Jetztzeit News. Männer für gewisse Momente
Barack Obama, Gordon Brown, Bono, Salman Rushdie oder: Männer mit Ablaufdatum.
Foxtrot Oscar, Mister Brown. Einen Tag nach Präsident Barack Obamas unvermeidlicher Entscheidung, weitere 30 000 US-Soldaten nach Afghanistan zu schicken, rechtfertigte heute Gordon Brown im Parlament seine Entscheidung, diese Aufrüstung mit 500 Brit-Soldaten aufzufetten: „Dies ist kein blanker Scheck für (Afghanistans Präsident, Anm.) Hamid Karzai“, sagte er. Wie bei den meisten „Brownwuchteln“ ist das Problem auch hier: Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die fortschreitende Militarisierung bedeutet in der Tat einen Geldregen in die Kassen der Regierung Karzai. Die Westarmeen sorgten schon bisher für 10% des afghanischen Bruttosozialprodukts, sind damit der größte Wirtschaftszweig des Landes – der mit den 30000undetlichen „Importen“ nun um entsprechende 30% steigen sollte. Wie das läuft, haben wir vor kurzem detailliert berichtet, nämlich HIER. Soll uns das kümmern? Eindeutig, sofern man Obama schätzt. Mit der fatalen Entscheidung zur Intensivierung eines Krieges, der nicht zu „gewinnen“ ist, legt er nur die Weichen zum vorzeitigen Ende seiner präsidialen Laufbahn (keine Wiederwahl), und dann beleidigt wieder eine Dumpfbacke a la Bush unsere Sinne. Obwohl, dann hätten wir wenigstens was zu lachen …
Best Buddies. Was hat man, wenn die Sätze „Fußball ist der neue Rock`n´Roll“ und „Didier Drogba ist der Fußballer des Moments“ in einem Atemzug erwähnt werden? Erraten: Bono am Telefon. Genau das widerfuhr dem Star der Elfenbeinküste nach seiner sonntäglichen Gala gegen Arsenal. Bono called, sagte „Achtung, Baby“ und zwei Tage später sonnte sich der Ire anlässlich einer Aids-Charity auch bereits an Drogbas Seite im Blitzlichtgewitter der Presse, um seinen Publicitywahn mit einer Prise Bescheidenheit weich zu zeichnen. „Fußball ist ein Wahnsinn“, meinte er, „und seine Magie ist, dass man bei Fußball im Stadion nie weiß, wie die Sache ausgeht. Wenn aber U2 im Stadion spielen, weiß jeder, was kommt.“ Ja, wenns um etwas Rampenlicht geht, ist dem Iren nix zu blöd. Da geht er auch zur Eröffnung eines Kühlschranks.
Peinlichster Moment der Nullerjahre. Das Ende des Jahrzehnts ist nahe, die Rückblicke sprießen, und so manch ein unvergesslicher Superlativ ist bereits abgesegnet. Als da wären: der überflüssigste online-Satz: „Gestern hat Stephen Fry getweetet.“ – Beste neue Form der Prokrastination: „Facebook und Twitter.“ Als Verleiherin dieser Auszeichnungen amtierte Hadley Freeman, Bloggerin im Sold des Guardian, die auch bei der Frage zum peinlichsten Moment des Jahrzehnts keine Bedenkzeit brauchte: „Das Video von Scarlett Johannsons Cover von `Falling Down´, in welchem Salman Rushdie Scarletts Ohr leckt.“ Und, ja, das nämliche Video ist HIER. Vorwarnung: Ab Minute 3.00 nähert sich die Zunge des 62jährigen Misters „Satanische Verse“ dem Ohr der aparten Miss „Lost In Translation“ (zweifellos einer der Filme des Jahrzehnts). Wer aber empfindliche Nerven hat, sollte doch eher nur die Fantasie walten lassen, rät auch Freeman: „Richtig, ich sagte Salman Rushdie leckt Scarlett Johannsons Ohr. So, und jetzt versuchen Sie mal, aus dem Rest Ihres Tages noch was zu machen.“ Zugegeben, das ist schwierig. Ist ja widerlich!






bin auf dein nullerjahre-ranking gespannt……;-)))