Jetztzeit

Reality-Check: die Gegenwart in Wort und Bild

Netzzeit

Geschichten aus dem Leben mit dem Netz

Sexklinik

Alle Zeit bereit: Quality Time zum Thema Nummer Eins

Auszeit

Kultur & Freiheit: Doping zur Bewältigung des Alltags

Denkzeit

Die Welt ist kompliziert. Reden wir darüber

Sie sind hier: Home » Museum des 21. Jahrhunderts, Sexklinik » Sexklinik News. Sex aus 21 – sinnlich wie die Nullerjahre
Share

Sexklinik News. Sex aus 21 – sinnlich wie die Nullerjahre

Von | 26.11.2009, 20:10 | Kein Kommentar

Hat jede Zeit den Sex, den sie verdient? Manchmal ist man sich da lieber nicht so sicher. Drei Beispiele. Internetpornosucht. So manch ein image-bedachter Star legt sich dieser Tage auf Rehab. Rehab relaxt und schützt vor Paparazzi, es kann sogar ein Karriereschritt sein. Die Gründe für so ein paar Wochen Auszeit haben sich aber vermehrt. […]

Aktueller Dienst by Tim Möller-Kaya

Aktueller Dienst by Tim Möller-Kaya

Hat jede Zeit den Sex, den sie verdient? Manchmal ist man sich da lieber nicht so sicher. Drei Beispiele.

Internetpornosucht. So manch ein image-bedachter Star legt sich dieser Tage auf Rehab. Rehab relaxt und schützt vor Paparazzi, es kann sogar ein Karriereschritt sein. Die Gründe für so ein paar Wochen Auszeit haben sich aber vermehrt. Im vergangenen Jahrhundert mögen zumeist Alkoholismus, Drogensucht und Nervenzusammenbruch als Auslöser für den Schritt Richtung weißes Nachthemd angegeben worden sein, heute aber macht man mit der Diagnose „Internetpornosucht“ die weitaus besseren Schlagzeilen.

Duchovny. Foto: emilcar74

Duchovny. Foto: emilcar74

Zum einschlägigen Protagonisten mauserte sich im September 08 Mister David Duchovny, seit Akte XY ein Begriff, seit der verlottert-brillianten TV-Serie Californication auch ein Kultheld für Freunde sexueller Enthemmtheit – und seit vollzogener Rehab auch frisch gebackener Exgatte von Tea Leoni. Dem öffentlichen Image des Onlinesexsüchtigen widerfuhr seither aber eine merkliche Verbesserung. Hatte Duchovny prä-Rehab sein zeitraubendes Hobby noch verschämt hinter dem Gerücht einer Affäre mit einer Tennisspielerin versteckt, ist nun sogar Amerikas Cunnilingus-Guru Dr Ian Kerner bereit, mit therapeutischen Knigges auszuhelfen.

Fake Upskirt. Foto: ndanger

Fake Upskirt. Foto: ndanger

Upskirting. Begonnen haben mit diesem als Sport missverstandenen Voyeurismus die Paparazzi. Dort gehört „Upskirt Fotography“ seit langem zur Routine und der Dress-Sense von Celebgirls wie Britney, Paris Hilton und Lindsay Lohan reichte ihnen als Rechtfertigung. Von Glamourgirl Katie Price gab es sogar die Anekdote, dass sie vor einem Gig immer bei Tabloids anrief, wenn sie „heute kein Höschen“ trug.

Spätestens mit der Popularisierung von Digicams und Handy-Kameras erweiterte sich dieser Nischen-Voyeurismus zum Massenwahn (don´t look!). In der Porno-Industrie ist es ein Genre, unter Fotoamateuren eine Triebjagd, die in Webforen unter „how to get the best shot“ heiß diskutiert wird. Dort heißt es dann etwa „nicht vergessen, nach einem Upskirt auch das Gesicht der Trägerin zu fotografieren, damit Ihr wisst, wem der Arsch gehört“, und ein „Fake“ ist, wenn die Upgeskirtete absichtlich posiert.  Das ist nicht unwiderlich, und dem upgeskirteten Opfer bietet der Gesetzgeber kaum nennenswerten Schutz. Es ist zwar leicht, bei einem Upskirt mit „sexuelle Belästigung“ zu argumentieren, die Beweisführung aber schwierig.

Rosa. pic: mediansib

Rosa. pic: mediansib

Meine Gattin, die Geiß. Es war der Viral, der ein Jahr lang nicht sterben wollte.  Dann aber starb die Protagonistin. Eine Ziege. Und ihr Gatte, der – heute in ganz Afrika berühmte – Sudanese Charles Tombe ist nun Witwer und wiki-notiert. Die Geschichte dazu begann im Februar 06, als ein Bauer aus Juba (Südsudan) durch ein nächtliches Geräusch erwachte, um eben diesen Tombe auf einer seiner Ziegen zu entdecken. Der war betrunken genug, um sich fangen zu lassen. Ein Gericht verurteilte ihn dann zur Zahlung von umgerechnet 30 Euro. Das ist im Sudan kein Trinkgeld, sondern der gesetzlich festgelegte Betrag für eine Mitgift, und eine Mitgift wird fällig, wenn ein Mann eine Frau „so behandelt, als wäre sie sein Weib“. Und die Ziege, sie hieß „Rosa“, war nun mal weiblich, und immerhin, sie gehörte ab sofort ihm.

Es heißt, Mister Tombe hab mit der Ziege ein Jahr lang in Harmonie gelebt, oft wurden sie als „Travellers“ gesichtet, er auf dem Fahrrad, die Ziege am Anhänger. Aber im Mai 07 war es vorbei mit dem Glück, wie der „Sudan Tribune“ am 5. des Monats meldete. Da erstickte sie dem Vernehmen nach an einem Plastiksack. Ob sie begraben wurde oder doch – wie die meisten Ziegen – als Curry endete, wurde nie bekannt.

Kommentare sind geschlossen.

ZiB21 sind: unsere Blogger