Artikel von Karin Spitra
Geboren in Transsylvanien. Lebt immer noch, glaubt deshalb an Wunder. Lebte, liebte und arbeitete auf mehreren Kontinenten. Wird gewalttätig, wenn man sie "fetter Leptosom" nennt. Lebensziele: den perfekten Gimlet trinken und als Kundin der XXX Privatbank AG (Mindesteinlage: 4 Millionen Euro, Bank wird auf Nachfrage genannt) angenommen werden.
Krise! Da freut sich der Mann seit gestern auf einen Landgang und was ist? Noch ein Seetag. Wieder eine Stunde weniger. Das halbe Schiff steht kurz vor dem Lagerkoller. Da kommt unerwartet Rettung.
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Vollmond mitten am Atlantik. Den lässt die Crew nicht tatenlos verstreichen: Sie bittet abends aufs Pooldeck. Zur Fête blanche. Der Mann wäre perfekt dafür gerüstet, will aber nicht. Muskelkater!
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Ha! Endlich mal keine Zeitumstellung. Dafür hängen plötzlich überall Kotztüten. Denn das Schiff beliebt „lebhaft“ zu werden. Kein Wunder, die Wellen sind mittlerweile vier Meter hoch.
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Um einem Lagerkoller vorzubeugen, nimmt die Passagierbespaßung ungeahnte Formen an. Heute: Kochshow auf dem Pooldeck. Dann Melonenbowle. Wir entwickeln trotzdem kein Stockholm-Syndrom.
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Sonne und Wasser. Viel Wasser. Ein Schiff voller Leute. Und eine neue Erkenntnis: Sollte es tatsächlich sowas wie Schwarmintelligenz geben, dann wird sie an Bord gegen Flummis getauscht.
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Es ist soweit: Kein Land mehr in Sicht. Wir sind auf dem Atlantik – und bleiben dies für eine ganze Woche. Sogar die Sonne ist wieder da. Und die Passagierbespaßung erreicht neue Dimensionen.
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Auch der letzte Tag in der Karibik versinkt im Regen. No problem. Immerhin ist es warmer Regen. Und wir haben noch Dollar übrig. Zeit, sie unter Volk zu bringen.
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Können Wolken den Urlaub trüben? Unseren nicht. Und schon gar nicht, wenn wir wieder mal Grenada besuchen. Immerhin haben wir einen Plan B. Bloß dass der auch ins Wasser fällt.
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Heute Nacht ist ein Mann vor unserem Bett gesessen. Und hat uns zugeschaut. Beim Schlafen. War der Befehl eines Schiffsoffiziers. Und gar nicht so pervers, wie es sich anhört.
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Neue Route, neues Publikum: Offenbar zieht eine Transatlantik-Überquerung älteres Publikum an als ein Karibik-Törn. Das kann ja heiter werden. Oder eine Folge „gutes Karma, schlechtes Karma“.
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Abreisetage sind immer auch Anreisetage. Während also die Soblicseks von Bord gehen und das Housekeeping Kabinen im Akkord putzt, stürmen 1200 neue Passagiere das Schiff. Déja vu…
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Seetag, again. Diesmal wollen wir den Tag nutzen, um uns ein wenig unters Schiffsvolk zu mischen. Nur damit keiner denkt, wir hätten was Ansteckendes.
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Worauf kann man sich immer und überall verlassen? Auf die weibliche Irrationalität, was das Zusammenspiel von Straßenbelag und Schuhwerk angehen. Die Frauen von Santo Domingo sind da ganz weit vorne.
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Wieder mal Seetag. An Bord heißt das auch: Wie gehe ich meinen Mitmenschen aus dem Weg? Bei knapp 1799 anderen Passagieren ist das schwierig.
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