Artikel von Alexander Görlach
Der Journalist ist Herausgeber und Chefredakteur von The European. Zuvor war Görlach der Online-Redaktionsleiter des Magazins Cicero und Chefredakteur der BMW-Initiative Club of Pioneers. Seine journalistischen Stationen führten ihn nach New York, London und Rom. Görlach war sieben Jahre lang für das ZDF tätig. Als freier Autor hat Görlach für die FAZ, die Süddeutsche Zeitung und Die Welt geschrieben. Unter anderem war er Pressesprecher der Stiftung des Profifußballers Christoph Metzelder. Der 1976 geborene Journalist ist promovierter Theologe und promovierter Germanist.
Die Diskussion um eine Frauenquote in deutschen Medien nimmt groteske Züge an. Und nebenbei wird so der Kampf um Frauenrechte auf eine Miniatur seiner selbst zusammengeschnurrt.
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Will Günter Grass in die Walhalla der deutschen Gelehrten eingehen, indem er in einem Atemzug mit Kopftuch-Autor Thilo Sarrazin genannt wird? Die Geschichte wird ein gnadenloses Urteil fällen.
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Was in der Politik von rechts nach links diskutiert wird, kann analog auf die Kirche angewandt werden. In 500 Jahren seit der Glaubensspaltung hat sie Grundlegendes nicht geändert.
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Die Franzosen können gerne die Führerschaft in Europa übernehmen. Wir Deutsche wollen sie nicht. Aber wir wollen auch nicht zurück in die Zeit vor dem Élysée-Vertrag. Deswegen taugt François Hollande nicht als Präsident.
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Wer für eine Frauenquote plädiert, weil Frauen eben anders als Männer arbeiteten und führten, ist nicht weit entfernt von der miesen Rhetorik aus den 70er-Jahren.
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Wir in Europa fühlen ein warmes, revolutionäres Lüftchen um den Kreml wehen: einen Russischen Frühling. Dabei ist in Russland nichts unwahrscheinlicher als eine Wiederholung der jüngsten Geschichte der arabischen Welt.
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Der deutsche Bundespräsident ist zurückgetreten. Die Nation ist nun kopflos. Der rechte Augenblick, um das quasi-monarchische Amt abzuschaffen.
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Darf in deutschen Schulen gen Mekka gebetet werden? Nein, sagt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Gut so, denn in diesem Fall ging es nie ums Beten, sondern um die größtmögliche sichtbare Dominanz des Islam.
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Niemand auf Erden ist KT gewachsen. Deshalb muss er den Allerhöchsten als Zeugen anrufen. Klar, dass bei diesen Maßstäben Journalisten und die Jungs an der Uni Bayreuth nur Geschmeiß sind.
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Die Italiener haben einen Despoten gestürzt. Jetzt muss Italien die Kraft finden, sich von innen heraus zu erneuern. Hommage an ein Land, das ich liebe.
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Brief aus Berlin: Die FDP gilt als überflüssigste Partei Deutschlands. Dank der Verschuldungskrise könnte sie allerdings fröhliche Urständ feiern. Der Mythos von der öffentlichen Hand, die alles weise lenkt, muss fallen.
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Der #OccupyWallstreet-Protest taugt derzeit vor allem fürs Kinderzimmer. Veränderung geht nur mittels eines Marschs durch die Institutionen, nicht mit Protest vor ihnen.
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Die Gewalt gegen die christliche Minderheit droht das Projekt Arabischer Frühling unter sich zu begraben. Daher müssen liberale und atheistische Kräfte in der arabischen Welt aktiv gestärkt werden.
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Junge Unternehmen können schnell reagieren und sich anpassen. Auch The European hat das in den vergangenen zwei Jahren bewiesen. Für die Gegenstände unserer journalistischen Betrachtung gilt das leider meistens nicht.
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