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Sexklinik News. Per Sexting in die Schlagzeilen

Von | 03.12.2009, 14:07 | 4 Kommentare

Vom Teenager bis Tiger Woods: Alle haben Textsex. Die Nachrichten zur Sache.

Teenage Texter. Foto: auntie

Teenage Texter. Foto: auntie

Teenage Textsex. Verwenden Teenager ihr Handy zum Verbreiten sexueller Botschaften? Dieser Frage gingen Wissenschaftler der Uni Plymouth (UK) nach. Die wesentlichen Ergebnisse der nun publizierten Studie: Jeder vierte Teenager „sextet“ (= praktiziert Textsex) regelmäßig. Jeder dritte Teenager sendet „sexuell explizite“ Schnappschüsse und Videos von sich, die Hälfte davon im Bewusstsein, dass diese Inhalte vom Empfänger weitergereicht werden. 40% der Teenager hält derlei Sexting für harmlos. Meint Dr Andy Pippen von der Uni Plymouth: „Die Studie illustriert ein Jungvolk, das sich über den Begriff Intimität keine Gedanken macht und die möglichen Konsequenzen ihrer Aktionen nicht versteht.“

Die Studie bestätigt die Ergebnisse einer vergangenes Jahr von der (heute inexistenten) US-Zeitschrift Cosmogirl angestrengten Umfrage bei 1280 Teenagern beider Geschlechter. Und sie relativiert die Findungen der Soziologin C.J. Pascoe (Colorado College), welche in ihrem „Digital Youth Report“ behauptete, dass die Angaben haltlos übertrieben seien: „Ich ließ die Teens jeweils durch ihre letzten zehn Texte und die letzten zehn Fotos gehen. Ein Fall von Sexting trat nie zu Tage.“ Ihre Conclusio: „Was die Erwachsenen in Sachen Neue Medien so nervös macht, ist, dass sie damit erstmals ein Fenster in die Welt der Teenager haben.“ Und das Wort „nervös“ ist in diesem Zusammenhang wohl keine Übertreibung: Vergangenen Jänner wurden in Pennsylvania sechs Minderjährige verhaftet, die Nacktfotos von sich gesextet hatten. Die Anklage: Verbreitung pädophiler Inhalte.

Tiger by Keith Allison

Tiger by Keith Allison

Tiger Textsex. Die letzte Nachricht wirkte etwas gehetzt: „Meine Frau hat mein Handy gefilzt und wird dich vielleicht anrufen.“ Wie heute alle Welt weiß, heißt der Absender der Nachricht Tiger Woods (hier der ORIGINALTON), und wir wissen das, weil Girls wie die Empfängerin- die 24jährige Serviererin Jaimee Grubbs – auch nicht auf der Nudelsuppe daher geschwommen sind. Grubbs hat ihrerseits sofort diverse Zeitungen benachrichtigt, dass „300 Originaltexte“ im Speicher ihres Handys gelagert sind. Textprobe: „Schick mir was Schmutziges.“ Bekanntlich haben Sextexte sportlicher Supersaubermänner einen gewaltigen Marktwert. Der Verkauf eines einzigen Sextextes von und mit David Beckham brachte der Spanierin Rebecca Loos vor wenigen Jahren 750 000 Euro (Story: HIER), was mögen wohl 300 Tigertexte wert sein, zumal diese Texte, wie die resche Serviererin flötete, im Umfeld von gut zwanzig realen Sexakten passierten. Ein Kollaps des Marktwerts von Mister Woods ist dennoch nicht zu befürchten. Sein öffentliches „Sorry“ geht bereits um die Welt, das Foto mit den Tiger´schen Tränen wird nicht lange warten, dann fehlt nur noch der Shot am Arm der Gattin Elin Nordegren, die dann „I stand by my man“ sagt. So hat es Co-Familienmann Beckham gemacht, und verdient heute mehr denn je.

Foto: Debrett´s

Foto: Debrett´s

Textsex Knigge. Neue Technologie macht auch vor altehrwürdigen Instituten nicht halt. Selbst Debrett´s, Englands 240 Jahre alte erste Adresse für soziale Etikette, unterhält heute Abteilungen für „Netikette“ (gute online-Manieren) sowie einen Knigge zu einem Umgang mit neuer Technologie, der vor Tränen schützt („Tech without tears“). Auch zum Thema SMS sind dort mannigfache manierliche Hinweise notiert, insbesondere, was man nun alles NICHT per Text Message erledigen soll. Von „nicht mit Fremden reden“ bis „Liebhabern nicht per Text den Laufpass geben“. Warum zweiteres? Weil es „herzlos“ ist. Eine kleine Tücke ist jedoch auch bei Debrett´s Online eingebaut: Die Website wird von einer Wodka-Firma beworben. Und oft beginnt Sexting erst dann, wenn der Mensch mit dem Handy besoffen ist.

Dices by Reismann

Dices by Reismann

PS: Sexklinik Anfrage. Folgende Bitte um Aufklärung erreichte gestern die Klinik: „Welche Substanzen gibt es die man beim Sex – beim Lecken – auf die Scheide auftragen kann, um einen zusätzlichen Kick zu bekommen? ligrü aus wien, ;-o “

Nachdem die logische Erwiderung – Kokain – weder auf die Gegenliebe der Fragestellerin stieß noch mir einfiel, hier noch eine Anmerkung: Es ist zwar so, dass die Online-Shops voll mit Cremes sind, die „Durex Play O“ oder „Tracey Cox Supersex“ heißen und – aufgetragen auf Klitoris und Labia – „orgasmische Erregungen“ aller Art versprechen, nur kann ich das mangels Erfahrung bei bestem Willen nicht empfehlen, habe keine Vagina. Aber nachdem Sie anlässlich des Cunnilingus offenbar einen gewissen Kick vermissen: Haben Sie schon mal an die – eventuell forschungsfreudigere – Zunge eines anderen Besitzers bzw einer anderen Besitzerin gedacht? Ansonsten fällt mir nur die heuer in BDSM-Kreisen wiederholt erwähnte Methode des „Figgings“ ein – jener Trick der Pferdezüchter, eine lahme Stute vorübergehend in ein furioses Füllen zu verwandeln. Stichwort „Ingwer“ und mehr darüber HIER. Vor Anwendung muss ich aber aufgrund diverser Erlebnisberichte („Mit Kluppen, Nadeln und Pracker komme ich zurecht, aber Figging war zuviel für mich.“) eindringlich warnen. Vertiefen Sie doch stattdessen HIER und HIER das einschlägige Cunnilingus-Wissen des Besitzers der fraglichen Zunge.

Gegenfrage zu Ihrem ;-o : Ist das Textsex? Ihr sax

4 Kommentare »

  • Der Nebenfreund sagt:

    Lieber Sax!

    Wuesst man(n) es nicht besser könnte man meinen die Beine auf dem letzten Bild seien von „ligrü aus wien“.
    Noch dazu wo mich die Location des Bildes frappant an ein Zimmer des Orient in Wien erinnert…

    Anyhow, es geht ja nicht um die Beine an sich sondern was dazwischen liegt.

    Und ob sich „ligrü aus wien“ wie eine Stute, noch dazu mit Ingwer, behandeln lässt wage ich zu bezweifeln. Habe auch erst gar nicht den Mut selbiges zu versuchen. Das liegt primär an Ihrem Durchsetzungsvermögen, sekundär daran das Sie vernachlässigbar kleiner ist als ich – mit HighHeels gleich gross!

    Die Frage ist, wie man(n) den bestehenden Kick der „ligrü aus wien“ noch steigern könnte. Wobei Sie hier ja nicht nur an sich dachte – sehr lobendswert!

    Nach der äusserst unterhaltsamen Le(c)ktüre zwecks vertiefung des Cunnilingus-Wissens umspielt nun ein Lächeln die erwähnte Zunge. Jedoch noch immer keine Spur von Kickverstärkung.

    Also bleibt hier wieder nur das man(n) seine Lebenserfahrung, kombiniert mit angelernten medizinischen Wissen den weiblichen Körper betreffend, sehr relaxed einsetzt und die Dinge (auf sich zu)kommen läast.

    Wobei letzteres, auch ohne „Figging“, das Tun der Zunge als Erfolg da stehen lässt!

    Herzliche Grüsse,
    Nebenfreund

    ps: „;-o“ könnte auch ein Stöhnen sein – entweder weil „ligrü aus wien“ an Cunnilingus dachte oder eine Mail des Sexperten las…

  • karotterl sagt:

    hm ein bild sagt trotzdem mehr als tausend worte,
    das letzte foto ist so eins…träum*

  • Abendland. Untergang. Selbiger auch noch elektronisch beschleunigt ;-)

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