Netztzeit-News: doppelte Dosis für Nerds. Und dazu noch Pflichtlektüre für Journalisten
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Welche Filme passen eigentlich am besten zusammen? Wie funktionieren öffentliche Verkehrsmittel? Und was müssen Medienmenschen lesen? Hier die Antworten.
Filme als Landkarte. Der amerikanische Online-Videoverleiher Netflix arbeitet mit einem Empfehlungssystem, das sich aus dem Ausleihverhalten und den Empfehlungen von Usern errechnet. Es funktioniert also ähnlich wie das System bei Amazon. Yifan Hu von den AT&T Labs hat aus den Daten eine Landkarte des Kinos gebastelt, die sich hier besichtigen lässt. Im Screenshot unten ist zu sehen, welche Nachbarn Scorseses „Godfather“ hat. Sie sind alle sehr den goldenen 70er-Jahren Hollywoods verbunden. Mehr Geschmackslandkarten zu Musik und Fernsehen gibt’s auf Hus Website.

24 Stunden Wiener Linien, visualisiert. Der Blogger Max Kossatz interessiert sich für die Visualisierung von Infrastrukturen und hat daher mit ein paar komplexen Tricks (er erklärt sie hier am besten selbst) eine Datenbank mit 44 Buslinien, 29 Straßenbahnlinien und 18 Nightline-Busse errechnet, deren 1048 Haltestellen innerhalb von 24 Stunden 510.026 Mal angefahren werden. Warum das alles? Um es dann mit Geodatenverknüpfung in ein Zeitraffer-Video zu gießen, das zeigt, welch komplexer Organismus die öffentlichen Verkehrsmittel einer Großstadt sind. Und obendrein läuft er auch noch reibungslos. Bei der Ansicht wird der Fullscreen-Modus empfohlen.
Und zum Abschluss noch eine Empfehlung, weil hier schon lange nicht mehr vom Tod des Journalismus erzählt wurde: der neue Nieman-Report. Er ist selbstverständlich online verfügbar und verhandelt, wie das Social Web den Journalismus verändert, alte Geschäftsmodelle ruiniert und Chancen für die Zukunft bereit hält. Kurzes Resümee nach ein paar an- und durchgelesenen Texten: Da tun sich noch viele Kampfzonen auf. Besser also, sich schon jetzt richtig zu bewaffnen.


