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Gnädigste & die 7 Todsünden 05. Acedia. Die Trägheit des weiblichen Herzens & des Geistes

Von | 21.12.2009, 13:11 | 17 Kommentare

Das Jahr geht zu Ende, in meinem Umfeld herrscht wieder weibliche Vorweihnachtspanik.

Komm, mein Märchenprinz. Foto: image

Um mich rotieren Singlefrauen 30+,  als gäb´s kein Morgen. Bei Websingles crasht fast der Server – vielleicht tut sich noch was auf, das einen ins neue Jahr rettet. Ich verweigere derzeit jeden Kaffeklatsch – aus Angst,  ich könnte ausfallend werden.

Jetzt ist nicht die Zeit für brutale Wahrheiten – oder vielleicht doch?

Single 30+. Es mag enervieren, mit der Elternfraktion am Vierundzwanzigsten beim Gabentisch zu hängen und den mitleidigen Blick von Frau Mama zu ertragen. Jenen Blick, der anklagend sagt: Kind, was machst Du falsch, wo bleibt der fesche gutsituierte Schwiegersohn aus gutem Hause mit exquisiter Designerwohnung, der uns endlich den ersehnten Enkelsohn beschert?

Ja, Ihr hattet bis dato nie eine Beziehung, die länger als drei Jahre gedauert hat. Und Ihr fühlt Euch irgendwie unvollständig, so als ob ein Teil von Euch innerlich verwelkt. Überrascht mich gar nicht ob der einseitigen Fixierung: Das Ziel, endlich einen sicheren Hafen anzulaufen, erscheint mittler Weile wie die Krönung der Selbstverwirklichung. Ihr investiert Eure Energie nur noch in das angestrengte Durchziehen von regelmäßigen Crash-Diäten, denn ist der Arsch erst knackig,  klappt es sicher auch irgendwann mit dem Traumprinzen, der Euch erlöst.

Ich will Euch ja nicht verunsichern, aber die Vermutung, dass sich Euer Leben im sicheren Hafen dann erfüllter gestaltet, könnt Ihr Euch abschminken. Die Frage nach dem Sinn Eures Lebens wird nicht versiegen und auch Kinder sind kein dauerhafter Fluchtpunkt, im Gegenteil, sie machen es einem dann überhaupt unmöglich, sich der Selbstverantwortung zu entziehen. Aber gut, Ihr wollt es scheinbar nicht anders. Als gute Freundin möchte ich Euch daher gerne bei diesem panischen Desorientierungslauf unterstützen  – und Euch sagen, wie man es richtig (falsch) macht.

Wichtigster Part: Bitte sich nicht mit Gedanken über Bedürfnisse, Ziele und Wünsche verwirren. Das wäre purer Egoismus und macht nur einsam – so hat man es Euch ja gelehrt. Nur nicht kämpfen, die eigene Faulheit und Trägheit überwinden, an Euch arbeiten, Eure (weiblichen) Potenziale entdecken und diese kreativ einsetzen. Nur nicht in den Spiegel blicken und Euch unangenehme Fragen stellen und dort gar Antworten finden, die vielleicht bittere Konsequenzen mit sich führen.

Ihr seid das schwache Geschlecht.

Ihr sollt nicht lernen, Eure Sehnsüchte zu erkennen, um sich damit dann ganz persönliche Lebensträume erfüllen zu können – unabhängig von Beziehungen. Befreit Euch nicht von Erwartungen anderer und erarbeitet bloß nicht neue Lebensmodelle für Euch, die vielleicht abseits von Rollenklischees und idyllischem Together Forever liegen. Baut einfach darauf, dass per sicherer Partnerschaft die ewigen Seinsfragen enden und Ihr auch auf bequemerem Weg Erlösung finden könnt. Ihr müsst nicht kämpfen, das Glück ist ein Vogerl und wird Euch einfach nur so zufliegen!

Äusserliche Schönheit ist das einzige was jetzt zählt, eine fast 100%ige Abnahme ist dann garantiert – von wem auch immer, aber das ist ja zweitrangig. Damen, deren Gesichtsstruktur mit einer eingetretenen Wirtshaustür vergleichbar sind, werden es jedenfalls schwerer haben -  in Zeiten von Gesichtschirurgie, und Botox  rate ich dringend hier nachzubessern, so gut es geht, sonst könnt Ihr Euch die Rolle als Beiwagerl in Form einer Anwaltsgattin oder des erfolgreichen Wirtschaftstreibenden abschminken.

Das Wort Emanzipation sollte für Euch entweder ein Fremdwort sein oder jedenfalls nicht zu sich selbst geführt haben. Wenn überhaupt, dann leistet bitte – gestärkt durch das Halbwissen aus weiblichen Fachzeitschriften – ab und an nur verbal-aggressiven wie orientierungslosen Widerstand gegen das Männliche, damit man Euch zwar amüsiert wahr- aber gleichzeitig nicht wirklich ernst nimmt. Oder verheddert Euch besser einfach gleich stillschweigend in die  Opferbereitschaft und Bequemlichkeit des braven Weibchens.

Solltet Ihr doch über einen hohen IQ wie EQ verfügen, bitte diesen keinesfalls für Selbstfindung und persönliche Entwicklung sondern ausschließlich für gewiefte Manipulation einsetzen. Wir wollen es ja schließlich zu etwas bringen und rasch an das eine Ziel kommen: ohne einen Finger zu rühren auf die Butterseite des Lebens zu gleiten. Bläut Euch ein: Ihr werdet ohne starken Helden an der Seite nicht über die Runden kommen. Solltet Ihr tief im Verborgenen gar über kreative Talente verfügen oder insgeheim eigene Geschäftsideen haben  – vergesst das mit der Selbstverwirklichung gleich wieder. So erfolgreich wie Männer könnt Ihr sowieso nie werden.

Macht große Rehleinaugen – und damit lauernde Sugar Daddys im Umfeld auf Eure Hilflosigkeit aufmerksam, das mit dem Schutzbedürfnis zieht immer ungemein. Ein maskuliner Versorger – mit dem Ihr zwar nichts gemein habt, der Euch aber die Manolos und Pradatascherl nachwirft und verwöhnt – steht alsbald sicher vor der Tür. Heiratet die geschickt eingefangene Partie alsdann raschest, werdet alsogleich schwanger und bleibt treu sorgend nur noch zu Hause. Selbst wenn Euch das alleine auf Dauer nicht befriedigt. Vergesst nicht: Ihr wurdet von Gott dem Herren eigentlich nur dafür geschaffen.

Außerdem wars in der Hack´n eh immer mühsam, oder?

Sollte sich nach einigen Jahren Ehe die erste kleine Tristesse einschleichen: jetzt nur nicht schlapp machen! Ihr habt Euch für die bequeme Variante entschieden, da gehören Entbehrungen wie innere Leere, mangelnde Liebe und Leidenschaft sowie fehlender Respekt eben dazu.  Sucht doch einfach Zerstreuung, besucht Kochkurse, konzentriert Euch auf Ausrichten und Zelebrieren öder Zusammenkünfte mit seinen Geschäftspartnern, in denen stundenlang über Weine, Zigarren und Golf sinniert wird. Betrinkt Euch daneben still mit Whiskey während sich beim Zuhören langsam chronischer Tinnitus einstellt.

Wenn Ihr die 40+ sowie die maximale Schwelle der Frustration erreicht habt und ob der eisigen Kälte zwischen Euch das heimische Bettgestell nicht einmal mehr aus Fadesse ab und an wackelt: Gebt einfach Eurer Unattraktivität die Schuld. Vielleicht seid Ihr einfach zu alt und fett geworden?

Schreibt Euch in ein Fitnessstudio ein, ernährt Euch nur noch von Rohkost, bis Ihr ausseht wie Euer Röntgenbild. Wie bitte? Er springt trotzdem nicht mehr an und arbeitet neuerdings oft bis spät in die Nacht mit (oder an) seiner neuen Assistentin? Rettet Euch mit ein paar Drinks und Mother´s Little Helpers über den Tag und fangt eine erfrischende Affäre mit dem GolfPro an, der Euer Sohn sein könnte.

Wenn Ihr alles richtig falsch gemacht habt, sollte die absehbare finale Vision Eures Lebens ungefähr so aussehen: Basisfrust ab 50+  und/oder Kalksburg. Der GolfPro hat mittlerweile mit Eurer Tochter einen Fratzen. Und da Ihr Euch nur darauf konzentriert habt, schön und gefällig zu sein, könnt Ihr Euch mangels anderer Lebensinhalte wahrscheinlich gerade noch mit karitativen Aktionen in Szene setzen, um Euer Herz – oder das eines anderen  – zu erwärmen. Und fragt Euch niemals, was aus Euch hätte werden können, hättet Ihr den Mut gehabt, auf Euer Potenzial zu vertrauen und Euer Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es würde Euch nur noch unglücklicher machen, als Ihr es ohnehin seid.

PS: Hab ich Euch Angst gemacht? Aber geh – es ist noch nicht zu spät. Die Alternative: Nicht gleich den bequemen Weg wählen. Nicht vor der Selbstverantwortung drücken. Im Beruf durchkämpfen. Das Selbst verwirklichen. Und Geduld haben, weil sowas dauert.

Langfristig werdet Ihr so nicht nur befreit leben, sondern letztlich auch den intelligenten Jemand finden, der Euch für das was Ihr seid schätzt, mit dem Ihr später aus den richtigen Gründen die Ehe beschließt oder eine Familie gründet – oder auch nicht. (Und die Frau Mama wär darüber auch nicht unglücklich, denk ich). Soweit meine Vorstellung eines echten Weihnachtsmärchens. Merry X-Mas!

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17 Kommentare »

  • oh gnädixte,

    das geht echt an die nieren. nein, nicht der inhalt des traktats, vielmehr die fortgesetzte beleidigung einer meiner geliebten, der deutschen sprache und in der folge ihrer alpenländischen ausprägung. scheinbar schließt die möglichkeit aus, anscheinend räumt sie ein. wenn die damen das ohnehin nur scheinbar nicht anders wollen, erübrigt sich jede weitere zeile, nur da sie es ja anscheinend nicht anders wollen, ist der versuch sie zu belehren gerechtfertigt. und bitt gar schön, ab und an sagen doch die teutonen, und auch nur die nördlich des weißwurschtäquators, ich finde, wir sollten, weiblein gleichermaßen wie männlein, selbstbewusstsein zeigen und unser ab und zu behalten, als unterstützende maßnahme zur selbstverwirklichung vielleicht.
    ich bitte diese oberlehrerattitüde zu enschuldigen, aber das musste mal heraus.

    acedia, ein interessantes wort, bedeutet es doch die den vögel des himmels nachzuempfindende sorglosigkeit, weshalb bei mir auf unverständnis stößt, wie jener gregor sie als todsünde einstufen konnte. der papa wird’s schon richten, meinte ja zumindest sein religionsstifter. der buddhist und die cherokee würden ohnehin dafür plädieren, nun, die musste der seinerzeitige chef dieses altherrengesangsvereins nicht kennen, aber carpe diem bedeutet ja auch genau dieses, und die kenntnis des quintus horatius flacchus können wir sehr wohl von ihm verlangen. cui bono ist somit die frage, die sich unmittelbar aufdrängt, und die antwort scheint auch auf der hand zu liegen: die sekte nicht des hippies vom ölberg, sondern die des misogynen campingausrüsters aus tarsos, die sie ja da facto ist, wäre ohne solche verrenkungen wohl des zehnten verlustig gegangen.

    aber im 21. jahrhundert, und noch dazu von einer frau als sünde des weibsteufels qualifiziert ? hmm.

    noch spannender allerdings die frage den eigentlichen inhalt der etüde betreffend: gibt es tatsächlich noch männer, die so eine frau wollen? offenbar ja nicht, sonst müssten diese prachtstücke ja nicht mutters vorwurfsvolle blicke ertragen. und sollte jener außer fesch zu sein ganz und gar nicht performende, wie ich mich erkühne unter umständen vielleicht in betracht zu ziehen, mit einem solchen exemplar abgerauscht sein, so kann die selbstbestehende frau doch nur frohgemut den schlamm zwischen den zehen herauswaschen und nochmals beim christkind urgieren, drei tage sind noch zeit.

    nachdenklich
    fnf

    ps: diese aufspaltung des bildes “zen” in drei teile beschäftigt mich…

    • Simone sagt:

      Ach Fnf.

      Wenn Sie den Oberlehrer raushängen lassen, gefallen Sie mir ganz besonders.;-)

      Vor allem, wenn Sie tatsächlich recht haben. (Was beängstigend oft der Fall ist, zugegeben).Ich könnt mir natürlich jetzt nach der Lektion in Demut zwei Zöpfchen flechten und Sie stillschweigend mit großen Augen anbeten. Ziehe es aber vor, Ihnen weiterhin einfach frech grinsend entgegenzutreten – und in meiner unvollkommene Art und Weise hier weiterzuwursteln.

      Ich hoffe Sie hatten beim sorglosen, durchaus amüsanten Gedankenspiel da oben (wie ich auch, noch weiter oben) Ihren Spaß, ich krieg´ aber auch ein Nierenleiden wenn Sie zB Cognomen wie das Schlappohr verunstalten.

      Ich gestehe reumütig derzeit auch von Belphegor besessen zu sein, des weiteren tropft mein Näschen und ich tausche gerade die weihnachtliche Krippe gegen eine kleine Grippe ein. Kein guter Deal. Daher auch meine kleine Verspätung in der Huldigung Ihres Kommentars.

      Übrigens: Die moderne Liste der Todsünden aus der Sicht der Menschleins aus dem 21. Jahrhundert sieht lt. Umfragen ganz anders aus: Selbstsucht, Heuchelei, Gleichgültigkeit, Intoleranz , Ignoranz (bewusste Unwissenheit), Täuschung,Vergeudung, Grausamkeit, Zynismus. Sie sehen, die Trägheit/Faulheit fehlt in der heutigen Wahrnehmung hier zur Gänze, viel zu sorglos geht unsereins damit um.(Daher wundert mich auch die große Depression allerorts in diesen Zeiten garnicht). Es war schon Zeit wieder daran zu erinnern mein Lieber. Und da ich nicht dauernd auf Männer hinhacken will, habe ich
      diesmal ganz bewusst das Weibsvolk in die Pflicht genommen. Obwohl ich auch über faule Säcke einiges erzählen könnt..aber lassen wir das.

      Und ja, es gibt sie – aber ich glaube das wissen Sie selbst nur allzu gut.

      Also ich kann Ihnen versichern, die erwähnten Exemplare werden ausnahmslos proaktiv entsorgt und rauschen nicht ab. Und die selbstbestimmte Frau hat das ganze Jahr sicherlich hart (auch an sich) gearbeitet, war ein gutes böses Mädchen (..) und lässt sich daher jetzt vom Christkind – das ohne eine weitere Intervention gefälligst von alleine daherflatten wird – dann zärtlich die Füsse waschen. Weil das hat sie sich nämlich verdient. Und ich glaub, das Christkind wird auch seinen Spaß dabei haben…

      Kaffeschlürfend,
      Ihre Gnädigste

      • Simone sagt:

        PS: Tatsächlich? Bitte erzählen Sie mir mehr von dem was Sie da beschäftigt…

        • zen ist eben dieses wie eine russische puppe in jede richtung immer wieder neue schalen oder ebenen oder wie auch immer offenbarende all, oder allah, auch bekannt unter dem namen universum, eine verballhornung von unicum verum sum, die existenz, oder ihwh, ich bin.
          die aufspaltung dieser unitas in eine trinität läßt auf eine gewisse zerrissenheit schließen.

      • ach gnädixte.

        wie gut das zu wissen. ich war doch gestern tatsächlich schon in versuchung ob dieser, wie ich ja nun beruhigt zur kenntnis nehme, nur temporären ignoranz mich von der gesteigkante zu stürzen und derart diesem jammertal zu entsagen.
        der proaktiv entsorgte hat das vielleicht getan, was ich verstehen könnte, eine rüde art der behandlung. terminatrix irgendwie.
        gnädixte scheint es überhaupt etwas wilder zu mögen: belphegor. die akte des knaben sieht interessant aus: http://en.wikipedia.org/wiki/Belphegor
        besonders sein forschungsauftrag zu eheglück, dessen ergebnisse eher das konzept des lap zu stützen scheinen, regt zur reflexion an.
        womit aber versucht sie der böse denn nun, flüstert er ihnen eine grenzgeniale erfindung wie etwa einen remotely controlled näschenabtropfrobot in brad pitt-optik oder doch eher die lyrics von lazy sunday afternoon ein? und dass sich der angeber in form eines phallus verehren läßt, finde ich persönlich etwas übertrieben.
        nicht ein iota des gesetzes wird vergehen, verehrte liebe gnädixte, und so hat auch jenes ‘asch, wie die franzmänner einem kollektiven sprachfehler zufolge zu sagen pflegen, das ich einst gelangweilt in einer lateinstunde hinzufügt habe, durchaus seine berechtigung, drückt es doch diese utilitarische flachheit der heute gängigen übersetzung des carpe diem aus. nütze den tag – so ein blödsinn.
        aber, wenn du denkst, du denkst, denkste: bei diesem da facto handelt es sich um einen reinen tippfehler, und dem selben phänomen begegnen wir bei dem fehlenden tee der wirklich herzlich empfundenen bitte um entschuldigung. umso besser, wenn nicht nur dieser konsonant, sondern das ganze wort überflüssig war, wie ich mit weiterer erleichterung verstehen darf. in dem editor fehlt eindeutig eine korrekturfunktion.
        nun, das christkind ist doch längst erwachsen und macht auch fußwaschungsmäßig nur mehr mit seiner mm rum, aber wie hat dieser notorische klugscheißer, dessen recht-haben-quote ja noch viel beängstigender ist, so treffend eben von den vögeln des himmels gesprochen, die da weder säen oder noch ernten, sondern einfach rumflattern oder die thermik auf 13.000 metern genießen, und ums abendessen kümmert sich daddy. oder mummy. ist doch wuascht. ich möchte eine diskussion um gott oder doch göttin hier eher vermeiden, denn das ist ja wie tic-tac-toe, da kann keiner gewinnen. weil es eben weder noch ist, du-weißt-schon-wer geht weder auf den fußballplatz noch hat er/sie/es/du/ich/wir/ihr/sie ihre tage.
        und gut eben und anlass zur hoffnung gebend, wenn acedia nicht mehr als sünde wahrgenommen wird, handelt es sich ja realiter dabei doch nicht um das minimieren von aktiviät, sondern eben um diese sorglosigkeit des tarotnarren, der sich auch aus dem geburtsdatum des die sonntäglichen wursteleien der gnädixten anstelle der heiligen messe zelebrierenden autors dieser zeilen ergibt.
        der frater und ich planen für das neue jahr im übrigen einen upgrade der liste der todsünden, die uns bis ins hohe alter ihre snacks sichern wird, zu denen wir unseren senf hinzuzufügen uns erdreisten. sieben sind einfach zu wenig.

        erleichtert und fest entschlossen das böse bis ins kleinste detail bei diesem upgrade nicht zu vernachlässigen
        fnf

    • ebs sagt:

      für einen erklärten freund der deutschen sprache ziemlich viel latein ;)

  • saxo lady sagt:

    irgendwie böööse. schön böööse. und schön treffend.
    gnädigxte,
    ja so kanns gehen und ich bin begeistert, soviel gradlinigen zynismus, wundert mcih fast, dass der frankyboy noch keine 114er verliehen hat;)
    frau kirsch. dieses ewige auspielen, mit dem meine 40er generation noch abgeben hat müssen, zwischen brave muttis erfüllen ihre pflicht und böööse karrieristinnen, ist vielleicht (ein kleiner hoffungsfunke ruft mich;)) in der 30er-generation fast vorbei…urban wenigstens.

    es ist ein balance akt. liebevolle zuwendung zu einem 10jährigen monster, der um diese uhrzeit draufkommt, dass er doch noch englischhausübung hat und trotzdem zwischenzeitlich den blick heben und die welt retten…
    aber es macht spaß
    spaßerer jedenfalls als sich auf den hometrainer zu quälen anstatt drauf zu vertrauen, dass der süsseste hintern der welt die paar jahre – zumindestens in den augen der liebe – unbeschadet überstanden hat.
    ;) the best of all possible worlds
    kisses

    • Simone sagt:

      Ohja..that sounds good. Ich mag kluge Frauen.
      Und vor allem jene, die noch dazu zum Balanceakt fähig sind.
      Jonglieren Sie fröhlich weiter und halten Sie die Bälle in der Luft,
      meine Verehrung Madame ;-)

  • Simone sagt:

    Wenn dem so ist, dann habe ich etwas richtig gemacht.
    Danke jedenfalls für ihr feedback!

  • Kirsch sagt:

    Hallo Frau Anton,

    ich schreibe jetzt einmal ganz kurz, was mir durch den Kopf ging, als ich Ihren Kommentar las: für mich ist es einfach typisches Lifstlye-Tussi-Geschwätz mit allen Klischees, die da so vorkommen. Natürlich ist der Beruf wichtiger als Beziehungen. Geld und Karriere werden gegen Kinder ausgespielt. Sie stellen Frauen, die sich einen Lebenspartner wünschen und eine Familie gründen wollen, als dumm und berechnend hin. Sehr traurig! Ich kenne einige Frauen, die um die dreißig sind und sich eine Familie wünschen. Dabei sind sie nicht auf der Suche nach einem Ernährer, sondern nach einem gleichberechtigten Partner, der bereit ist gemeinsam mit ihnen Verantwortung zu übernehmen.

    • Simone sagt:

      Hallo K.,
      ich schreibe somit ebenso kurz was mir spontan durch den Kopf geht..ich hoff Sie verzeihen.

      Es war ja zu erwarten – und ist doch immer wieder erstaunlich : Wenn man auf einen ganz bestimmten Menschenschlag einen kritischen Blick wirft, melden sich gleich zig andere, die sich gar nicht angesprochen fühlen müssten bzw. verteidigen eine Sache, die hier gar nicht angesprochen wird.
      Nur subjektive Wahrnehmung – oder gar persönliche Verletztheit?

      Ich habe die größte (!) Achtung vor Frauen, die sich der Herausforderung stellen möchten,eine Familie zu Gründen und sich hierfür wirklich auch bewusst, in Absprache mit dem Partner, Zeit nehmen! (Ich halte auch sehr viele „moderne“ Frauen heute dahingehend sogar oft für völlig egoistisch bis beziehungsunfähig – unzählige sind gar nicht mehr fähig diese Verantwortung zu tragen und definieren sich nur über Statussymbole, Job, Geld und Aussehen.)

      Ich sprach AUSSCHLIESSLICH von einem ganz bestimmten, berechnenden, unglaublich trägen Schlag von Frauen. Jene die eigentlich großartige Potientiale in sich tragen, diese aus Feigheit nicht nutzen, sich nicht mutig zuerst der Weiterentwicklung ihrer gesamten Persönlichkeit widmen, frustriert und sinnentleert ohne Visionen durchs Leben laufen und schlussendlich ohne nachzudenken dann beschliessen, die Verantwortung einfach an einen Ernährer abzugeben(und weils dazu gehört halt vielleicht noch ein Kind in die Welt zu setzen).

      Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist sich zuerst selbst zu verwirklichen. Sich selbst zu erfahren, dabei innerlich wachsen und reifen zu können – bevor man eine Liebesbeziehung eingeht, geschweige denn eine Ehe und Elternschaft beschließt. Nur so werden beide Seiten auch wirklich erfüllt, auf Augenhöhe, in Respekt miteinander leben können.

      Von einer Entscheidung für dieses Leben aus falschen Gründen halte ich daher gar nichts – und was das dann schädigenderweise für die Kinder aus solchen Beziehungen bedeuten kann, wissen wir ja glaube ich auch. Und nur darum geht es mir hier.

      • Kirsch sagt:

        Sorry Frau Anton, aber der Artikel und besonders das Foto ist einfach beleidigend. Wer sich dabei angesprochen fühlen soll, weiß ich nicht. Ich fühle mich jedenfalls nicht angesprochen, ich ärgere mich nur über so viel altbackenen Sexismus und das auch noch im Namen einer Frau.

    • pueree sagt:

      sehr geehrtes kirschchen,
      ich denke sie haben den sinn und die ironie des artikels nicht ganz erfasst.
      aber vielleicht kommt es noch beim zweiten mal durchlesen.

      ich bin mir ganz sicher, dass es sehr wohl eine solche art von frauen gibt, die hier beschrieben wird. ich persönlich vermeide diesen geldgierigen und oberflächlichen zugang der partnerschaft, darum begegnen mir diese exemplare eher selten. sollte ich mich aber einmal aus pflichtgefühl auf eine der wiener high society parties – mit immer den gleichen faden seitenblickegesichter – verirren, dann nehme ich sehr wohl wahr, was hier für auswechselbare damen immer wieder die runde machen.

      mit freundlichen grüßen und respekt vor der damenwelt
      euer pueree

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