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Sex Für Fortgeschrittene 06. 237 Gründe, warum Frauen Sex haben

Von | 15.10.2009, 15:22 | 32 Kommentare

Wie viele Gründe können Frauen nennen, um Sex zu haben? Zwei Psychologen stießen auf genau 237 Antworten.

Der Kuss by Reismann

Zum Beispiel:

Der Typ hat mich angetörnt.

Mir war nach einem Abenteuer.

Weil es das dritte Date war.

Ich wollte mit einer neuen Erfahrung experimentieren.

Ich war geil.

Weil er süße Augen hatte.

Weil er mich fragte.

Ich hatte einen hormonellen Tag.

Er konnte gut küssen.

Und dann war da noch jenes späte Weib, das den Gatten per Sex dazu brachte, den Mistkübel zu entleeren.

Funny, nicht wahr? Es soll einmal Männer gegeben haben, die keine Gründe für Sex brauchten. Es reichte eine Gelegenheit. Als aber Evolutionspsychologe David Buss (co-Autor der Studie „Why Humans Have Sex“, 2007) sich mit seiner Kollegin Cindy Meston (beide University of Texas, Austin) aufmachte, 1007 Frauen nach ihren Motiven für Sex zu fragen, stießen sie sozusagen auf den Heuhaufen in der Nadel: Die Damen hatten insgesamt 237 unterschiedliche Antworten auf Lager. Nicht mehr. Nicht weniger.

Etwa:

Er gab mir das Gefühl, ich sei sexy.

Ich wollte den Sex aus meinem System vertreiben, damit ich mich wieder auf was anderes konzentrieren konnte.

Ich wollte eine Fantasie ausleben.

Ich war frustriert und brauchte Entspannung.

Der Typ wirkte selbstbewusst.

Es passierte einfach.

Ich war besoffen.

Ich wollte wissen, wie sich Sex anfühlt.

Ich wollte ein Baby. (Ja, auch das kommt vor.)

Aus der Studie wurde denn auch ein ziemlich dicker Wälzer. „Die Leute glauben, dass die Antwort eine offenbare sei“, erläutert Meston der Guardian-Autorin Tanya Gold. „Um sich gut zu fühlen. Niemand hat je darüber geredet, wie Frauen Sex für alle möglichen Zwecke nützen können: beruflicher Aufstieg, Geld, Drogen, Rache an einem Mann, der sie betrogen hat. Um sich besser zu fühlen. Damit ihr Partner sich schlechter fühlt. Es gibt alle möglichen Gründe, in jeder Phase einer Beziehung. Um einen Mann in eine Beziehung zu locken, um ihn in der Beziehung zu halten, aus Pflichtgefühl. Sex wird sogar verwendet, um Männer los zu werden.“

Weitere Gründe:

Ich wollte nicht mehr Jungfrau sein.

Ich wollte jemanden mit einer Geschlechtskrankheit anstecken.

Ich wollte einen Feind verletzen.

Ich wollte mein Kopfweh loswerden.

Ich wollte die Beziehung einer Bekannten ruinieren.

Er gab mir im Tauschweg Drogen.

Mein Partner ist im Bett langweilig, also schlief ich mit jemandem anderen.

Ich brauchte Geld.

Ich wollte ihn erniedrigen.

Ich wollte einen Orgasmus (Ja, auch das kommt vor.)

Tatsächlich seien sexuelle Attraktion, die Sehnsucht nach Genuss und „Liebe machen“ die häufigsten Gründe der Frau für Sex, erklärt David Buss in diesem Interview mit Time Magazine. „Aber ich war überrascht, wie häufig Rache zum Motiv wird. Rache für den Seitensprung des Partners. Oder Sex mit dem Partner einer Bekannten zu haben, weil die Bekannte ihren Ex-Partner gestohlen hat.“

In Summe ergeben die gefundenen Motive eine denkwürdig illustre Sammlung von 237 Gründen der Frau, Sex zu haben. HIER ist eine html-Version des Original-Ordners „Why Humans Have Sex“ (die „Gründe“ beginnen auf Seite 5), aus dem die „weiblichen“ Gründe gefiltert wurden HIER bemühte sich ein Magazin für männliche Gesundheit um die 237 Gründe. Und HIER gibt es das Buch. Ich selbst muss jetzt leider kurz weg, um den Mistkübel auszuleeren. Versprochen ist versprochen.

32 Kommentare »

  • […] (Pille) wissen wir, wie man ein Kind zeugt, ohne eins zu zeugen. Und seit 30 Jahren (Feminismus) wird dem Mann geflüstert, was er als guter Lover draufhaben […]

  • joachim sagt:

    Wieso HAT man eigentlich Sex? ich meine, man HAT Fieber, die Beulenpest oder ein neues Auto. Aber Sex HABEN… hmm…

  • nope. ums genaue gegenteil.

  • @nic_ko sagt:

    „Sexuelle Attraktion“ und „Sehnsucht nach Genuss“ sind die häufigsten Gründe für Sex? Pfoa. Das überrascht mich jetzt aber.

    • Manfred Sax sagt:

      Ich sehe, aus welcher Ecke Sie kommen, Nic-Ko. Dachte, ich geb dieses Buss-Statement am Ende rein, um noch einmal anzudeuten, woher wir kamen – von der Art der Natur uns mit zu teilen, dass es einen Gen-pool auf die nächste Generation zu transferieren gibt, wenn wir überleben wollen. Ohne den Hormoncocktail aus „Attraktion“ und „Desire“ gäbe es ja wenig Anreiz (ich spreche hier vom in die Pubertät gelangenden Boy), sich in diese – anfangs doch etwas unheimlich anmutende – „hohle Gasse“ zu wagen. Der Rest erlebte seit anno Pille aber doch ein erstaunliches Re-branding. Von der kirchlich auferlegten „ehelichen Pflicht only“ zur „sexuelle Revolution“ genannten Entdeckungsreise der Sixties. Von der feministischen Reflexion der ersten Stunde (70ies: „Moment mal, eigentlich würden wir auch ganz gern kommen“) zu den Sexpertisen („50 Wege zu IHREM Orgasmus“, „So wird ER ein guter Liebhaber“) und yuppie-liker Terminisierung (One Night Stand) und dem Kondomzwang (Aids) der 80er. Dann die „postfeministische“ Umwandlung sexueller Technik zum strategischen „Powertool“ im beruflichen Ermächtigungskampf (Blowjob anno Clinton) und schicken Accessoire (die Sex and the City-Banalitäten). Und nun die Inflation von Sex zum 237fachen Werkzeug für alle erdenklichen Anlässe, mitten in das sexuelle Schweigen der Nullerjahre hinein (der ganze Online-Porno-Overkill läuft ja auf einem diskreten Nebengleis).
      Unter diesem (historischen) Blickwinkel finde ich die Meston/Buss-Studie erhellend. Sie lädt ein, Stellung zu beziehen. Gefällt uns das? Hat Sexualität das Recht auf mehr Würde? Oder ist Sex ohnehin „soo 20. Jahrhundert“ und überhaupt, wer braucht das noch angesichts der Übervölkerung des Planeten? Herzlichst, Ihr sax

      • @nic_ko sagt:

        ach, sax, das haben sie wahrhaft trefflich formuliert, aber es vermag nicht darüber hinweg zu täuschen, dass sie die kernfrage aussparen: warum entkoppelt ein mann (oder hammel) von format, wie sie zweifelsohne sind, nicht den sex vom mistkübel (und vice versa)? immer diese incentives… so wird das nie was mit l’art pour l’art, um nicbt zu sagen mistkübel pour mistkübel et sex pour sex.

  • eselin sagt:

    wiiiiaaahhhhhh…wie dämlich man fragen kann:D
    aus welchem grund atmen sie ein? aus welchen grund essen sie? warum …naja, das führt zu weit…
    eine studie zum thema, was sie schon immer sicher nicht wissen wollten….
    aber herrlich kurzweilig die zeit zwischen vibratoren und männleins verkürzt….
    iaaaaaaaaaaaaaah

    • Manfred Sax sagt:

      Sex ist aber doch ein wenig mehr als nur die Kurzweil zwischen Vibrator und Männlein, nicht wahr, eselin? Ich kann ja nur fürs Männlein reden. Wenn Sex der Schmattes ist, den er fürs Mistkübelentleeren kriegt, dann klingt das ein wenig sehr nach „the end of the road“. Er will nicht nur einen Orgasmus zwecks Löschung des „geilen Brands“. Er will auch von jener Demut naschen, die dir widerfährt, wenn du dem Leib der Geliebten huldigst. Ihr sax

      • eselin sagt:

        sax mein gutester..solche texte verbreiten kurzweil zwischen begehrlichkeiten..that’s what i mean…
        die frage der erfüllung ist ja die frage meines lebens…liebst du mich genug, um mir erfüllung zu bringen???
        lieb ich mich genug, um erfüllt zu sein? nämlich genug, um dich zu erfüllen???
        die frage: warum liebst du jemand? oder: liebst du? das wären themen, die verregnete sonntage in altaussee mit sonne füllen würden.
        statt dessen nehm ich meinen stein und vergnüg mich mit der distanz zu meinen gefühlen…
        iaaahhh

        • Manfred Sax sagt:

          ach wissen Sie, eselin, wenn es um Sex geht, bleibe ich lieber objektiv, insbesondere in dieser Kolumne. Sexualität hat ein Recht darauf, exklusiv betrachtet zu werden (zumal es ohnehin der Denker im Unterleib ist, der hier die wesentlichen Akzente setzt). Für Liebe gibt es den Minnesang, das ist was für Poeten, no? Ihr sax

          • eselin sagt:

            objektiv? und sexualität? in einem satz??

            sax…das klingt, als wärs von einem esel:D

            • Manfred Sax sagt:

              … ist aber von einem Hammel, eselin. „objektiv“, von „objekt“ kommend – und als solches gern missverstanden. eine haltungsfrage. sex ist für mich eine kommunikation mit „der Frau, dem Weib“, das ist sex. die „uschi“ oder „gabi“ oder „mausi“ dahinter (subjekt) nenne ich lieber „beziehungskiste“. und ich finde, beim sex sollte es um sex gehen. Ihr sax

              • ja, ich find auch, man sollt das strikt trennen, das macht einen auch flexibler in der wahl des anbieters, wenn die uschi mal nicht weib sein will *rofl*

                is ned woa, das ist britischer humor mit alpentouch, oder ? *g*

                • Manfred Sax sagt:

                  wie oben erwähnt, Frank`n´Furter, es wird gern missverstanden (wie ich das meine). Ich vertrete das vom bewussten Standpunkt des – bekennenden – Monogamisten aus. Die Faszination für „die Frau, das Weib“ ist nicht (leicht) in Gefahr zu ermatten, die Faszination für „uschi, gabi, mausi“ sehr wohl – soll heißen: der sexuelle Beziehungskistler ist weit eher geneigt, zua uschi z´hatschen, waun eahm de gabi am oasch gehd. Auch erscheint mir die „objektive“ Variante insbesondere langfristig „nobler“. Es hat Noblesse, wenn Sie „Ihrem Weib“ auch nach Jahrzehnten der Gemeinsamkeit noch mühelos zeigen können, wie sehr Sie sich freuen, sie zu sehen, so to speak. Dies schafft „die Frau/das Weib“ auch noch, wenn „die uschi, gabi, mausi“ Sie bereits ein wenig, sagen wir, nervt. Ihr sax

                • eselin sagt:

                  hammel oder esel….in diesem fall, chapeau.
                  ein romatiker, wie süss.

                • eselin sagt:

                  aja, um nicht falsch verstanden zu werden: I’m serious…

                • is das jetzt der richtige button oder fehlt der da. na wuascht.
                  nein, ich versteh den theoretischen ansatz sehr gut, das scheint wohl auch mit der methode der wahl des partners zu korrelieren. wenn da die sekundären geschlechtsmerkmale (tis’n’ass ist da wohl zu amerikanisch) stark gewichtet werden, mag das wohl passieren. ich bin da wohl n rammelnder poet und der tanz der schmetterlinge wird für ewig mit ihr weiter gehen, während beim anderen ja wohl ich als erster schlapp machen werde, let’s face the ugly truth. an ihrer ausstattung wirds nicht liegen.
                  „Was wir Liebe nennen, ist in Wahrheit das ganze Spektrum unserer Beziehungen, das von der Erde bis zum Himmel reicht. Auf der irdischen Ebene ist Liebe sexuelle Anziehung. Die meisten Menschen bleiben dort stecken, da unsere Sexualität durch gesellschaftliche Prägung mit allen möglichen Erwartungen und Verdrängungen belastet ist. Das größte Problem der sexuellen Liebe besteht darin, dass sie nicht von Dauer ist. Wenn wir das akzeptieren, können wir sie genießen, wie sie ist; ja sagen, wenn sie kommt, und uns verabschieden, wenn es vorbei ist. Wenn wir reifer werden, können wir eine Liebe erleben, die über Sexualität hinausgeht und die Einzigartigkeit des anderen achtet. Wir verstehen, daß unser Partner oft wie ein Spiegel ist, der ungeahnte Aspekte unseres tieferen Selbst reflektiert und uns hilft, ganz zu werden. Diese Liebe basiert auf Freiheit, nicht auf Erwartungen oder Bedürfnissen. Sie läßt uns Flügel wachsen und bringt uns schließlich zur universalen Liebe, die weiß, daß alles Eins ist.“
                  und der gemeinsame orgasmus ist wohl das an vereinigung, das letztlichen einheit auf dieser welt am nächsten kommt. das von der „beziehungskiste“ trennen zu wollen halt ich für einen schweren fehler.

  • majella reismann sagt:

    237 weibliche Gründe um Sex zu haben, welche magische Zahl/Gründe haben Männer dafür?
    Mit der Bitte um Aufklärung;-) ein dankbares Weib

    • Manfred Sax sagt:

      mis ist nur einer bewusst. der wird von den dingen, die sie sagt, entflammt. Ihr sax

      • majella reismann sagt:

        interessant, ich kenne viele Männer die aus den gleichen Gründen wie Frauen sich vergnügen…. vielleicht ist der einzige Unterschied, Frauen reden darüber und Männer schweigen sich aus;-)
        bei Männern im fortschreitendem Alter stelle ich unheimliche Verlustängste ihrer Männlichkeit fest,
        die meisten verhalten sich dann wieder, wie anno dazumal, nur mit weniger Erfolg!
        bei Frauen ist es eher umgekehrt, sie sind auf der Höhe ihrer Sexualität und wollen geniessen und verwöhnen, nur die „alten“ Löwen schauen woanders hin……

        • Manfred Sax sagt:

          Gestatten Sie mir einen Einwand, majella. Ich kann diese sexuelle Schwarzweißmalerei (sie die auf der Höhe ihrer Sexualität befindliche Genießerin, er der woanders hin blickende alte Löwe) nicht akzeptieren. Sex zwischen zwei Menschen ist auch ein Akt der Kommunikation. Wenn sich da eine massive Kluft zwischen „ihrer Genusshöhe“ und „seiner Altelöwenhaftigkeit“, dann hat das vor allem mit kommunikativen Defiziten zwischen den Partnern zu tun, nicht mit ihrem „so“ und seinem „anders“. Ihr sax

          • majella reismann sagt:

            wir können nicht nicht kommunizieren und sex ist bei weitem mehr.
            sexualität ist immer anspruchsvoll, braucht freiheit, will gierig, unverbindlich, ungestüm lebendig sein,
            sexualität hat immer ein anderes gesicht und will mindestens in so viele facetten gelebt werden, wie wir dafür gründe haben;-)
            funktioniert nur wenn er/sie in ihrer mitte ist, damit fängt das problem an.
            wir haben unseren natürlichen animalischen zugang verloren, da wir immer und überall mit sex
            konfrontiert sind, es ist das perfekte produkt geworden. ich vermute, heute wird mehr geredet als gevögelt und es ist mal so, die erotik einer jungen frau/mann ist offensichtlich, die der reifen leider auch. bedauerlich ist, das niemand uns gesagt hat, wie verdammt kurz man jung ist und damit sexuell attraktiv. wir brauchen uns nichts vor machen, die jugend hat eine wundervolle, betörende erotik das alter eine zu vernachlässigende. da wir allerdings mehr zeit im alter als in der jugend verbringen,
            sollten wir uns bald mal was überlegen………

    • Manfred Sax sagt:

      @FRANK´N´FURTER: Immensen Dank für diesen fantastischen Kommentar, Frank´n´Furter. Gestatten Sie mir, ihn Punkt(e) für Punkt(e) zu erwidern, obwohl, eine Debatte dürfte schwierig sein, weil Sie von den Höhen des idealistischen Geistes herunter schweben, während ich vom Darwin´schen Boden aus dem Denker im Unterleib Aufmerksamkeit verschaffen will. Wir sind also bei einer nicht sonderlich jungen Idealismus/Materialismus-Diskussion.
      “wenn da die sekundären geschlechtsmerkmale (tis’n’ass ist da wohl zu amerikanisch) stark gewichtet werden, mag das wohl passieren.”
      ja, aber: tits & ass sind nicht alles Sekundäre. Da sind auch noch andere Formen (optische Sensationen), da ist Daktyles (Sensationen des Berührens), da sind Düfte (keine Erklärung notwendig) und VIELES mehr.

      „ich bin da wohl n rammelnder poet und der tanz der schmetterlinge wird für ewig mit ihr weiter gehen“
      Das ist eindeutig was Schönes.

      „… während beim anderen ja wohl ich als erster schlapp machen werde, let’s face the ugly truth. an ihrer ausstattung wirds nicht liegen…“
      “An ihrer Ausstattung wird es nicht liegen”, korrekt. Die Gerüche, zum Beispiel, sind definitely wesentlicher. Aber die ernst zu nehmenden Gefahren für das “schlapp” machen liegen zweifellos in der “uschi-gabi-mausi-haftigkeit” (Beziehungskiste)

      “Auf der irdischen Ebene ist Liebe sexuelle Anziehung. Die meisten Menschen bleiben dort stecken, da unsere Sexualität durch gesellschaftliche Prägung mit allen möglichen Erwartungen und Verdrängungen belastet ist.”
      In Ihnen schlummert ein Goth. Aber die irdische Ebene ist gerade das Menscheln, das Zwischenmenscheln, das Einordnen in gesellschaftliche Zusammenhänge. Das Sexuelle ist „das Kosmische” (als Ausdruck einer Urkraft; wenn auch nicht das Romantische). Und das Tragische/Verstörende für uns Menschlein ist das Erkennen, dass der Kosmos uns nicht braucht. Das Universum kann auch ohne uns. Aber selbtverständlich soll uns das nicht daran hindern, in den paar Jahren, die uns auf Erden gestattet sind, die Erhöhung des Geistes zu promoten.

      “Das größte Problem der sexuellen Liebe besteht darin, dass sie nicht von Dauer ist.”
      Ein Definitionsproblem. Es gibt keine “sexuelle Liebe” (eheliche Pflicht?). Es gibt Liebe, in ihrer entsprechenden Idealform wäre das wohl die ritterliche Devotion eines Lancelot zu Guinevere (seiner Königin), die dann in “Minnesang” ihren poetischen Ausdruck fand – aber im Fall des hier erwähnten Ritters mit vollzogenem Sex erlosch (worauf der Geist ob dieses „Schwächeanfalls“ des Körpers 200 Jahre in den Wäldern herum irrte). Und es gibt Sex, das ist die universelle Basis unseres Fortbestands, und wollen wir hoffen, dass es so bleibt. Das „Dazwischen“ – die Beziehungskiste ist vergänglich. Very.

      “Wenn wir reifer werden, können wir eine Liebe erleben, die über Sexualität hinausgeht und die Einzigartigkeit des anderen achtet.”
      quite romantic. Wenn wir reifer werden, könnten wir (mit Glück) auch eine Sexualität erleben, die über die Beziehungskiste hinausgeht – und solcherart die Einzigartigkeit des Akts, den wir Geschlechtsverkehr nennen, zu zelebrieren im Stande sein. Not much chance, zugegeben, das führte zu den tribalen Befruchtungstänzen ….

      “der gemeinsame orgasmus ist wohl das an vereinigung, das der letztlichen einheit auf dieser welt am nächsten kommt.”
      Ja. Then again: Der gemeinsame Orgasmus ist ein Stempel, der dem MHK (Major Histocompatibilty Komplex) die notwendigen Daten liefert, um zu befinden, ob der Transfer des Gen-pools auf die nächste Generation tatsächlich Sinn ergibt.

      “das von der “beziehungskiste” trennen zu wollen halt ich für einen schweren fehler.”
      Für mich ist es genau umgekehrt. Legen wir doch im Bett die Beziehungskiste vorübergehend ab. Sonst sagt das Raubtier in uns beim Sex lediglich miau. thanks again, Ihr sax

      • jo, ich gestatte *g*
        jetzt wirds endlich interessant.
        den ersten satz des zitats (ist übrigens von der karte „die liebenden (VI, sic ;-) )“ im osho-zentarot) haben sie wohlweislich weggelassen: “Was wir Liebe nennen, ist in Wahrheit das ganze Spektrum unserer Beziehungen, das von der Erde bis zum Himmel reicht.“
        das ist ja genau auch die seife, auf die lancelot steigt, die diesen auf den campingausrüster saulus zurückgehenden irrtum repräsentiert, und die ganze artuskiste ist ja vor dem hintergrund der christianisierung einer originär höchst sinnlichen und in einem gesunden gleichgewicht auch matriarchalen kultur zu sehen, dass hie die niederen triebe des tiers und dort das edle, das reine seien, die einander gegenseitig ausschließen. und diese gequirlte scheiße dominiert das abendland noch immer und führt dazu dass, wie majella sehr richtig sagt, sehr viel mehr geredet als gevögelt wird, und letzteres verschämt „wissenschaftlich“ als halt doch nicht zu unterdrückendes mit hista-, dopa- und was weiß ich für -minen und -monen gerechtfertigt und dann trotzig als selbstwirklichungsrecht sublimiert wird statt einfach zu sagen, hey baby, unsere seelen haben einander berührt und sind eins und werden es ewig sein, und dein tüchlein sei mein einzig wahrer begehr, nichtsdestoweniger treibt mich dein geiler arsch zum wahnsinn, so let me hit you with my rhythm stick. genau daraus entstehen dann nämlich diese gemeinsamen momente der ewigkeit, die weder bestia noch spiritus sanctus allein, sondern nur gemeinsam erreichen können.
        und jo mei, die uschi: let’s face the ugly truth again: wenn die femina, das weib, zum uschigabimausi wird, dann ist das nichts als die projektion des hansipetzimandi, der, der ödipalen phase nicht entwachsen, nicht akzeptieren kann und will, dass die madonna genauso hure sein will, was die migräne dann mehr als gerechtfertigt erscheinen läßt. miau. lass den tiger aus dem tank und sie braucht kein thomapyrin.
        reifer zu werden heißt doch nicht, den schwanz hängen zu lassen, und, da widerspreche ich majella, eine schmachtende zwanzigjährige mit ich weiß ja nicht wessen idealmaßen ist ja süß, hätte vor dreißig jahren zu höchstleistungen der selbstpersiflage angespornt, aber doch nichts gegen die
        unvergleichliche erotik der sich ihrer selbst bewusst gewordenen frau, auch wenn die schwerkraft schon das ihre getan haben mag.
        „Der gemeinsame Orgasmus ist ein Stempel, der dem MHK (Major Histocompatibilty Komplex) die notwendigen Daten liefert, um zu befinden, ob der Transfer des Gen-pools auf die nächste Generation tatsächlich Sinn ergibt.“
        wossis?
        redet hier ein primaner, dessen traum seiner feuchten nächte ihm grad nen fleck in bio verpasst hat?
        in schrödingers beziehungskiste kann dann natürlich das katerlein wimmern oder der tiger brüllen, chacun a son gout.

        • eselin sagt:

          frankyboy, romantiker, verrammelter.
          was ist aber, wenn die sekunden der ewigkeit jetzt sind und wa(h)ren bis in alle ewigkeit und das jetzt zum JETZT hin-istet…
          wenn aus dem see der ewigkeit, dem kleinen tod zur rechten zeit
          eine zeit erwächst in anderen zeiten?
          was sagt da deine linke arschbacke dazu?

          frag nicht…frag bloß nicht, die eselin hat eine seelenverwandte in astarte und bosert vor sich hin…in träumender distanz zu ihren gefühlen…

          • die gabel des teufels hat drei zacken
            damit wird er dich schon packen
            die linke steckt er in die linke
            die rechte in die rechte backen
            und mit der mittleren wird er auch nicht lange fackeln…
            also, astarte, arschbacken zusammenzwicken *g*
            well, when they free me from this prison, when that railroad train is mine,i bet i’ll move out over a little farther down the line, far from tiger’s prison, that’s where i’m gonna be…
            und da sagt die linke zur rechten, time is on our side, das sitz ma locker ab und igor erhebt sich in vorfreude ;-)

          • ajo.
            nicht zu vergessen: sara l’aurora… ;-)

            • Manfred Sax sagt:

              ich sehe, wir haben ein ähnliches „predicament“, frank`n´furter: im kern geht es eigentlich um prokrastination, nicht wahr? Ihr sax

              • (aso. falsch angehängt.)
                nope. ums genaue gegenteil.

                • oder ja, doch. man kann’s auch so sehen. allerdings der spezialfall der postfaktischen prokrastination.

                • eselin sagt:

                  zusammenzwicken? lockerlassen? hingeben?
                  burschen, ihr wisst auch net, was ihr wollt:D
                  aber was ich sagen wollte…
                  nur weil etwas ist, was schon war
                  wird es wieder sein,
                  wenn doch das, was ist
                  auch IST
                  seufz,,, ich seh schon, eine eselin sollte sich aufs wesentliche beschränken…nur net zuviel denken. das überlass ich euch klugen burschen, solange ihr wisst, wo euer pfannenwender hängt:D

                • ach, meine liebe asina, wen kümmert schon ein pfannenwender. das quatrupel x,y,z,t deines handtuchs immer zu wissen, das is wichtig :D
                  zusammenzwicken? lockerlassen? ja, klar, schön rhythmisch, aber das brauch ich doch dir ned sagen, und schönen gruß an deine seelenverwandte ;-)
                  und: hingeben? *seufz* :D

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