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Feedback aus der Unterwelt: Zicken statt Löwinnen!

Von | 18.11.2009, 14:02 | 12 Kommentare

In eigener Sache: We proudly present Kommentar Nummer 1000 auf zib21. Endlich, Frater, endlich wieder pixelfrisch aus ihrer Tastatur – das Thema Weiber, Sex und mönchische Anspielungen. Ein Klassiker, wie er mir pässlicher gar nicht unterkommen könnte. Und dann auch noch der Rückgriff auf die Immaculata. Mein schwarzes Herz jubelte bereits beim kurzen Blick auf […]

For The Record: 18.11.09, 11.34h. Betrifft: "Ave Malalai oder: die Löwinnen des Mönchs ". By Devil Dirt

For The Record: 18.11.09, 11.34h. Betrifft: "Ave Malalai oder: die Löwinnen des Mönchs ". Devil Dirt by Tim Möller-Kaya

In eigener Sache: We proudly present Kommentar Nummer 1000 auf zib21.

Endlich, Frater, endlich wieder pixelfrisch aus ihrer Tastatur – das Thema Weiber, Sex und mönchische Anspielungen. Ein Klassiker, wie er mir pässlicher gar nicht unterkommen könnte. Und dann auch noch der Rückgriff auf die Immaculata. Mein schwarzes Herz jubelte bereits beim kurzen Blick auf die Wortspenderliste: Der Zwitter Kirsch als unerträglich ernsthafter Kommentator mit serienmäßig eingebauter Spaßbremse; der Gemüsemensch mit einer weiteren mittelschweren Themenverfehlung (freier Wille? Studenten? Erbarmen!); ein spät zugeschalteter Herr Frankfurter, der scheinbar etwas vom Kurs abgekommen ist und nicht ein Bit von seinem metaphysisch-mythologischen Schwachsinn absondern konnte; und viele weitere Mitglieder Ihrer großartigen Kirchengemeinde mit tonnenschweren Gedankenblasen, die aus unerfindlichen Gründen nicht den Weg in diesen digitalen Beichtstuhl fanden.

Schon wollte ich mich genießerisch zurücklehnen und das tun, was ich nach der Lektüre Ihrer herbstlichen Sonntagspredigten so gerne tat – ein Glas blutversetzten Messwein auf Ihr Wohl trinken, was sonst –, da durchfuhr es mich wie ein eiskalter Schauer in einer wutentbrannten Nacht: Ich habe mich von Ihren Vorträgen viel zu lange einlullen lassen, bin wohl etwas zu behäbig geworden, zu einem wortschwanger schweigenden neutralen Beobachter degeneriert, der sich mit dem milden wissenschaftlichen Interesse, das er Ihren Predigten entgegenbrachte, begnügen wollte.

Ja, wissenschaftliches Interesse. Gleichzusetzen mit: Ein Teufel in der Krise. Gleichzusetzten mit: Ein Feuer ohne Kohle. Gleichzusetzen mit: Es reicht!

Also lassen Sie mich eines klarstellen, Träger des biblischen Schwertes: Von Ihrer jüngsten Predigt habe ich genau zwei Absätze gelesen. Dann war Schluss. Ein Kunstgriff, der sich lohnen sollte, denn da waren sie auch schon, all die Wörter, die mir recht und billig sind, also Sex, Hure, Heilige, Schlampe und – Getriebener. Und dass Ihr Allmächtiger fähig sein sollte, irgendwas einzusehen, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Da ist er nämlich genauso stur wie mein übelriechender Gebieter aus der Wiege des Bösen. Und nicht wirklich konsensfähig, dafür gibt es in der kurzen Geschichte dieses unglücklichen Planeten ausreichend Beweismaterial.

Löwinnen also. Minnen und spirituelle Phänomene. Nun gut.

Jenseits von Sex bin ich nicht zu Hause, das kann ich gleich vorausschicken. Aber wenn es darum geht, Frauen in irgendeine Typologie (siehe Immaculata) zu pressen, bin ich sofort mit Feuereifer dabei. Da sich aber meine Erfahrungen mit der Weiblichkeit von den Ihren offensichtlich stark unterscheiden, verehrter Kuttenträger, sind meine Löwinnen ganz andere als die Ihren und meine Vorstellungen von himmlichen Geschöpfen naturgemäß die Ausgeburt eines höllisch unbequemen Geistes. In den wenigen erdverbundenen Momenten, die mir zuletzt beschieden waren – und auf die ich wenig Wert lege, das möchte ich an dieser Stelle betonen – konnte mir nur ein weibliches Exemplar wirklich Respekt abringen: die mächtige Zicke. Genauer gesagt, das Idealbild der machtbesessenen gemeinen Zicke, denn eine wirklich mächtige Zicke konnte ich trotz intensiver Suche noch nicht ausfindig machen. Frau Campbell, ein Wesen aus der Modewelt, stand dem Vernehmen nach kurz davor in den Zustand der wirklich mächtigen Zicke überzugehen, hielt dann aber unserer sorgfältigen Prüfung nicht stand und ergab sich dem Reichtum eines russischen Oligarchen, der sie mit Diamanten, endlosen Urlaubswochen, Privatjets und Luxusjachten zu bändigen wusste.

In unseren Kreisen wird die mächtige Zicke als Erlöserin gehandelt. Von ihr, so sie eines Tages den Thron des Verderbens besteigen sollte, erwarten wir uns wahre Wunderdinge, von magischen Kurzschlusshandlungen bis hin zu alles vernichtenden, menschenverachtenden Tobsuchtsanfällen, wobei das Ende der Welt nur …

Einen Moment, Frater, mein Chef macht wieder Stress. Ende November, wenn die Vorweihnachtszeit naht, dreht er förmlich durch und deckt mich mit den unsinnigsten Aufträgen ein. Aber so schnell werden Sie mich jetzt nicht mehr los. Stay tuned, Fortsetzung folgt.

Mit teuflischen Grüßen

Dirt

12 Kommentare »

  • lusciniola sagt:

    Mir scheint dem teuflischen Kerl ist zu der Damenwelt nicht mehr viel interessantes eingefallen, wenn nach der vollmundigen Ankündigung Teil 2 3 Monate auf sich warten läßt.

  • Frater Gladius sagt:

    Kommentar Nummer 1000? Ausgerechnet vom Dirt? Wenn das nur mit rechten Dingen zugeht! Aber das kommt davon, wenn jemand bei seinen sinistren Manipulationen nicht mehr weiß, wo die Unterwelt endet und die online-Welt beginnt. Bin ganz und gar nicht beeindruckt. FG

  • karotterl sagt:

    schmutzfink, heißverachteter, welch freude, dich so kochen zu hören, im saft im eigenen gar?
    :D
    ich wurzelzeugs hab das vergnügen, meine sensiblen werkzeuge ins finstre loch genauso genießerisch zu stecken wie meinen grünschopf in die sonne, welch wonne, seufz. dass dir der sinn dafür fehlt, könnt mir fast schon mitleid abringen, mein schlechtester. erst daraus, könnt ich jetzt, wär ich ein vorlautes gemüse, sagen, ensteht doch der freie wille, auf dass assoziationen…aber was solls. ein wicht der finsternis, vertraut mit allerlei und nichts, ergötzt uns im fatalismus doch viel mehr als in der erkenntnis…also auf, mein bösartiger freund der finsternis. verharr und kitzle meine wurzeln…
    in vorfreude auf teil 2
    wurzelwerk

    • Devil Dirt sagt:

      Karotte, schön Sie wieder hier in meiner Dunkelkammer begrüßen zu dürfen. Die Ausflüge in den Blog des Fraters haben mich entkräftet, muss ich zugeben, und ich fürchte, ich habe einige der zart besaiteten, armen Schäfchen dort etwas verletzt. Aber sorry, ist mein Job. Umso mehr freut es mich, dass Sie immer noch unbeirrt nach unten wachsen, Sie sonniges Geschöpf.
      Ich schließe Sie in meine dunklen Gebete ein.
      Und ja, versäumen Sie nicht Teil 2 meiner Abhandlung über die Typologie der Weiblichkeit. Ist es nicht eine Schande, wie verklärt Gladius dieses Thema immer angeht, oder, was mich noch mehr verärgert, mit lapidaren Bemerkungen umschifft?
      Aber so sind Sie halt, die Pfaffen und Ordensbrüder.

      MtG
      Dirt

      P.S.: Für Sie, Verehrteste, habe ich immer ein offenes Ohr. Oder ein Ofenrohr, hätte ich jetzt fast geschrieben, und oops, da steht es schon. Aber Spaß beiseite: Sie sind mir doch die allerliebste Getreue in diesen schweren Tagen, vergessen Sie das nicht!

  • wohl ziemlich mitteilungsbedürftig heut. naja, dann eben hier auch:

    tja, kleiner. darum ist es immer besser der chef zu sein. entrepreneurship hat halt so ihre vorteile.
    ich habe das problem des lancelot, das unser guter frater mit diesem zu teilen scheint, ja schon mal angesprochen. apropos scheint: wann werdet ihr endlich die korrekte verwendung der termini scheinbar und anscheinend lernen. oder hast du wirklich gemeint, das würschtel tut nur so als sei es vom weg abgekommen, eine intellektuelle leistung, die ich dir allerdings nicht zutraue.
    und aus diesem unvermögen in der unbefleckten auch die hure, die sie behind closed doors liebend gerne ist, zu verehren, resultiert eben diese sublimation, oder, wie man im schönen mühlviertel sagt: wos unt ned aussakimmt, des steigt ins hirn.
    solch geistige orgasmen sind natürlich auch was schönes, noch viel besser aber natürlich, wenn sie simultan mit dem des pfuigack fleisches passieren, durch diesen induziert und ihn in ungeahnte höhen treibend, die zicke schlechthin, astarte, erweckend.
    die schlummert in jeder löwin, auch wenn ein herzig sie anmiauendes katerlein mit dem pantoffelabdruck des frauchens im genick die in ihr nicht als solche zu erkennen vermag, weil sie die nur zeigt, wenn ihr löwe brüllt.
    und jetzt geh den ofen putzen, wir wollen ja, dass die gäste sich wohlfühlen.

    • Devil Dirt sagt:

      Gerade eben herbeigerufen, schon ist er da!
      Prächtig, Frank. So können wir es halten: Sie kommen von oben herab, ich krieche von unten herauf – und auf halbem Wege spazieren wir in aller Ruhe aneinander vorbei.
      Zum Umgang mit der deutschen Sprache möchte noch anmerken, dass ich mich da gerne wahllos bediene. Ist ja sowieso alles Teufelszeug, und somit ipso facto alles meins.
      Nur für den Fall, dass der erhobene Zeigefinger zu scheinbar und anscheined meinen Schriften galt. Da sehen sie schon, wie nachlässig ich bin. Ich schau erst gar nicht nach.

      So, jetzt aber genug. Ich muss noch ein paar Pläne schmieden.

      MtG
      Dirt

      • wo siehst du einen erhobenen zeigefinger, kleiner dreckskerl *g*

        der ofen ist noch immer dreckig, also hopp hopp, und das einzige ofenrohr, das die verehrteste interessiert, is ned deines 8-)

        und fürs pläne schmieden ist hephaistos zuständig, du und deinesgleichen führen sie bloß aus.

        • Devil Dirt sagt:

          Frank, Sie rasender Gockel!
          Der Voight-Kampff-Test ist vorbei, Sie sind kein Replikant, Sie dürfen sich wieder beruhigen! Doch ich gebe Ihnen recht, bei genauer Betrachtung war’s kein erhobener Zeigefinger, sondern ein etwas ramponierter Mittelfinger. Ich führe Sie in meiner Kartei jetzt einmal versuchsweise als cholerischer, transsexueller Oberlehrer aus dem Mühlviertel. Man weiß ja nicht, wo das alles noch hinführt. Vermutlich wollten Sie als Kind Löwenbändiger werden, litten aber an einem starken Mutterkomplex und fielen später einer unbeschreiblich dominanten Zicke in die Hände.
          Bedauernswert, und doch irgendwie … vielversprechend.
          Und was das liebe Karotterl betrifft, so kann ich nur sagen: zu einem todschicken Erdteufel wie mich fühlt sich dieses naturgemäß hingezogen. Auch wenn es weh tut, lesen Sie die Stelle mit den Wurzeln und dem Kitzeln mehrmals laut vor, und Sie wissen wo es langgeht. Aber Sie können natürlich auch gleich ein paar Stoßgebete zu Hephaistos schicken, vielleicht hilft’s ja …
          Versäumen Sie auch nicht Teil 2 meiner Abhandlung über die Typologie der Weiblichkeit. Auch wenn ich befürchte, dass Sie es jetzt schon besser wissen.

          Mit teuflischen Grüßen und abgründigem Respekt
          Dirt

          • knapp vorbei is auch daneben. eine unglaublich dominante zicke fiel mir in die hände, doch glaub mir, mit fussfetischisten fängt die nix an. also ergötz dich nächtens im drögen bette an der vorstellung ihre wurzeln zu kitzeln, tot mag ja vielleicht schon fast hinkommen, schick, na, i waass ned, auch wenn der fiktive zylinder natürlich besser rüberkommt als das reale kapperl. aber gedanken sind frei, und so schreib er den zweiten teil seines tractatus interruptus, selbstpersiflagen haben zweifellos ihren reiz.
            aber vorher putzt du wieder den ofen, und, wie gesagt, fürs rohr verlegen bin ich zuständig.

            • Devil Dirt sagt:

              Fußfetischisten? Fiktive Zylinder? Kapperl? Sebstpersiflagen und Ofenreiniger?
              Frank, Ihre Parallelwelten lassen sogar einen staatlich geprüften Dreckskerl wie mich erschaudern!
              Ich schließe Sie in meine Gebete ein.
              Dirt

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