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Sexklinik News. She-Sex

Von | 01.10.2009, 15:12 | Ein Kommentar

Ist Sex gesund? Wie denkt ein Alphagirl über Porno? Was ist Blümchensex? Die Sexklinik informiert. Ist Sex gesund? Es gibt Informationen, die wirken auf ersten Blick nicht sehr informativ. Zum Beispiel: Frauen mit einem erfüllten Sexualleben sind gesündere Frauen. Genau das war die Kernaussage einer gestern im internationalen „Journal of Sexual Medicine“ veröffentlichten Studie. Ein […]

Foto: Heart Industry

Foto: Heart Industry

Ist Sex gesund? Wie denkt ein Alphagirl über Porno? Was ist Blümchensex? Die Sexklinik informiert.

Ist Sex gesund? Es gibt Informationen, die wirken auf ersten Blick nicht sehr informativ. Zum Beispiel: Frauen mit einem erfüllten Sexualleben sind gesündere Frauen. Genau das war die Kernaussage einer gestern im internationalen „Journal of Sexual Medicine“ veröffentlichten Studie. Ein Team des australischen Women´s Health Programmes (Monash University) analysierte das sexuelle Leben von 300 Frauen im Alter von 20 bis 65 Jahren und kam zu folgenden Schlüssen: Sexuell „erfüllte“ Frauen haben mehr Energie und sind seltener krank als jene, denen beim Akt kein Orgasmus widerfährt. So weit, so erwartet, die aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse lagen denn auch in Details. Bislang war in der Medizin nicht schlüssig interpretiert, ob generelles Unwohlsein zu sexueller Frustration führt oder umgekehrt. Nun kann die Medizin die Problematik zielorientierter adressieren, meinte Projektleiterin Dr. Sonia Davison: „Sexuell unbefriedigte Frauen sind anfälliger für Krankheit. Das heißt, diese Bereiche (das Sexualleben, Anm.) müssen bei der Behandlung bewusster angesprochen werden. Therapie zur Behebung sexueller Dysfunktion kann sich auf die generelle Gesundheit der Frau auswirken.“

Auch die bisher traditionelle ärztliche Gepflogenheit, von der Quantität der sexuellen Ereignisse auf die „Gesundheit“ des Sexuallebens zu schließen, müsse re-evaluiert werden: „Die Frequenz ist kein verlässlicher Indikator“, sagt Susan Davis, Co-Autorin der Studie. Der Orgasmus sehr wohl. Für die Mediziner ergäbe sich daraus eine notwendige Umorientierung beim Check des Genitalbereichs, meint Dr Irwin Goldstein, Chefredakteur des Journals: „Die Probleme liegen eher nicht tief in der Vagina, sondern vielmehr im Bereich der Klitoris.“

Foto: maedchenmannschaft.net

Foto: maedchenmannschaft.net

Ansichten eines Alphagirls. Meredith Haaf (25) war in den vergangenen Wochen nicht aus der Blogwelt wegzudenken. Ihre zartbitteren Ansichten zur „Generation 20-29“ hatten mächtige Resonanz. Erstmals ins Visier der Öffentlichkeit geriet die aktive Bloggerin aber vor einem Jahr durch ihr gemeinsam mit Susanne Klingner und Barbara Streidl verfasstes Buch »Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht« (Hoffmann und Campe), in welchem eine „coole“  Variante des Feminismus propagiert wurde, in dem es auch darum zu gehen habe, „sich intellektuell mit Themen wie Pornografie oder der Prävention von sexueller Gewalt auseinanderzusetzen. Sich nicht immer nur still über die vielen nackten Frauenhintern in der Werbung zu ärgern, sondern einfach einen Brief zu schreiben oder eine Protestaktion im Internet zu starten.“

Schlimm fände sie auch, „wie Medien für Frauen gemacht werden. In den klassischen Frauenzeitschriften geht es in erster Linie darum, sich einen Mann zu kapern. Den perfekten Blowjob will man als Frau nur können, damit der Mann möglichst lange bei einem bleibt.“ Kein gutes Haar ließ sie in einem Interview mit dem Spiegel auch an der feministischen Pornografiedebatte, in welcher „der Mann ein Übeltäter (ist) und Pornografie seiner Sadismusbefriedigung (dient).“

Ihre eigene Haltung zu Porno: „Ich finde, vor allem sollte man sich damit auseinandersetzen und Pornografie nicht pauschal verurteilen. Ich bin eigentlich ein sehr rationaler Mensch und auch ein bisschen prüde. Wenn ich mich mit Pornografie beschäftige, konfrontiere ich mich mit meiner eigenen Verklemmtheit. Ich kann das anderen Leuten nur empfehlen, denn indem man auf der rationalen Ebene Tabus bricht, kann man sie auch im eigenen Bett brechen. Dadurch wird der Sex besser und das Leben auch.“

Foto: Arie Zimet

Foto: Arie Zimet

Blümchensex. Aus dem Brief einer Leserin an die Sexklinik: „Ich habe lange darüber nachgedacht, was ich mir von gutem Sex erwarte und bin auf die Worte Blümchensex und Vanillasex gestoßen. Ist das für dieses Jahrzehnt symptomatisch?“ Nein, werte Leserin, ist es eigentlich nicht. Im Englischen ist Vanillasex ein anderes Wort für „konventionellen“ Sex, der – nach langem, zärtlichen Vorspiel – mit der „Missionarsstellung“ seine Blüte erfährt. Auch in der deutschen Debatte wurden bei „Blümchensex“ eher die „süßen, niedlichen und verspielten“ Elemente der geschlechtlichen Auseinandersetzung hervorgehoben, ein „Kuschelsex“, dem die Band „Killerpilze“ sogar ein Lied gewidmet haben und laut Wikipedia im „Bestäubungsvorgang von Blüten durch Honigbienen“ seine erste namentliche Erwähnung fand.

Ein Kommentar »

  • zorro sagt:

    „Den perfekten Blowjob will man als Frau nur können, damit der Mann möglichst lange bei einem bleibt.“

    „Die Probleme liegen eher nicht tief in der Vagina, sondern vielmehr im Bereich der Klitoris.“

    und wenn man noch ein bisserl höher raufschauen gibt´s noch ein organ zwischen den ohren.

    naja, die armen frauen

    zorro

    p.s.:ich üb mal den perfekten cunnilingus – aber da muss ich mir dann eine männerzeitung kaufen. oder steht das dort nicht drin???

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