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Gnädigste & die 7 Todsünden 04. Superbia oder: Stilleben mit Narziss

Von | 13.12.2009, 21:40 | 16 Kommentare

Eintreten kann man ihn sich schnell. Wie aber wird man einen Narziss wieder los? Eine Gebrauchsanleitung.

 

Narcissus by jam

Schon Goethe meinte, jeder müsse „bei sich selber anfangen und zunächst sein eigenes Glück machen, woraus denn zuletzt das Glück des Ganzen unfehlbar entstehen wird“. Mir scheint jedoch, da haben einige etwas gehörig missverstanden – in unserer Kultur liegen heute jedenfalls Egoismus, unkritische Selbsteinschätzung, Neid und Überheblichkeit voll im Trend, der Narzissmus treibt seine Blüten. Es wird sogar vermehrt die Auffassung vertreten, dass Narzissmus an sich ein wichtiger Teil der seelischen Entwicklung ist.

Wer denkt, das wäre nur ein Phänomen der Nullerjahre in Zeiten von Web 2.0  und „Generation Me“ , der irrt gewaltig. Narzisse lauern jeden Alters und überall. Sie reden ausschließlich von sich, ihren Ideen und Erfolgen. Zuhören oder Teilhaben an den Problemen oder Gefühlen anderer ist ihnen ein Ding der Unmöglichkeit; was zwischenmenschliche Beziehungen anlangt sind sie Blutsauger.  Interessanter Weise beobachtet man diese Wesenszüge eher bei Männern als Frauen.

Klingelts da vielleicht bei einigen Damen? Haben wir vielleicht sogar eben selbst einer selbstverliebten Kröte daheim erschöpft und mit dunklen Augenringen das Lieblingsmahl vom Feinsten serviert?  Wenn ja –  wie konnte das passieren?  Nachdem Gnädigste vor einigen Jahren dazu auch so einiges selbst erleben wie beobachten durfte, hier eine kleine Anleitung zum Unglücklichsein aus der Praxis. Möge dies der Prävention dienen – oder die Augen öffnen und ob der frischen Erkenntnis rasch aus dem Dilemma führen.

1. Wie trete ich mir erfolgreich einen Narziss ein? Am besten hat man grundsätzlich gleich selbst ein mittelschweres Selbstbewusstseinsmanko. Anschließend orientiere man sich an Geschöpfen mittleren bis älteren Baujahres. Die Chance, dass die narzisstische Persönlichkeitsstörung weit fortgeschritten bis chronisch ist, liegt hier bei knapp 100%. Je nach persönlichem Belieben stehen für die Suche einige einschlägige Zirkel zur Wahl. Künstlerkreise, die Elite der Wirtschaft, hippe Figuren aus dem Bereich Medien & Journalismus, Event – & Partygurus, Werber & Designfritzen … Studien zufolge sollte man sich an Kreaturen in exponierten Positionen halten. Am besten man läuft mit denen mit, die sich gern im Rampenlicht anderer sonnen, damit es wenigstens ab und an irgendwo hell werde in ihrem Leben. Oder mit dem Rest der unzähligen Schafe, die sowieso nur dort blökend hinlaufen, wo die Herde grad steht. Dort wird man ihn finden. Genau im Mittelpunkt des Geschehens.

Anschließend lasse man sich beschallen und unterhalten. Das Schöne in der Phase ist nämlich: Narzisstisch veranlagte Menschen können anfangs charmant und unterhaltsam sein. Leichte Tendenzen zur Selbstgefälligkeit und Großspurigkeit sind aber durchaus bereits zu bemerken. Ein bisschen Wortwitz oder als Ironie verkannter Zynismus nehmen die Schwellenangst. Narzisse sind in der Eroberungsphase wortgewaltige, alle Register ziehende Helden. Am besten man lässt sich einfach von ihm (ins Unglück) führen, er weiß was er tut und sein Ego wird vorher ohnehin keine Ruhe geben.

Nach Landung in seiner Lasterhöhle bitte kurz einen versichernden Blick in sein Bücherregal werfen. Er bezeichnet sich in Sachen Liebe als romantischer Egoist und hat sicher auch selbige Beigbeder-Bibel daheim herumstehen. Anschließend sei gute Unterhaltung gewünscht – der Narziss hat schon viel geselliges Miteinander in dieser Form erlebt und ist daher auch hier einfach der Beste. Sollte er heute nicht der Größte gewesen sein, so lag das jedenfalls sicher nicht an ihm. Er wird eher die Chuzpe haben nachzufragen, ob einem das schon öfters passiert ist. Am besten dann bei der Zigarette danach und einem weiteren Gläschen Wein seinen Heldentaten weiter lauschen –  das lenkt ab und schläfert ein.

2. Fürsorgliche Narzisse -Begleitung im Alltag. Derart zu des Wahnsinns knuspriger Beute erhöht, starte man nun gutgläubig geblendet das, was allgemein als Beziehung bezeichnet wird. Wichtig: Narzisse fordern genau das, was sie selbst nicht zu geben vermögen. Selbstlose Hingabe, grenzenloses Verständnis, innere Stärke und Ausgeglichenheit. Ausgeprägte Liebes- und Beziehungsfähigkeit verstehen sich von selbst. Nicht vergessen: Wenn er redet, hat die Umwelt Sendepause. Der Narziss ist großartig in oberflächlicher Konversation. Mit Focus auf Verständnis, Anerkennung und Lob palavert er sensationell detailliert und unermüdlich permanent über sich. Diskurse sind daher Mangelware. Befindlichkeiten anderer werden großzügig ignoriert. Etwaige Angst, zwischenmenschlich zu wenig Akzeptanz zu finden, wird mit übersteigerter Selbstdarstellung ausgeglichen.

Im Allgemeinen gilt es daher als braves Weibchen gut gelaunt und möglichst großäugig zuzuhören, seine Intelligenz zu loben, ihn in allem zu unterstützen, das eigene Licht unter den Scheffel zu stellen. Merke: Er ist ein Genie, wenn auch eventuell verkannt. Sollte er doch einmal widriger Kritik ausgesetzt sein, bitte seine möglicher Weise aufbrausenden Gefühle von Wut per Demütigung geduldig ertragen und ihm gegen die Verschwörung da draußen unbedingt unreflektiert zur Seite stehen. Am einfachsten ist das Ganze zu ertragen, indem man sich ein bisschen von seinem Sinn für Genuss und das Schöne einlullen lässt und sein leidenschaftliches und ehrgeiziges Auftreten blind bewundert.

3. Chronischer Verlauf des fröhlichen Miteinanders. Wer glaubt, dass sie dem Guten somit das Paradies auf Erden beschert, möge sich nicht irren. Ja, er saugt aus und lässt leiden. Aber keine Sorge – er selbst leidet am meisten. Und somit nimmt das Unvermeidliche seinen Lauf: Das Gefühl, nicht beachtet zu werden, macht nämlich auf Dauer auch den gutmütigsten Partner aggressiv. Sollte man sich dann aber die Frechheit erlauben, emotional ausgebrannt lauthals aufzubegehren, ist der eingefleischte Narziss ob des „Verrats“ fassungslos. Wahrscheinlich schickt er Sie gleich zum Therapeuten, weil er sich Ihre „krankhafte Persönlichkeitsveränderung“ nicht erklären kann. Hartnäckig pathologische Fälle zeigen sich nicht selten bitter enttäuscht und selbstverständlich rachsüchtig.

Und bitte sich nicht mit Diskussionen über die Wichtigkeit eines ausgewogenen Verhältnisses von Geben und Nehmen aufzuhalten – er versteht das Prinzip nicht.

Erkenntnis: Hinter seiner großkotzigen Fassade steckt die Niedergeschlagenheit und ängstlich-depressive Krise in Person, seine Neigung zu gesundheitsschädlichen Genussmitteln macht die Sache auch nicht besser. Haben Sie ihn endlich im Stich gelassen, wird er als letzte Waffe noch seine phsychosomatischen Krankheitsbilder aus der Schublade kramen und versuchen, Sie mit seinem angeschlagenen Zustand beim goldenen Samariter-Herzen zu packen. Funktioniert meist ausgezeichnet.

4. Die fachgerechte Entsorgung. Wer jetzt endlich in aller Erschöpfung begriffen hat, sich diesem haltlosen Energiesauger endgültig entziehen zu müssen: Das ist keine leichte Übung. Wer Begleitung braucht, geht am besten tatsächlich zum Therapeuten (den man dann wahrscheinlich ohnehin dringend notwendig hat). Dort erfährt man zwar bloß, dass man völlig normal ist – jedoch vielleicht wieder etwas verstärkt am Selbstwertgefühl arbeiten sollte. Weiters, dass eine narzisstische Persönlichkeitsstörung in derart ausgeprägter Form nicht heilbar ist. Schminken Sie sich also Helfersyndrom und weltverbesserische Zugänge komplett ab. Und kein Mitleid: Der Narziss ist ein Stehaufmännchen. Etwaige Sorgen, er könne als Verlassener nicht weiter existieren, sind unbegründet. Er schmiegt sich schnell wieder an neue Menschen und findet rasch durch frischen Beifall zur alten Stabilität. Zum Glück stehen dafür heutzutage auch geschützte Werkstätten wie Facebook zur Verfügung. Dort lässt sich herrlich etwaiges Aufmerksamkeitsdefizit ausgleichen, dem narzisstischen Frönen sind keine Grenzen gesetzt, das Finden des nächsten Opfers ist nur eine Frage der Zeit.

16 Kommentare »

  • pueree sagt:

    liebe gnädigste,
    nachdem ich jahrelang zielsicher unbewußt auf narzißtisch gestörte damen abgefahren bin ( was sich übrigens in wunderbaren psychischen syndromen wie bulemie, borderlein syndron, suchtverhalten,… äußert), bin ich vor längerger zeit richtigerweise auch darauf hingewiesen worden, dass auch ich tendenziell narzißtisch wäre. daraufhin war ich erst mal narzißtisch gekränkt, habe aber durch die bewußtmachung und eingeständnis schon den ersten schritt zur besserung gemacht.
    und man muss erwähnen, dass in österreich die tendenz zu narzißmus häufiger auftritt als man glauben möchte.
    weiter so.

    pueree

  • TBD (to bee defined) sagt:

    Gleich vorab sei gerade heraus beschrieben – Narzissmus steckt in jeden von uns- egal ob Männlein oder Weiblein- jeder ist – methaphorisch gesehen – in love mit sich selbst. Also wer ohne diesen Fehler ist werfe die erste Blüte.

    Wen wunderts also, wenn so manche, die diese Zeilen hier lesen, sich so fühlen als hätten sie sich ins eigene gespiegelte Antlitz geschaut. Nur Keine Wellen werte Damen und Herren – wenns leicht drückt das Ego. Das muss das Boot der Selbstreflektion schon abkönnen.

    Klar ist aber auch, wenn die durch zu viel Ego Amore verschobene Wahrnehmung ein Lebensmuster wird, dann wirds heikel in Sachen zwischenmenschlicher Ausgeglichenheit. Und da das aus eben diesen Bemusterungen recht oft passiert finde ich diese Beschreibung recht passend.

    Zur Ehrenrettung sei gesagt – Wir haben die Dosierung des selbst gelebten Narzissmuses selbst in der Hand. Und je nach dem, wie klar und ehrlich man sich selbst betrachtet, ist man entweder Spiegeltrinker oder Genussmensch.
    Es liegt an jedem selbst die Eigenwahrnehmung und die Egozentrik des ICHS zu hinterfragen, nicht alles im Universum auf das eigene Zentralgestirn zu deuten. Denn traut man sich aus der Ich-Perspektive hinaus eröffnet sich eine Welt der Möglichkeiten. Das Beste dran ist ja, dass man SICH SELBST dann nicht verliert sondern besser spürt und fühlt. Ist man jedoch das wehrlose Opfer der eigenen egomanischen Wahrnehmung, dann tut die Wahrheit eben weh.

  • karotterl sagt:

    *g* boshaft boshaft und wie wahr…
    einen kleinen narzissen brauchts wohl in jeder beziehung, fein ists, wenn er wechselt, mal hier mal da, kann erfrischend sein. also innerhalt der beziehung mein ich.
    weil, die gemüseweisheit sagt: sonne will ich, wenn sonne scheint…
    grüße

  • rasenmaeher sagt:

    Schön blöd, dass wir uns mal einig sind.
    Ich freu‘ mich für Sie.
    Zumal ich weiss, dass es das Christkind wirklich gibt.

  • John Ryder sagt:

    Vielen Dank Frau Schwarzer,

    eigentlich wollte ich nur einen altklugen, besserwisserischen und natürlich „anonymen“ Kommentar abgeben, aber angesichts dieser niederschmetternden Tatsachen fühle ich mich jetzt doch etwas unangenehm berührt. Aber es stimmt schon, die Selbstverliebtheit ist direkt proportional zur Anzahl der Pinnwand-Postings auf Facebook! Ich übe mich in Einsicht und Reue und verstecke mein verschämtes Antlitz hinter einem Strauß prächtiger Narzissen ;)

  • rasenmaeher sagt:

    Wer bin ich – und wenn ja wie viele?
    no answer required :-))))

    • Simone sagt:

      Ach Sie ahnungsloser gläserner Mensch…haben Sie´s mit sich lustig, ja? :-)

      • sakristan biringer sagt:

        … also ich find das genannte buch großartig …!

        • Simone sagt:

          ich auch – aber man kann da auch was missverstehen,ne? es ist ein BUCH.
          (ich fand ´american psycho´ auch großartig).

      • sakristan biringer sagt:

        verletzte gnädigste,

        hm … wer hat da jetzt verloren? der narziss oder die entsorgerin? ihm gehts ja, wie es scheint, weiter gut, weil er schmiegt ja bald wieder. Sie aber …. wie geht’s denn jetzt ihr?

        schlecht. sehr schlecht. weil … schluchz … er war ja sooo ein arschloch … und daher soooo begehrenswert (ausserdem hat er gut gef … ach, lassen wir das hier jetzt mal!).

        aber er? längst anderswo zugange, erzählend, wie toll dass er ist. Und standfest wie eh und je – zumindest in seiner verkramten subjektiven wahrnehmung …

        weil ich die gnädigste ja lieber bewundere als bemitleide ersuche ich hier daher um ein eindrucksvolles happy end aus ihrer sicht geschildert. weil dieses geht mir bei obigem text bislang ab …

        verzeihn,
        biringer.

        • Simone sagt:

          Lieber Biringer,

          ich habe absichtlich kein Schlusswort in dieser Form geschrieben.
          Einerseits habe ich da sowieso stark auf Ihre Nörgelei gehofft – das kann man dann in der Kommentarleiste ggf auch noch fein unterbringen.

          (Und im Übrigen haben Sie ja gesagt, dass Sie mir demnächst mittels randvoll gefüllten liturgischen Gefässen Geheimnisse entlocken wollen – also kann ich hier nicht schon alles ausplaudern).

          Andererseits mag ich diese konstruierten weisen Schlusswörter nicht. Vorwörter übrigens auch nicht – wie umschreibt es der Herr Glattauer so schön: Die meisten klingen wie Panikattacken der Bedeutsamkeit.

          Wir haben beide gewonnen mein Lieber, Überraschung. Nachdem er eigentlich nur (verdammt) gut ausgesehen hat und sonst in jeder Hinsicht recht übel performte, fällt mir eigentlich nichts ein, was ich schluchzend vermissen könnt. Vielmehr würd ich u.a. zB die Malerei vermissen, die seitdem mehr und mehr Platz in meinem Leben findet.

          Und er ist die Nervensäge los, die es wagte seine Heiligkeit irritierenderweise immer wieder in Frage zu stellen, ja gar zu verunsichern. Was glauben Sie wie anstrengend das für den Armen war! Die vielen Diskussionen. Und danach auch noch schnell wieder alles verdrängen müssen, damit es nicht vielleicht gar noch geistig einsickert und zu Veränderungen führen könnt – soweit käme es noch!

          Und nachdem ich nicht sonderlich rachsüchtig bin, kann ich damit ganz gut leben.

          Ihnen ebenso verzeihend,
          Ihre
          Gnädigste

  • allerliebste gnädixte,

    na bumm. da bekommt mann es wieder mal so richtig reingesagt, wir elenden schleimscheißer.
    und mich persönlich trifft die spitze mit den älteren baujahren mitten ins herzerl. obwohl, ein 57er chevy ist noch älter als ich, was solls also.
    berührend aber, dass es sich diesmal nicht um schlamm zwischen fremden zehen handelt.
    jaja, die sache mit venus und mars, eine vertrackte angelegenheit. aber schön.

    knapp am schmelzen
    fnf

    • Simone sagt:

      FnF, mein Lieber!

      Schleimscheisser sind Sie – wenn überhaupt – nur dann, wenn Sie sagen, dass Sie schmelzen. Draussen hat es heut minus 3 Grad…schon an der frischen Luft gewesen? Sie wissen: Ich habe Sorge, dass Sie nur noch mit rot umrandeten Augerln und fahlem Teint zersaust zuviel vor dem PC hängen. Versprechen Sie mir, auf sich zu achten! :-)

      Ach, Chevy, BJ 67-57, völlig egal. Wichtig ist, dass Sie scheinbar die Fähigkeit zur Empathie besitzen – und sich somit nicht angesprochen fühlen sollten. Ein Narziss ist dazu nicht fähig.

      Der Hinweis, dass lt Studien (derzeit noch) mehr Männer als Frauen betroffen sind, muss nur der Ehrlichkeit halber auch näher erklärt werden. (Mir liegts nicht, nur auf Mann hin zu hacken). Stimmt so nicht ganz.

      Der weibliche Narzissmuss ist weit verbreitet und nur als solcher oft nicht gleich erkannt – er äußert sich nämlich genau entgegengesetzt: Grundsätzlich stellen sich diese Damen in der Selbstwahrnehmung als eher minderwertig dar. Sie verführen „unschuldig“, manipulieren, haben gelernt sich schnell auf die Erwartungen und Wünsche des Gegenübers einzustellen und „..demonstrieren eine freundliche, offene Zugewandtheit..“. Sie passen sich übertrieben an und hoffen dadurch Anerkennung zu erhalten. Oft geben sie in Beziehungen ihre eigene Identität,symbiotisch anpassend,fast völlig auf, klammern und sind leicht depressiv – sind aber zur wirklichen Anpassung in Wahrheit unfähig und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht.

      Na, klingelt es da nun auch bei den Herren? Haben wir vielleicht gar so eine kleine Terroristin zu Hause?

      Sie sehen mein lieber FnF, alles hat zwei Seiten. :-)

      Innigste Grüße,
      Gnädigste

      • innigste gnädixte,

        keine sorge, gestern noch war ich meine 98 pferdchen äußerln, es ist aber doch schon ein wenig frisch, und heute per pedes und wl, mittags aufgebrochen und soeben heimgekehrt, kann so viel frischluft überhaupt gesund sein?
        und nein, schleimscheißen ist das bei gottfried nicht, ein kussmund wie jener auf gesichtsbuch läßt jeden halbwegs gesunden mann auch am nordpol nicht nur schmelzen, selbst ein loch im den prognosen zufolge vielleicht doch nicht so ewigen eis will ich da gar nicht ausschließen.
        und nein, so eine terroristin hab zumindest ich nicht zu hause, das klingeln ist allerdings, wohl durch baujahrbedingte erfahrung, nicht zu überhören.

        sich mit eiswürferl kühlend
        fnf

  • jerry_graciella sagt:

    ebenso gut beobachtet wie süffig beschrieben, frau anton.
    es stellt sich allerdings die frage, ob es nicht möglicherweise genau die – sich vom narzissmus allerdings in wesentlichen punkten unterscheidende – rampengeilheit war, die es den (von ihnen offenbar bevorzugten) „Kreaturen“ überhaupt erst ermöglichte, in „exponierte Positionen“ zu gelangen…und Ihnen, verehrte Gnädigste, das schöne köpferl oder was auch immer verdrehte ?

    es empfähle sich vielleicht, die nächste gespielen-safari unter den teilnehmern einer pauschalreise oder mitgliedern der fischer-chöre zu starten. :-)
    ob sie mit der, von dort mitgebrachten jagdtrophäe dann tatsächlich glücklicher wurden, freut sich (bestimmt bald schon) erfahren zu dürfen,

    ihr rasenmäher

    • Simone sagt:

      Auf Sie hab ich schon gewartet, mein lieber Gscheidweidl.

      Rampengeilheit, jawohl, auch. Aber eben leider nicht nur…aber forget it. Wenn man jung und unsicher ist, orientiert man sich gern an dynamischen Menschen, aus Angst davor selbst endlich mal etwas anzupacken. Und mit jedem Jahr kommt man jedoch mehr drauf, dass man sich nicht feige vor der Selbstverwirklichung drücken kann. Und irgendwann ist man dann soweit und macht den Sprung. Okay..oder sagen wir: Fängt wenigstens an, große Schritte nach vorne zu machen. Und das ist befreiend und schön. Und deswegen bevorzuge ich diese Kreaturen nicht mehr, sorry but no.

      Und es ist mir wirklich herzlich egal ob´s ein pauschalreisendes Fischerchor-Mitglied oder Obmann des Sensenvereins ist (ich hasse nämlich die Jagd) solange er nicht nur sich sondern uns (=auch mich) glücklich machen will. Und kann. Und vor allem auch letztlich wirklich tut –
      und am besten bitte Abseits von Getöse und Rampenlicht.

      Ich werde einen Brief an das Christkind schreiben und intervenieren. Sollte ein Wunder passieren, erfahren Sie es als Erster.

      Herzlichst,
      Ihre Gnädigste

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