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Sexklinik News. Being 17 oder: vom PädoKini zum PanikButton

Von | 20.04.2010, 14:34 | Kein Kommentar

Wenn Modeketten wattierte BHs für 7jährige stanzen, wenn Fußballpimps Saison haben, wenn Facebooker panisch werden – dann ist eine 17jährige nicht weit. Pädokini. Das Girl in obigem Bild ist Miley Cyrus. Die US-Sängerin und Schauspielerin wird demnächst 18, hat aber bereits als Kinderstar Hannah Montana fürs Leben ausgesorgt. Als Hannah wurde sie zum Idol der […]

Miley Cyrus alias Hannah Montana. Foto: calmdownlove

Wenn Modeketten wattierte BHs für 7jährige stanzen, wenn Fußballpimps Saison haben, wenn Facebooker panisch werden – dann ist eine 17jährige nicht weit.

Pädokini. Das Girl in obigem Bild ist Miley Cyrus. Die US-Sängerin und Schauspielerin wird demnächst 18, hat aber bereits als Kinderstar Hannah Montana fürs Leben ausgesorgt. Als Hannah wurde sie zum Idol der Kinder Amerikas, und ihr Problem ist, dass Modeketten immer wieder mal vom Impuls getrieben sind, bereits Volksschulknirpse mit „coolen“ Outfits zu sexualisieren.

„Pädokini“ (c The Sun)

So hatte der englische Discounter „Primark“ für den aktuellen Frühling die Idee, Bikinis für 7jährige auf den Markt zu bringen – mit wattierten Busenhaltern. Abteilung Wahnsinn mit Methode: Alsbald rasselte beim Tagblatt „Sun“ der Pädophilie-Alarm und Primark ließ unverzüglich die fraglichen „Pädokinis“ (!) stanzen, der Punkt war ja gemacht, die Modekette eine Woche lang in aller Munde, von erfreulichem Frühlingsbusiness wird berichtet. Die Fußnoten schreiben nun die (Hobby)psychologen zum Thema „Warum Kinder so früh sexualisiert werden“. Und die schwarze Petra landet bei Teenagern wie Miley – deren Outfits den Girls angeblich die falschen Ideen vermitteln. Wodurch die armen Eltern ihren lästigen Gschrappen den wattierten BH quasi kaufen müssen. Ja, die Gesetze der pädagogischen Logik …

Pimp Abou, Kicker Ben Arfa. Foto: zidanefans

Fußballpimp. So nennt man zwielichtige, in Nachtklubs aktive Jungs, die den Fußballstars weibliches „Talent“ vermitteln, wenn die Kicker mal zu matt für Eigeninitiative sind. Diese Pimps fristen normal ein sorgloses Leben (Kickerstars sind großzügig), heikel wird es für sie nur, wenn ein Großereignis am Fußballkalender steht. Und ach ja: Demnächst ist Fußball-WM.

In der Regel schnüffelt man in so einem Fall in England nach einschlägigen Ereignissen, dort liefern die – von Fußballpimps eingefädelten – „Roasting“-Skandale der Premierligisten immer wieder notorische Schlagzeilen (zib21 berichtete HIER). Heuer allerdings wurde man in Frankreich fündig. Dort wurden soeben die Frankreich-Stars Franck Ribery (derzeit mit den Bayern gegen Lyon aktiv) und Sidney Gouvou von der Polizei befragt, warum sie eine 17jährige, im Pariser Nachtklub Café Zaman aktive, marokkanische Prostituierte kennen. Nationalteam-Kollegen Hatem Ben Arfa (Foto) und Karim Benzema (Real Madrid) erwarten demnächst ihre polizeiliche Einvernahme.

Müßig zu erwähnen, war auch in diesem Fall ein Fußballpimp der – mittler Weile inhaftierte – Drahtzieher. Bekannt unter dem Namen „Abou“ (Foto) wird er seine Kicker-Klientel bis auf weiteres nicht beliefern können. Die Ermittlung läuft, Frankreich-Coach Raymond Domenech wird noch einige Wochen warten müssen, bis er weiß, ob er ein paar Kicker für die WM nachnominieren kann. Auf Sex mit einer minderjährigen Prostituierten stehen in Frankreich bis zu drei Jahre Gefängnis.

PanicButton by epicbuzz

Panic-Button für Facebook? Sie war 17, hieß Ashleigh Hall und wurde vergangenen Herbst von einem Mann ermordet, den sie via Facebook kennen gelernt hatte. Seither steht Facebook auch wieder unter massivem Druck, in seinem Netzwerk den „Panic Button“ zu integrieren – einen Ikon, der den User mit diversen Online-Ratgebern linkt. Andere Soziale Sites – z.B. Bebo – verwenden den „Button“ seit Jahren, laut Online-Beratungszentrum Ceop (Child Exploitation & Online Protection Centre) ist der Verkehr rege (500 Button-User pro Monat). Mit der nunmehrigen Verurteilung des „Facebook-Mörders“ Peter Chapman lebte die Debatte wieder auf, die Facebook-Macher sträuben sich weiterhin, den Button zu installieren. Laut Richard Allan (Strategie-Direktor für Facebook Europa) sei der Panic-Button für „andere Netzwerke nützlich“, für Facebook aber nicht notwendig. Bei Ceop sieht man die Dinge anders. 75% aller einschlägigen Beschwerden, heißt es dort, beträfen Vorfälle auf Facebook.

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