&#8221; ohnehin fürchterlich schnell unter. Beispielsweise sollen alternative Lizenzmodelle wie Creative Commons stärker in den Vordergrund gerückt werden. Die rechtlichen Grauzonen für Remix-Projekte sollen ausgemerzt werden, hinter der &#8220;public domain&#8221;-Idee steckt der freie Zugang zu Informationen und Wissen.</p>
<p><strong>Alles schon einmal dagewesen</strong>. Ebenso wie die Flat-Rate-Idee. Aber diese kommt so gut wie nie gepaart mit einer guten und schlüssigen Argumentation. Auch bei den Grünen nicht. Der Teufel steckt im Detail.</p>
<p>Die Flat-Rate legalisiert den Download aus jeglicher Quelle. Damit auch aus illegalen Angeboten, die ja dann keine mehr sind. Bewusst. Ob unveröffentlichtes Material, geleakte Songs, Demo-Aufnahmen, aktuelle Kinofilme. Wirklich kontrollieren kann man diese Datenflut wohl kaum.</p>
<p><strong>Was das für den Urheber bedeutet?</strong> Er verliert zunehmend die Kontrolle über Veröffentlichung, Verbreitung, Form des Angebotes, Ausschlussrechte. Kritisch betrachtet wird &#8220;Kontrolle&#8221; in diesem Zusammenhang zu einem hochgradig unpassenden Ausdruck.</p>
<p>Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, geht im <a href="http://derstandard.at/1271376024633/Chat-zur-Download-Gebuehr-Zinggl-Jegliche-Form-von-Kopierschutz-ist-dann-hinfaellig" target="_blank">Interview</a> mit dem Webstandard sogar noch einen Schritt weiter. Er erklärt den Upload von Material für legal, von dem der Nutzer überhaupt keine Rechte sein Eigen nennen muss. Gleichzeitig sollen Urheber besonders geschützt werden und ihre Rechte umfassend durchsetzen können. Welche Rechte? Sehe nur ich einen Haken, der nicht existiert?</p>
<p>Urheber will ich jedenfalls keiner mehr sein. Und schon gar nicht davon leben müssen. Künstlerische Aspekte sind zu vernachlässigen, wenn über den legalisierten Upload jeder kleinste Teil meines Schaffens verbreitet und verhunzt werden darf. (Werk-)Konzept ade!</p>
<p><strong>Des Rätsels Lösung</strong> kann der Entwurf der Grünen jedenfalls nicht sein. Der positive  – ob gewollter oder ungewollter – Nebenaspekt bleibt der Stein, der vor dem Hintergrund einer Parteiidee ins Rollen gebracht wird. Reden wir also darüber.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Weiterführende Links:</span></p>
<p><a href="http://www.gruene.at/uploads/media/urheberrecht_gruenes_papier.pdf" target="_blank">Grüne Überlegungen zum Urheberrecht</a> (PDF)<br />
<a href="http://derstandard.at/1271375944270/Cultural-Flat-Rate-Gruene-wollen-Download-Gebuehr-fuer-Internetnutzer" target="_blank">Grüne wollen Download-Gebühr für Internetnutzer</a> (derstandard.at)<br />
<a href="http://futurezone.orf.at/stories/1646739/" target="_blank">Grüne machen sich für &#8220;Kultur-Flatrate&#8221; stark</a> (futurezone)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Urheberrecht: Was bedeutet eigentlich ACTA?</title>
		<link>http://www.zib21.com/11081/aktdie/urheberrecht-acta-video/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 22:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aktueller Dienst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzeit]]></category>
		<category><![CDATA[ZiB21.tv]]></category>
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		<description><![CDATA[Hinter der Abkürzung &#8220;ACTA&#8221; versteckt sich das geplante plurilaterale Handelsabkommen &#8220;Anti-Counterfeiting Trade Agreement&#8221;. Die teilnehmenden Nationen wollen damit den Kampf gegen Produktpiraterie verbessern. Dieser Vertrag bedeutet allerdings auch heftige Eingriffe in die persönliche Freiheit jedes Bürgers. Video auf Youtube ansehen»]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hinter der Abkürzung &#8220;ACTA&#8221;</strong> versteckt sich das geplante plurilaterale Handelsabkommen &#8220;Anti-Counterfeiting Trade Agreement&#8221;. Die teilnehmenden Nationen wollen damit den Kampf gegen Produktpiraterie verbessern. Dieser Vertrag bedeutet allerdings auch heftige Eingriffe in die persönliche Freiheit jedes Bürgers.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=yXiXaKRYSx0" target="_blank">Video auf Youtube ansehen»</a></p>
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		<title>Warum die Welt keinen Kopierschutz braucht</title>
		<link>http://www.zib21.com/10875/chrbue/warum-die-welt-keinen-kopierschutz-braucht/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 09:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Büchel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Kopierschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Festplatten und die Cloud quellen über vor lauter Musik. Jetzt will die Musikindustrie wieder einen Kopierschutz einführen. Geht’s noch? Er geht mir nicht aus dem Kopf. Der Artikel, der erzählt, die Majorlabels wollen den Kopierschutz für digitale Musikstücke wieder einführen. Lange hat es gedauert, bis das leidige DRM-Thema vom Tisch war. Nun soll es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10879" class="wp-caption alignnone" style="width: 580px"><a href="http://www.flickr.com/photos/alwaysbecool/2272129886/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-10879 " src="http://www.zib21.com/wp-content/uploads/2010/06/Kopierschutz_Bild_01.jpg" alt="" width="570" height="309" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Always Be Cool, Lizenz: CC</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p><strong>Die Festplatten und die Cloud quellen über vor lauter Musik. Jetzt will die Musikindustrie wieder einen</strong><strong> Kopierschutz einführen. Geht’s noch?<span id="more-10875"></span><br />
</strong></p>
<div>
<p><strong>Er geht mir nicht aus dem Kopf</strong>. Der <a href="http://derstandard.at/1269449159003/Bericht-Musikindustrie-plant-Comeback-des-Kopierschutzes" target="_blank">Artikel</a>, der erzählt, die Majorlabels wollen den Kopierschutz für digitale Musikstücke wieder einführen. Lange hat es gedauert, bis das leidige DRM-Thema vom Tisch war. Nun soll es wieder auferstehen. Wozu, darf man fragen?</p>
<p>Musik verkommt heute stärker denn je zur bloßen Hintergrundbeschallung. Bewusstes Musikhören, vor allem im privaten Umfeld, tritt hinter andere Formen des Medienkonsums zurück. Seinen iPod kann jeder füllen. Gratis. Meine digitale Musikbibliothek ist umfangreich. Auf meinem iPhone findet sich kein einziger Song. &#8220;Music like water&#8221;, hat David Bowie im Zusammenhang mit digitaler Musik einmal gesagt. Da sind wir bereits. Nur brauchen viele kein Wasser. Wir reden über uneingeschränkte Verfügbarkeit und den mangelnden Willen zur Nutzung.</p>
<p><strong>Denn Musik kaufen will nicht jeder</strong>, schon immer. Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung konnten die Musikfirmen nie als Käufer gewinnen. Und auch von diesen waren nur 10 bis 15 % Prozent Intensiv-Käufer. Fans. Collectors. Die, die den Markt bewegten. Fein zu sehen, wie die Majorlabels es geschafft haben, ihre wichtigsten Kunden zu vergraulen.</p>
<p>Logischerweise bekommt heute der, der will, alles. Alles. Auch Unveröffentlichtes. Ich könnte Festplatten mit einer Kapazität von 2 Terabyte randvoll gefüllt mit aller erdenklichen Musik auf einen beliebigen Schreibtisch stellen. Rein zu Demonstrationszwecken. Wenn ich wollen würde. Aber wozu? 2000 Gigabyte, nach Apple&#8217;s Berechnungen sprechen wir hier von 480.000 Songs. Also zirka 30.000 Stunden Musik, genug für dreieinhalb Jahre – wenn ich beschließe, ab sofort nicht mehr zu schlafen. Ich könnte aber auch einen Freund bitten, mir eine bestimmte Platte zu borgen, wenn ich sie bräuchte. Nur brauchen tut das niemand.</p>
<p><strong>Mit &#8220;digitalen Wasserzeichen&#8221;</strong> und &#8220;Online-Streaming&#8221; will die Industrie die Herrschaft über die Tracks zurückerlangen. Es bleibt zu hoffen, dass lästige Kompatibilitätsprobleme zwischen Autoradio, iPod, gebrannter CD, Handy, Mediacenter und Co. ausbleiben. Glauben will ich daran (noch) nicht.</p>
<p>Das Problem ist alt. Kopierschutz hin oder her – Quellen für den freien Gebrauch ohne Entgelt finden sich immer. Gleichzeitig scheint der Trend immer mehr und wiederholt in Richtung &#8220;Belastung ehrlicher und zahlender Nutzer&#8221; auszuschlagen. Wenn mein illegaler Download weit mehr kann und weniger einschränkt als das gekaufte &#8220;Original&#8221;, kann man die Sinnhaftigkeit derartiger Vorhaben durchaus in Frage stellen.</p>
<p><strong>iTunes-Store, Amazon, <a href="http://www.spotify.com/int/new-user/" target="_blank">Spotify</a> </strong>und jene wenigen anderen Bezahlmodelle, die es ansatzweise weit gebracht haben, verkaufen keinen Content. Sie verkaufen Dienstleistungen. Angebote, die der Bequemlichkeit dienen. Das Leben erleichtern. Vereinfachen. Den lästigen Kopierschutz hier loszuwerden war ein Segen. Und der Kompatibilität zuträglich.</p>
<p>Wir wollen das Recht auf die Privatkopie nicht vergessen. §42 des Urheberrechtsgesetzes regelt es wie folgt: &#8220;Jedermann darf von einem Werk einzelne Vervielfältigungsstücke auf Papier oder einem ähnlichen Träger zum eigenen Gebrauch herstellen.&#8221; Das Gesetz ist nicht unproblematisch. Und von vorvorgestern. Von Aufführungen mit Drehorgeln und Spieldosen liest man, das Wort Computer findet sich hingegen nicht. Von Absurdbegriffen wie &#8220;mp3&#8243; ganz zu schweigen. Dass jegliche Form zusätzlicher Kontrolle und digitaler Schranken die erlaubte persönliche Weitergabe erschwert, muss wohl nicht näher ausgeführt werden.</p>
<p><strong>Die Problematik der illegalen Downloads</strong>, ob Filme, Musik, Literatur, wird man mit zusätzlichen Kopierschutz- und Überwachungsformen nicht in den Griff bekommen. Frei verfügbar bleibt frei verfügbar. An der Mentalität müsste sich etwas ändern. Aber das ist eine vollkommen andere Geschichte.</p>
</div>
<p><span style="text-decoration: underline;">Weiterlesen:</span></p>
<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://techcrunch.com/2010/04/06/how-dirty-mp3-files-are-a-back-door-into-cloud-drm/" target="_blank">A Back Door Into Cloud DRM</a> (Techcrunch)</p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-decoration: underline;"><span lang="DE">Stoff aus lang vergangenen Tagen:</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"> <!--StartFragment--></span></p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://www.wired.com/epicenter/2007/05/apple_rolls_out/" target="_blank">Apple rolls out DRM-free iTunes</a> (Wired)</p>
<p><a href="http://www.wired.com/listening_post/2008/05/napster-launches-drm-free-music-store-over-6-million-mp3s/" target="_blank">Napster Launches DRM-Free Music Store</a> (Wired)</p>
<p><!--EndFragment--></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Widerlegt: Die drei Credos der Musikindustrie</title>
		<link>http://www.zib21.com/10616/chrbue/widerlegt-3-credos-der-musikindustrie/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 07:13:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Büchel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon seit Jahren jammert die Musikindustrie über Umsatzrückgänge wegen der Piraterie – mit absurden Argumenten. 1. Jeder &#8220;gestohlene&#8221; Song ist 99 Cent wert Verlustrechnungen sind etwas Großartiges. Und wie wir alle wissen, soll man keiner Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat. Also darf die Musikindustrie ihren eigenen Rechenmethoden Glauben schenken. Und die sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10619" class="wp-caption alignnone" style="width: 580px"><a href="http://www.flickr.com/photos/36894712@N04/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-10619 " src="http://www.zib21.com/wp-content/uploads/2010/05/3_Credos_der_Musikindustrie_Bild_sized.jpg" alt="" width="570" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Creativity103, Lizenz: CC</p></div>
<p><strong>Schon seit Jahren jammert die Musikindustrie über Umsatzrückgänge wegen der Piraterie – mit absurden Argumenten.<span id="more-10616"></span><br />
</strong></p>
<p><strong>1. Jeder &#8220;gestohlene&#8221; Song ist 99 Cent wert</strong></p>
<p><a href="http://www.musicchannel.cc/artist_stories/1/1019443" target="_blank">Verlustrechnungen</a> sind etwas Großartiges. Und wie wir alle wissen, soll man keiner Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat. Also darf die Musikindustrie ihren eigenen Rechenmethoden Glauben schenken. Und die sind verhältnismäßig einfach.</p>
<p>Jeder &#8220;gestohlene&#8221; Song ist 99 Cent wert. Weil er durchschnittlich so viel kostet. Daraus ergibt sich ein unverfälschter Verlust in Milliardenhöhe. Und weil es so einfach ist, scheint es auch durchaus gerechtfertigt, den bösen Piraten, sofern man sie erwischt, das Tausendfache des ursprüngliches &#8220;Wertes&#8221; in Rechnung zu stellen. Wobei &#8220;Wert&#8221; hier ein durchaus diskussionswürdiger Begriff zu sein scheint.</p>
<p>Fraglich bleibt freilich, wie viele Tracks tatsächlich abgespeichert und in Folge wiederholt gehört werden. Denn der Gang in den Plattenladen ist heute eine Rarität. Wie viele Songs wären tatsächlich gekauft worden? Wie viele Platten werden in Folge einzelner Downloads gekauft? Das sind wohl die spannenderen Fragen, die von der Industrie gerne unter den Tisch gekehrt werden und unbeantwortet bleiben.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>2. Filesharer sind Piraten, keine potenziellen Kunden</strong></p>
<p>Filesharer kaufen keine CDs. Es ist auch völlig gleichgültig, wie viele <a href="http://derstandard.at/1240297912024/Studie-Musikpiraten-kaufen-die-meiste-Musik" target="_blank">Studien</a> bereits das Gegenteil bewiesen haben und eindeutig belegen, dass Piraten letztendlich die besseren Kunden sind. Warum, ist eigentlich auch einfach erklärt: weil es jene sind, die sich tatsächlich für Musik interessieren und bereit sind, Geld zu investieren. Wenn es nur immer so einfach wäre&#8230;</p>
<p>Zum Beispiel bei Veröffentlichungen, die den Sprung nach Europa nicht schaffen. Die gibt es meistens auch online bei den üblichen Anbietern kaum zu erwerben, was wohl rechtliche Gründe hat. Natürlich kann man versuchen, über einen ausländischen Server einkaufen zu gehen. Fraglich bleibt aber, ob dies so ganz ohne Eintritt in juristische Grauzone funktionieren kann. Was bleibt, ist die Möglichkeit, die Songs von anderen Quellen zu kopieren. Und die Bereitschaft, die CD als Produkt zu kaufen. Wenn es denn eine legale Bezugsquelle gibt &#8230;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>3. Die CD in ihrem schlichten Auftritt ist das Produkt der Zukunft. Wir wissen das – alle anderen sollen es auch tun</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Silberne Scheiben sind wunderbar. Ganz ehrlich. Ich liebe sie. In all ihren aufwändigen Ausformungen, mit vielseitigen Booklets voller Fotos, Hintergründe und Songtexten, hochwertigen Digipacks (Kartonverpackungen) und allerlei Bonus- und Infomaterial. Ein gelungenes, haptisches Produkt eben. Billige Jewel-Cases mit noch billigerem 2-Seiten-Booklett kann sich die Industrie in meinen Augen schenken. Will sie aber nicht. In solchen Fällen reicht mir der Download. Und der ist – egal wie es um die Legalität der Quelle bestellt ist – in seiner Qualität nicht besonders variabel.</p>
<p>Es soll Genres geben, in denen die Labels diesen kleinen, feinen Unterschied verstanden haben. Die Majors gehören in den meisten Fällen nicht dazu. Und eine aufwendige Produktion kostet Geld, keine Frage. Nur in die Hand nehmen müsste man es. Vielleicht könnte man dann wieder mehr potenzielle Kunden vom wunderbaren Begriff der Haptik überzeugen. Das war bei Schallplatten und Kassetten schließlich nicht anders. Ich plädiere für Artwork und Gestaltung. Unbeirrbar. Nur hören wollen das die Wenigsten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Weiterführende Links:<br />
<span><a href="http://derstandard.at/1271376532758/Filesharing-Musikpiraterie-in-Deutschland-weiter-ruecklaeufig" target="_blank">Downloadzahlen illegaler Musik sind rückläufig</a> (derstandard.at)<br />
<span><a href="http://www.tonspion.de/neues/neueste/244125" target="_blank">Musikpiraten sind die besten Kunden</a> (tonspion.de)<br />
<span><a href="http://derstandard.at/1240297912024/Studie-Musikpiraten-kaufen-die-meiste-Musik" target="_blank">Musikpiraten kaufen die meiste Musik</a> (derstandard.at)</span></span></span></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Paid Content: Ein wenig Ehrenrettung für Rupert Murdoch</title>
		<link>http://www.zib21.com/10573/ebelau/paid-content-times-paywall-murdoch/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 10:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eberhard Lauth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kampfzone Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netzzeit]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Paid Content]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungssterben]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab 1. Juni sind zahlungsunwillige User und Suchmaschinen von der Times-Website ausgesperrt. Ein längst überfälliges Experiment. Die Ausgangslage: Gratis-Content gilt als der Tod eines jeden großen News-Portals, das sich journalistischen Grundsätzen wie Recherche, Faktencheck oder simplem Nachdenken verschreibt, weil die Anzeigenerlöse nie und nimmer den Kosten traditioneller Verlagsstrukturen gerecht werden. Und doch traut sich noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6410" class="wp-caption alignnone" style="width: 580px"><img class="size-full wp-image-6410 " title="Rupert Murdoch" src="http://www.zib21.com/wp-content/uploads/2009/11/murdoch_screenshot.jpg" alt="" width="570" height="428" /><p class="wp-caption-text">Rupert Murdoch. Foto: Screenshot</p></div>
<p><strong>Ab 1. Juni sind zahlungsunwillige User und Suchmaschinen von der <a href="http://www.timesonline.co.uk " target="_blank">Times-Website</a> ausgesperrt. Ein längst überfälliges Experiment.</strong><span id="more-10573"></span></p>
<p><strong>Die Ausgangslage:</strong> Gratis-Content gilt als der Tod eines jeden großen News-Portals, das sich journalistischen Grundsätzen wie Recherche, Faktencheck oder simplem Nachdenken verschreibt, weil die Anzeigenerlöse nie und nimmer den Kosten traditioneller Verlagsstrukturen gerecht werden.</p>
<p>Und doch traut sich noch keiner über Paid Content-Modelle, weil – so der Tenor – eine Bezahlschranke jenen Traffic killt, der einem in der Vergangenheit immerhin <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29619/1.html" target="_blank">„lousy pennies“</a> beschert hat. Wobei zum Thema „lousy pennies“ immerhin gesagt gehört, dass etwa die New York Times auf ihren Online-Portalen mit Werbung <a href="http://phx.corporate-ir.net/phoenix.zhtml?c=105317&amp;p=irol-pressArticle&amp;ID=1386071&amp;highlight=" target="_blank">im Jahr 2009 gut 90 Millionen Dollar eingenommen</a> hat. Das deckt zwar bei weitem nicht die Ausfälle bei der Print-Werbung, bleibt aber eine recht eindrucksvolle Zahl. Und auch Ansätze von Erfolgsgeschichten <a href="http://www.nytimes.com/2010/05/16/magazine/16Journalism-t.html?ref=magazine&amp;pagewanted=all" target="_blank">wie hier</a> sollten einem zu denken geben.</p>
<p><strong>Trotzdem, Paid Content bleibt ein Streit-Thema</strong>. Und keiner traut sich dieser Tage so konsequent drüber wie ein starrsinniger alter Mann namens Rupert Murdoch. Er ist 79 und Herr über die News Corporation, ein Medienkonglomerat, das Zeitungen wie die Sun, Fernsehsender wie die Fox Boradcasting Company und das Dotcom-Millionengrab Myspace umfasst.</p>
<p>Zur News Corporation gehört auch die Londoner Times, ein über die Grenzen Großbritanniens hinaus bekanntes konservatives Blatt mit großer Geschichte. Ab 1. Juni wird deren bisherige Website auf Eis gelegt – und Lesestoff gibt’s danach nur mehr für jene, die ein Pfund pro Tag zahlen oder zwei Pfund für die Woche.</p>
<p><strong>Ein paar Wochen Übergangsfrist</strong> sind noch eingeplant, dann ist die Paywall endgültig dicht. Google und andere Suchmaschinen werden genau so ausgesperrt wie all jene, die in Social Networks gerne auf Times-Content verlinken möchten. Die Parasiten, so die Murdoch-Philosophie, gehören weg. Und Profit ist ihm allemal lieber als Popularität im Sinne von hohem Traffic, der sich nur ungenügend monetarisieren lässt.</p>
<p>Es ist einfach, Murdoch deshalb als realitätsfernen alten Mann zu geißeln. Doch es lohnt sich, auch ein paar <a href="http://paidcontent.org/article/419-times-paid-take-up-in-the-land-of-two-to-five-percent/" target="_blank">Modellrechnungen</a> zur Paywall um die Times zu betrachten, die dem Experiment Zukunft geben.</p>
<p><strong>Sicher, das sind bloß Prognosen</strong>, die auf dem Prinzip Hoffnung basieren. Doch Murdochs konsequente Haltung wird endlich ein paar Gewissheiten in eine Debatte bringen, die bisher hauptsächlich von Glaubensargumenten getragen war, von Internet-Jüngern auf der einen und Holzklässlern auf der anderen Seite. Das hat bisher noch niemanden weiter gebracht. Und nur weil eine Paywall für digitale Eingeborene wie der Tod klingt, muss das noch lange nicht heißen, dass die Times daran zugrunde geht. Und darum muss es schließlich gehen, wenn über die Zukunft der Geschäftsmodelle von Journalismus nachgedacht wird.</p>
<p>In diesem Sinne: Ein Moment des Respekts für Rupert Murdoch, auch wenn die meisten seiner Medien ekelerregender Mist sind.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Willkommen im Kulturkampf um die Privatsphäre</title>
		<link>http://www.zib21.com/10500/ebelau/kulturkampf-privatsphare-facebook-google/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 14:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eberhard Lauth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzzeit]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Woche voller Datenpannen und ähnlicher Skandälchen bei Google und Facebook ist geschlagen. Es werden noch weitere kommen. Google und Facebook stehen dieser Tage wieder einmal in der Kritik, weil sie als private Unternehmen über unsere Daten verfügen und damit viel Einfluss auf unser Leben haben. Und beide haben sich dieser Tage ein paar Pannen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10501" class="wp-caption alignnone" style="width: 580px"><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.en" target="_blank"><img class="size-full wp-image-10501" title="Foto: flickr.com/kaptainkobold, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0" src="http://www.zib21.com/wp-content/uploads/2010/05/privacy-toilet.jpg" alt="" width="570" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht einmal am Klo gibt die Datenkrake eine Ruh! Foto: flickr.com/kaptainkobold, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0</p></div>
<p><strong>Eine Woche voller Datenpannen und ähnlicher Skandälchen bei Google und Facebook ist geschlagen. Es werden noch weitere kommen.<span id="more-10500"></span></strong></p>
<p><strong>Google und Facebook</strong> stehen dieser Tage wieder einmal in der Kritik, weil sie als private Unternehmen über unsere Daten verfügen und damit viel Einfluss auf unser Leben haben. Und beide haben sich dieser Tage ein paar Pannen geleistet. Facebook, weil es ständig nebulos seine Privatsphäre-Einstellungen verändert, anstatt einmal zu sagen: „Lieber User, so war’s früher, so sieht es jetzt aus – und wenn du es möchtest wie früher, dann klicke hier, hier und hier.“ Und Google, weil beim Aufzeichnen von Streetview-Daten für Google Maps unabsichtlich Datenschnippsel aus offenen WLAN-Netzen gesaugt wurden.</p>
<p>Dass das Unternehmen schnell und richtig reagierte, den Fehler zugab und versprach, ihn zu beheben, war nebensächlich. Es wurde trotzdem einmal mehr an den Pranger gestellt. Datenkrake ist einfach ein zu schönes Wort, um es nicht noch einmal zu schreiben. Und die Geschichte vom Haufen verrückter Wissenschaftler mit Weltherrschaftsfantasien gehört auch immer wieder ausgeweidet. Da hatten es Gegenstimmen natürlich schwer, überhaupt gehört zu werden – <a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2860-Wie-man-aus-Versehen-WLAN-Daten-mitschneidet.html" target="_blank">auch wenn es sie selbstverständlich gab</a>.</p>
<p><strong>Um in diese Vorgänge</strong> wieder so etwas wie Diskussion einzubringen, gehören zuerst zwei grundlegende Dinge geklärt: Erstens einmal die Funktion eines sozialen Netzwerks, am besten am Beispiel Facebook: Wer dem Dienst beitritt, will zumindest einen Teil seiner Privatheit hinter sich lassen. Er will etwas teilen. Das Teilen ist integraler Bestandteil der Onlinekultur – und das Teilen steht im Widerspruch zu eng gefasster Privatheit. Facebook bietet ein Tool dafür an. Dass sehr viele Menschen dieses Tool nutzen wollen, ist dem Unternehmen nicht zum Vorwurf zu machen. Der einzige Vorwurf der hier hält, ist der von mangelnder Transparenz. Da könnte Facebook noch viel von Google lernen.</p>
<p><strong>Und zweitens</strong> sollten wir uns endlich an einen anderen Umgang mit Daten gewöhnen. Der Großteil der Netz-User denkt immer noch im Festplatten-Prinzip. Dort – so das allgemeine Verständnis – lagern Musik, Fotos, Emails und anderes Zeugs. Dort lagert der digitale Teil unserer Existenz. Dieses Verständnis entspricht allerdings immer weniger der Realität. Mit Google, Facebook – und natürlich auch Apple – als treibende Kräfte wird der Desktop als Fenster zur persönlichen Festplatte zusehends obsolet (<a href="http://www.theeuropean.de/ibrahim-evsan/3188-datenspeicherung" target="_blank">Siehe dazu auch Sevenload-Gründer Ibrahim Evsan in The European</a>).</p>
<p>Viele der Dienste, die wir täglich nutzen, lagern die dafür notwendigen persönlichen Daten an keinem physisch zu benennenden Ort mehr, sondern draußen in der Cloud. Viele unserer Endgeräte – jedes Smartphone zählt dazu – böte ohne Datenspeicherung in der Cloud nur mehr wenig Komfort.</p>
<p><strong>Derzeit befinden wir uns in der Übergangsphase</strong> zu dieser Revolution. Und wie jede Übergangsphase macht sie viele nervös. Nicht Google, weil verrückte Wissenschaftler nie nervös werden. Aber viele User, die nicht mehr verstehen, was mit ihren Daten geschieht. In diesem Spannungsfeld werden wohl noch viele Konflikte aufbrechen, die Nebensächlichkeiten wie die Datenschutz-Policy von Facebook oder die WLAN-Panne von Google wie einen Kindergeburtstag erscheinen lassen. Noch dazu, wo es der Gesetzgebung (Stichwort: Urheberrecht) schon in den Vergangenheit nicht gelungen ist, mit der technischen und kulturellen Entwicklung unserer Gesellschaft Schritt zu halten.</p>
<p><strong>Und noch was</strong>: Wer endgültig genug von Facebook hat, sollte sich den 31. Mai im Kalender markieren. Für dieses Datum ist der <a href="http://www.quitfacebookday.com/" target="_blank">&#8220;Quit Facebook Day&#8221;</a> anberaumt. Und wer nächstes Mal im Copyshop persönliche Dokumente kopiert, sollte vorher dieses Video ansehen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="570" height="428" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.cbs.com/e/Y1oOpSeQ6PUc4P_4oSnZ9M4FpDAYGb8z/cbs/2/" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="570" height="428" src="http://www.cbs.com/e/Y1oOpSeQ6PUc4P_4oSnZ9M4FpDAYGb8z/cbs/2/" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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