Jetztzeit

Reality-Check: die Gegenwart in Wort und Bild

Netzzeit

Geschichten aus dem Leben mit dem Netz

Sexklinik

Alle Zeit bereit: Quality Time zum Thema Nummer Eins

Auszeit

Kultur & Freiheit: Doping zur Bewältigung des Alltags

Denkzeit

Die Welt ist kompliziert. Reden wir darüber

Sie sind hier: Home » Wort zum Sonntag » Sex mit dem Heiligen Geist
Share

Sex mit dem Heiligen Geist

Von | 04.12.2010, 23:22 | 17 Kommentare

Replay: Am Achten des Zwölften erinnert man die Immaculata Conceptio der Maria. Da kann es vorkommen, dass die Zeugung Jesu mit jener seiner Mutter verwechselt wird. Aber gern!

 

Madonna by Erich Reismann

Mariä Empfängnis also. Soll heißen, Katholiken können ihr Gemüt am „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ laben, so wird das genannt, seit 160+ Jahren.  Damals zementierte Papst Pius IX dieses Dogma. In der „Bulla Ineffabilis Deus“ (=päpstliche Bulle vom unbegreiflichen Gott) erklärte er die Legende, wonach die Maryam frei von jeglicher Erbsünde sei, zur „von Gott enthüllten“ Tatsache.

Werte Sonntagsgemeinde. Ihr seid hoffentlich mit mir, wenn ich mir gestatte, hier einen formidablen Bock zu schießen und am Ehrentag der Empfängnis Mariä an die Zeugung Jesu zu denken und nicht, wie es im Sinn der Erfinder wäre, an die Befruchtung von Anna durch ihren Mann Joachim, aus der dann neun Monate später Maria entstand. Der erhebliche administrative Aufwand – Debatten, Formulierungen, Schriftführung etc – erschien den Klerikern halt notwendig, weil es seltsam rüberkommt, wenn Gottes Sohn aus einem Leib entspringt, der, wie der Rest der christlichen Welt, von Geburt an mit der Erbsünde behaftet war. Dass nun dennoch die Empfängnis Mariä gern mit jener von Jesus sozusagen übermannt wird, ist wohl eines der Dinge, die das Leben schreibt. Man könnte zwar anmerken, na hallo, Empfängnis am Achten und Geburt keine drei Wochen später – das war ja eine schnelle Schwangerschaft. Aber warum sollte das nicht möglich sein, wenn eine Schwängerung durch den Heiligen Geist sehr wohl als Möglichkeit in Betracht gezogen wird?

Dass ich es mir also passieren lasse, hat sicherlich mit Sex zu tun (der mir ja nur theoretisch widerfahren darf). Also eigentlich mit keinem Sex, aus dem dann trotzdem was entstand. Das ist nun mal eine Ansage, die heute jedem Kirchensteuerzahler mit IQ über 50 recht unangenehm zwischen den Ohren sitzen muss. Weil es verdrießlich ist. Und daher bleibe ich bei diesem – wesentlich besseren – Thema, Immaculata hin, Erbsünde her.

Es ist verdrießlich, in eine Welt geboren zu werden, die dich ab Tag Eins deines Lebens mit einer „Erbsünde“ bedient, weil deine Erzeuger ein hoffentlich hinreißendes Erlebnis hatten, das zu deiner Existenz geführt hat. Es ist verdrießlich, dass der Kult um die Jungfrau Maria zum Aufstieg einer lustfeindlichen Haltung des Christentums führte, die der Sexualität bis heute einen „schmutzigen“, weil befleckten Beigeschmack beschert, den keiner braucht. Und gerade für Eheleute muss es wohl verdrießlich sein, das nette horizontale Treiben mental als schnöde Pflicht zu verbuchen, zu leisten deshalb, weil der Heilige Geist nicht immer und überall begatten kann.

Aber auch für die katholischen Pfaffen, die Zunft der freiwillig der Fleischeslust Entsagenden, ist es bei Leibe nicht leicht, mit Leben und Streben und in aller Keuschheit ausgerechnet einem Frauenzimmer zu huldigen, für das laut sämtlicher Schriftgelehrter nie etwas anderes gesprochen hat als der Umstand, die Besitzerin jener Gebärmutter zu sein, in welcher der richtige Samen zur Befruchtung antrat. Und all das, weil im Rahmen des Re-brandings des Römischen Reiches zu einem Christlichen Imperium (391 AD und später) den fundamentalen Kirchenmachern die Angst vor der Natur des Weibes so sehr im Nacken saß, dass sie beschlossen, jene eine Frau zur Kultfigur zu erhöhen, von der nun wirklich nie eine schriftliche Evidenz existierte, dass ihr mal jemand in jäher Betörung nachgepfiffen hätte. Und was ist das männliche Leben ohne Betörung? Kann ohne Betörung Poesie entstehen? Kann sie nicht. Wird sie nie können.

Interessanter Weise war in den Jahren nach Christi Tod keine Rede von einer jungfräulich in die Schwangerschaft geratenen Mutter Maria. In seinen Römerbriefen (1.1-3) sprach Paulus von einem Jesus, der durch den „Samen Davids“ seine Fleischlichkeit erfuhr. Ich muss hier gleich einflechten, dass die schriftlichen Testamente des Ersten Jahrhunderts generell mit einer Prise Salz zu genießen sind, insbesondere aber jene, die es zwischen Jesu Tod und der Zerstörung des Tempels von Jerusalem (70 AD) auf Papyrus oder Pergament brachten. Es war dies eine Epoche des Umsturzes, das Heilige Land wurde umgeackert wie heute Afghanistan, die Wahrheit konnte neu geschrieben werden, die Geltungssüchtigen griffen zu neuen Identitäten, ein Paulus, der vorher als Pharisäer die Christen verfolgte, kam nun als erster Prophet des Nazareners daher (dem er nie begegnet war). Und dieser Paulus brachte also zunächst den Samen Davids ins Gespräch, zumal David einer war, den auch Marias Gefährte Josef in seinem Stammbaum hatte, damals fürwahr keine Seltenheit, bekanntlich war David einer der großen Weiberer vor dem Herrn.

Aber schon wenig später etablierte sich der „Heilige Geist“ in den Neuen Testamenten von Matthäus und Lukas (seines Zeichens ein Spezi von Paulus) als „Samenspender“. Dennoch wird bis heute gestritten, ob sich Matthäus bei seinem krampfhaften Versuch, im Alten Testament einen Propheten der jungfräulichen Geburt zu finden (Isaias), einen Übersetzungsfehler leistete. Das hebräische Wort „Almah“, auf das er stieß, hieße laut Theologen ja nur „junge Frau“.

Aus der zeitlichen Distanz von knapp 2000 Jahren ist auch anzumerken, dass das Prinzip der jungfräulichen Geburt von den frühen Katholen nur zur Mythosbildung bemüht wurde, immer ein „must do“ zur Verwurzelung junger Religionen. Damit ihre Religion gegenüber „heidnischen“ Bekenntnissen (die noch dazu wesentlich fantasievoller und poetischer sind) eine Chance hatte zu überleben und zu gedeihen.

Außerdem waren gebärende Jungfrauen zeitgeistig. Der römische Historiker Livius verfasste im Ersten Jahrhundert vor Christus seine Geschichte Roms (Ab Urbe Condita), dort gab in Absenz Heiliger Geister der Kriegsgott Mars den Vater der Zwillinge Romulus und Remus ab, die vestalische Jungfrau Silvia deren Mutter. Poesie pur, nicht wahr? Bekanntlich wurde auch Buddha von einer Jungfrau namens Maya geboren und die griechische Gottheit Adonis einer Jungfrau namens Myrrha. Letzteres soll sich zufällig in Bethlehem abgespielt haben. Na?

Bin das nur ich oder lässt sich daraus schließen, dass die Begründer des Marienkults im Fünften Jahrhundert (Augustinus & Co) vermutlich frei von Fantasie, dafür aber kompetente Ideendiebe waren?

Es mag also mal einen Grund gegeben haben, sich einer schwangeren Jungfrau zu bedienen, um die Frucht ihres Leibes zu veredeln. Aber heute? Heute klammern sich Kirchendiener nur noch in der Hoffnung an die Heilige Jungfrau, dass so ein Glaube vielleicht doch einmal Berge versetzen könnte. Und so kommt es, dass simple Mönche bis heute zu ihrer Muse nur gelangen wie die Jungfrau zum Kind. Ave Maria, liebe Leute.

17 Kommentare »

  • Nasreddin sagt:

    Jungfrau hin – Jungfrau her. Wen juckts? Ich bin gläubiger Christ, besser gesagt Jesus-Verehrer. Das bin ich aber wegen der Bergpredigt und anderen Aussagen von Jesus. In der damaligen Zeit geradezu unglaublich. Was soll da die unbefleckte Empfängnis? Und wenn die Maria eine stadtbekannte Nutte gewesen wäre mit 10 Kindern von 10 verschiedenen Männern, dann wäre doch die Bergpredigt um kein Jota anders. Ich brauche solchen Firlefanz nicht für meinen Glauben, auch keine Wunder und andere Dinge. Mir genügt das Wort. …und das Wort war bei Gott. Wobei logos=Wort, Gedanke etc. umfassender aufzufassen ist.

  • Birgitta sagt:

    Das Ganze ist doch eh totaler Unsinn. Aber leider hast du die Doktrinen nicht richtig mitbekommen – es geht nicht um die ‚jungfraeuliche Empfaengnis‘, sondern darum, dass die angeblich so ausgewaehlte Mutter eines kleinen Bubens namens Jesus (auf unbegreifliche Weise empfangen – aber das ist eine andere Sache) ihrerselbst von vornherein keine Erbschuld (natuerlich auch ein totaler Bloedsinn) gehabt hat, sonst haette sie natuerlich nicht denselben Jesus ohne Begattung empfangen koennen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir als 16-jaehrige unseren leider sehr jungen und ebenso unberaften wie beduerftigen, aber auch sehr lieben Religionslehrer damit it die theologische Enge getrieben haben. Na ja, das war halt im Jahr ’70. Dass sowas heute noch irgendwen juckt, angesichts der wesentlich wichtigeren Dinge, die die Welt bewegen, erstaunt mich sehr.

  • Dyrnberg sagt:

    mir stellt sich ein bissi die sinnfrage: wieso genau sich an den geschätzten 8 – 9 personen abarbeiten, die auf dieser welt an die wörtlich verstandene jungfräuliche geburt denken??! sind diese menschen nicht ein etwas „leichtes opfer“? da kann man sich ja auch mit einer lebenshilfe-tagesheimstätte intellektuell messen. ;)

    Persönlich hab ich noch keinen einzigen katholischen Theologen getroffen, der diese Sache wörtlich so versteht wie hier skizziert.

    • Frater Gladius sagt:

      Es spricht nichts dagegen, dass Sie auch hier zwischen den Zeilen lesen, Dyrnberg. Ich persönlich ziehe ja vor, den symbolischen Stellenwert von Begriffen wie „unbefleckte Empfängnis“ und „jungfräuliche Geburt“ als klerikale Tools der Entfleischlichung hervor zu heben – mit der „Erbsünde“ als deren Motivation und uns als Prügel vor die Beine geworfen, um jede Debatte in diese Richtung zu erschweren. Solange der Klerus auf derlei Pfeiler beharrt, so lange wird im Kontext dieser Religion keine Diskussion über humane Sexualität – als Teil der menschlichen Kommunikation, jenseits von Fortpflanzung – möglich sein. Das kann Nichtkatholen egal sein, mich persönlich würde aber der Dialog interessieren.
      Von „wörtlich verstandener jungfräulicher Geburt“ jedoch redet niemand. Ihr FG

  • The Sandworm sagt:

    Tja was soll ich sagen, grundsätzlich ist das ja ohnehin alles Humbug, weil auf einer Ebene mit Märchen, Sagen und Legenden, aber der Aufsatz rangiert klassischerweise unter „Themenverfehlung“ – denn bei Mariä Empfängnis, der sog. unbefleckten, geht es nicht um die Empfängnis von Jesus, sondern um jene von Maria.

    • Frater Gladius sagt:

      Ja, selbstverständlich betont der heutige Tag die unbefleckte Menschwerdung Marias, Sandworm, eine spirituelle Eminenz wie der Heilige Geist würde doch nicht Sex mit einer Sünderin haben, und sei die Sünde auch nur eine vererbte. Dennoch war dieses späte katholische Re-branding nur die Prämisse für den „main event“. Damit der „Menschensohn“ Anspruch auf Göttlichkeit haben konnte, musste der Persilschein eben total sein. Und so kam es zu diesem holprigen Tool der Religionsbastler, der Bulla. Ihr FG
      PS.: Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf: Mit Ihrem wegwerfenden Ansatz von den Alten Schriften (insbesondere AT) als „Humbug, Märchen, Reich der Fabelwesen“ tun Sie jedenfalls eines: Sie ruinieren sich den Einblick in eine Gedankenwelt, in eine „Von-Stämmen-zum-Volk“-Dynamik, wie sie vor 3000+ Jahren manifestiert wurde. Die ist hochinteressant, auch wenn sie das Weiter-erzählte der Ergüsse eines alten Alpha-Hirten zur Basis hat.

  • Jonah sagt:

    neulich las ich eine studie über den begriff „jungfrau maria“; die „bibel“ wurde vom hehräischen ins griechische und dann ins lateinische übersetzt; demnach müsste es „junge frau maria“ heissen…so, wer ist nun der papa von jesus: der heilige geist oder der schreiner-sepp???

    • Frater Gladius sagt:

      Weder Geist noch Zimmermann sondern ein römischer Soldat, würde ich sagen. Ihr FG

      • Jonah sagt:

        „…wenn ich gerade dabei bin: „unbefleckte empfängnis“ das ist gequirrrrlte scheisse…die herren in den talaren „beflecken“ seit jahrhunderten ministranten und chorknaben…oder lassen sich beflecken […]“

  • saxo lady sagt:

    so fleißig der frater und das, nachdem er sich ins exil verflüchtigen wollte ;)

    schön, das nochmal zu lesen, mein allerliebster prediger!
    die kraft, die investiert wird, mythen aufrecht zu erhalten, die herkunftsmäßig das ihre längst geleistet haben, wäre anderswo immer besser investiert. aber der machterhalt, aber der machterhalt..

    das ist halt der leidige unterschied zwischen glaube und der ihm innewohnenden natürlichen macht
    und religion und der gewaltsam zu erhaltenden macht.

    und wieder sehe ich mich bestätigt:
    der eine weg des glaubens ist zutiefst verwurzelt in der gewissheit, dass das gute, das reine, das unberührt unschuldige immer und jederzeit, auch in lack und leder wenn man so will….die oberhand behält.
    der andere weg der religion zutiefst in der gewissheit, dass selbst ein unschuldiges kuscheln mit kind durchdrungen ist von boshaftigkeit und geilheit, die bekämpft werden muss…

    welcher wolf wird wohl siegen?
    der, den du fütterst….?!?

    schöne grüße ins iglu

  • majella reismann sagt:

    maria sollte sich erst nach jesus geburt den wollüstigen freuden hingeben, clever wie sie wahr tat sie es auch, denn dieser akt ist je nach dem wie wir ihn sehen und leben, eine freude oder ewig leidvoll.
    die kirche Macht sich ihre probleme, darin ist sie meister und versteht es machtvoll das göttliche aufs triviale zu reduzieren. heute wissen wir und benötigen keine institutionen, wir schauen auf die taten und hören nicht nur auf deren worte …
    die größte macht ist die liebe, danach sind wir alle „sehnsüchtig“ und die körperliche vereinigung ist geniales göttliches goodie for all;-)))) Ave Maria

    • Frater Gladius sagt:

      Majella, es mag schon so sein, wie mancherorts angemerkt ist, dass Maria und Josef dem Jesus noch ein paar Geschwister gebaren. Ob das auf die „clevere Wollust“ der Maria zurück zu führen war, wage ich nicht zu unterstreichen. Mir ist keine Bibelstelle bekannt, wo sie mal Cleverness demonstrierte. Eingedenk des Dampfes, den Josef hinsichtlich ihrer „jungfräulichen Schwangerschaft“ gelegentlich abließ, kann ich mir aber gut vorstellen, dass er es war, der beim „Unternehmen Wollust“ die Initiative ergriff. Ihr Frater

  • Sakristan Biringer sagt:

    Tja, was soll man da noch meinen. Der dompfaff von sankt stefan baut sich fett mit dem auto ein, gesteht einer bunten illustrierten augenzwinkernd, er wäre, bevor er priester wurde auch kein gschreckter nicht gewesen und schleppt von einem der zahlreichen societyevents, die er täglich besucht, fesche nettln in sein erzbischöfliches penthouse, auf dass sie sein schwarz marmoriertes bad von innen und ihn selbst im bademantel kennenlernen …

    Werter frater, in einer gemeinde der rückständischen beitragsempfänger sind Sie wohl einer der rückständischsten wenn Sie bislang nicht erkannten, dass das zöllibat sowieso längst ein auslaufmodell darstellt.

    Dabei wäre doch grad die unbefleckte empfängnis der jungfrau maria ein tolles lendenschürzchen für den weiterbestand der priesterlichen keuschheit gewesen. Im sinne von: wer braucht schnackseln, geht doch auch ohne …

    Wie stehen eigentlich die sündigen evangelen zur unbefleckten empfängnis? Ersuche umsachkundige schliessung dieser meiner bildungslücke.

    Danke,
    Ihr biringer.

    • Frater Gladius sagt:

      @„Wie stehen eigentlich die sündigen evangelen zur unbefleckten empfängnis?“
      Wissen Sie, Herr Biringer, bei dieser Frage spielt die Sündhaftigkeit (oder nicht) der Evangelen keine Rolle. Bei einer Frage von derart synapsenstrapazierendem Kaliber hilft nur der Glaube. Wie ohnehin am Ende meiner obigen Rede angemerkt, kann derselbe Berge versetzen. Das sollte man nicht ohne weiteres von der Hand weisen. In zölibatsbewussten Gehirnen schlummern ungeahnte Kräfte. Immerhin ist schon der simple mönchische Gedanke an ein unbeflecktes Weib im Stande, wenn schon nicht Berge zu versetzen, so doch eine harmlose Klostertuchent in ein veritables Abbild des Matterhorns zu verwandeln. Ihr FG

  • […] This post was mentioned on Twitter by Eberhard Lauth, Tipps für Singles, Singleleben, eisenbahn, Single und Stolz and others. Single und Stolz said: Zeit im Blog. Live aus dem 21. Jahrhundert » Wort zum Sonntag. Sex … http://bit.ly/6vpuQ2 […]

  • Kirsch sagt:

    Lieber Frater,
    danke für die schöne Predigt. Als Frau muss ich Ihnen sagen unter der Headline „Sex mit dem Heiligen Geist“ hätte ich mir zumindest erwartet von safe sex zu lesen, was ja nicht sein kann, wenn das ganze eine Schwangerschaft zur Folge hat. Für Frauen hat der Jungfrauen-Kult leider schreckliche Folgen hat, man denke nur an den Jungfrauen-Kult im Islam (dort wird nämlich die „Jungfrau Maria“ auch verehrt, wie Jesus kommt auch sie im Koran vor), wo Frauen deshalb terrorisiert werden, Mädchen dürfen nicht einmal Sport treiben, aus Angst da könnte dieses Häutchen reißen, wenn Sie mich fragen einfach pervers und ein Verbrechen gegen die Würde der Frauen. Nicht zu vergessen die unsägliche Genitalverstümmelung, wie sie in vielen Teilen Afrikas immer noch betrieben wird, auch das wird damit begründet, dass man die Frau vor unehelichem Sex „schützen“, will und ihre Jungfräulichkeit bis zur Ehe „bewahren will“. Gut, dass sie erwähnt haben, auch Buddha wäre von einer Jungfrau geboren worden, habe ich vorher nie gehört. Auch der Buddhismus ist nicht frei von solchem patriarchalen Schwachsinn.
    Schönen Abend und nochmals besten Danke wünscht
    Frau Kirsch

  • karotterl sagt:

    frater lieber frater.
    da gibts ne menge dinge, die einen modernen menschen den kopf schütteln lassen.
    börsennachrichten
    awd-beratern
    bankenstützungen
    migrationsgesetzgebungen
    presse-und meinungsfreiheit
    etc…
    was regt uns da über so kinkerlitzchen auf.
    schließlich hat der petrus nachfolger genau den auftrag: hüt die schafe. brüder und schwestern des herrn :D haben da eh keine probleme damit.
    herzlichst

ZiB21 sind: unsere Blogger