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Renee Unplugged 23. Anale Grande

Von | 12.02.2010, 16:12 | 10 Kommentare

Ich finde, so ein bisschen Hintertürensex hat schon was. Aber der Weg zum Genuss kann beschwerlich sein.

Renee by Reismann

An Tagen wie diesen, wenn ich bei Kaffee und Zeitung langsam in den Tag starte, mit dem beruhigenden Gedanken, dass heute keine großen Geschäfte auf mich warten, finde ich es einfach nur gut, wie angenehm anders doch alles ist. Am Fenstersims sitzt eine Meise. Mein Kater sitzt hinter der Scheibe und starrt wie hypnotisiert auf die Meise. Irgendwo malträtiert  jemand mit Schaufel den Schnee. Es ist tiefster Winter und ich erfreue mich daran, von dieser weißen Glitzerwelt eingeschlossen zu sein. Es gibt nichts da draußen, was mich jetzt aus meinem Morgenmantel holen würde.

In ein paar Stunden werde ich meine wenigen Arbeiten erledigt haben, dann beginnt auch schon das Wochenende. In ein paar Stunden werden auch ein paar junge Küken in den Tag starten. Sie werden sich schnell unter die Dusche werfen, sich makellos glatt rasieren, ein paar Stofffetzen einpacken, sich ins Auto setzen und für einen schnellen Muntermacher zu Starbucks eilen. Wenig später, vielleicht so gegen 8 Uhr morgens, stehen sie am Set.

Bis die Visagistin ihr Werk vollendet hat, brennt schon die kalifornische Sonne vom Himmel, das restliche Team und die Mitspieler warten auf die topgestylten Mädels. Zum Aufwärmen noch ein paar Fotos am Pool und schon kann es losgehen. Fast. Eine Kleinigkeit wär da noch zu erledigen. Denn heute wird „Up That Ass #27“ gedreht. Da darf das Klistier nicht fehlen.

Analverkehr zum Frühstück. Was kann man sich Schöneres wünschen? Ich meine, so ein bißchen Hintertürchen-Sex kann schon was. Nicht unbedingt gleich als Warm-Up, aber mich gelüstet es auch nach Jahren exzessiver Backdoor-Pleasure hin und wieder danach. So ganz ohne Kamera und dann, wenn mir haargenau danach ist. Ganz ungezwungen und spontan ist Anale einfach Grande. Aber bitte nicht in den frühen Morgenstunden.

Und nicht unbedingt am Set. Sagen wir es so: Wenn du mal aufgewärmt bist  und es flutscht, die Stellung passt und der Partner nicht gerade einen Schlagbohrer parodiert, ist es ganz gleich, wie du penetriert wirst. Aber der Weg dorthin kann beschwerlich sein. Bei mir lag das an dieser Saubermachen-Prozedur. Beim Porno ist es nun mal so, dass einige Augen auf dich gerichtet sind, später sogar noch einige tausend mehr, wenn auch nur indirekt. Fakt ist, man will nicht kleckern. Es soll zwar so aussehen, als würde er sein Teil einfach so in das hintere Loch verfrachten. Wenn dem so wäre, könnte es aber die eine oder andere Überraschung geben. Und wenn dann auch noch so beliebte Sondereinlagen wie A2M hinzukommen, empfiehlt es sich, an dieser Stelle zuvor noch richtig durchzubohnern.

Genau das war für mich der schlimmste Teil. Hierzulande gibt es ein Produkt namens Microklist. Die sanfte Lösung für Verstopfung. Ein gel-artiges Irgendwas, das einen nach Anwendung innerhalb einer Minute dazu nötigt, auf der Muschel sitzen zu bleiben. Keine Ahnung, was es tut, aber du hast spontan das unwiderstehliche Bedürfnis, dich zu entleeren. Gründlich. Störversuche zwecklos. Du weißt, warum du bis auf weiteres sitzen bleibst.

Weil man aber nie weiß, ob man jetzt auch wirklich sauber ist, wird auch noch mit lauwarmem Wasser nachgespült. So lange und so oft, bis dir auch nur mehr Wasser entweicht. Dann bist du zwar clean, aber hinten rum fühlt sich alles taub an. Du hast nicht wirklich das Bedürfnis, dass dort auch nur ein winziger Fremdkörper in die Nähe gelangt. Meistens ist es dann eh nur ein absurd dimensioniertes Monster, das die blitzblanke Zone für sich beansprucht. Aber wie gesagt, wenn’s mal flutscht, dann flutscht’s.

Die berauschendsten Erlebnisse in diesem Hinblick hatte ich noch immer in meinem Schlafzimmer. Hin und wieder wache ich des Nächtens auf und bin so rattig, da würde auch die Hälfte reichen. Interessanterweise gelüstet es mich dann nicht nach einem regulären Quickie, sondern nach einer deftigen Portion analer Penetration. Keine Ahnung, welcher Teufel mich in diesen Momenten reitet, aber ich bin dermaßen aufnahmefähig, dass so mancher Produzent Beifall klatschend am Bettrand stehen würde. Kein Wunder, dass die Backdoor-Nummer bei denen „Testosteronschuss“ heißt. Die schwärmen dann immer von den entfesselten Mienen der Girls, wie es eben ist, wenn sie unbändig sind und immer härter, schneller und tiefer wollen.

Viele Frauen scheuen sich vor diesem ach so bösen Akt. Es ist auch keineswegs notwendig, es zu praktizieren. Nur finde ich, dass man es wenigstens einmal genossen haben sollte, ehe man es abhakt. Und genießen lässt es sich nur in einer superentspannten Situation. Kein Zwang, keine Angst vor Peinlichkeiten, keine vorbeugende Das-tut-sicher-weh-Verkrampfung. Sich nötigen lassen? Ist nicht. Man muss es wollen. Dann weißt du auch, wann du bereit bist. Tipps benötigt es hierbei nicht. Nur die richtige Logik.

Dass ein staubtrockener Anus mit einem ungeduldigem Schwanz nicht kooperieren kann, sollte klar sein.

Die einen greifen zu gutem Gleitgel, andere ziehen Speichel vor. Männer, die sich der Pforte per Zunge nähern, haben bei mir einen Stein im Brett. Überhaupt ist enthusiastische männliche Neugier hochwillkommen, dann befingert er auch behutsam die Rosette, massiert den Schließmuskel – und erkennt dabei gleich, ob der Muskelring steinhart ist oder bereits gefügig. Dann wird er auch langsam und vorsichtig entern und an den Bewegungen meines Beckens erkennen, wie ich drauf bin. Im übrigen ist es Übung, die jenen Meister macht, der mir das Lächeln ins Gesicht zaubert.

So. Ich gehe mich jetzt duschen, werde mich makellos glatt rasieren und langsam in den Tag starten. Irgendwas sagt mir, dass ich mich heute auf die Nacht freue. Also, just for the record: Ich bin froh, dass ich diese Spielart so perfekt auf der Reihe habe. Zweitens: Ich weiß, was gemeint ist, wenn wer „gelernt ist eben gelernt“ sagt.

10 Kommentare »

  • Amateur F. sagt:

    Ich finde Renee echt heiß. auch, weil sie österreicherin ist. hehe. Leider ist sie nicht auf facebook. wenn doch, dann nicht unter renee pornero. schade

  • iPad Erotik sagt:

    Na solche Geschichten liest man gerne!

  • Titten sagt:

    Wow echt tolle Geaschichte, ich brauch jetzt erstmal ne Zigarette und ein Bier!
    ;-)

  • SX.de sagt:

    nette Geschichten die Lust auf mehr machen

  • Ich bin schon lange ein fan ihrer „Arbeiten“ und freu mich immer wenns was neues gibt!

  • Porno Deluxe sagt:

    Ich find die filme auch geil. Genau mein Style!!

  • wozu nen film ansehen…

  • Renee sagt:

    Habt ihr euch schonmal einen Film von Renee angeschaut ? Die ist der Hammer, alles andere als brav.

  • truetigger sagt:

    Gut geschrieben! Der Bogen vom entspannten Morgen in der Jetzt-Zeit des kalten, katzenumschmeichelten Winters über Rückblenden, die in Deiner typisch sehr direkten Art auf eine Behind-The-Scenes mitnehmen, witzige Links bis hin zur nachvollziehbaren Vorfreude auf den Abend, die Story passt. Gratuliere!

    Da wünsch ich Dir glatt ein perfektes Valentins-Wochenende!

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