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Face Off. Leben im 1000-Freunde-Klub. Walter Hornyphon Gröbchen

Von | 09.06.2009, 12:27 | Ein Kommentar

Name: Walter Hornyphon Gröbchen Alter: 47 Familienstand: ledig Beruf: Autor, Verleger, Musikproduzent Wohnort: Wien Zeit bei Facebook: ca. ein halbes Jahr Freunde: 1227 Website: http://groebchen.wordpress.com Zitat: „Ich werde zur Furie, wenn ich draufkomme, dass mich jemand beim Geburtsdatum anschwindelt. Oder einen falschen  Mittelnamen anführt. ZiB21: Wie bist du zu Facebook gekommen? Walter Gröbchen: Doris Knecht […]

W. GröbchenName: Walter Hornyphon Gröbchen
Alter:
47
Familienstand:
ledig
Beruf:
Autor, Verleger, Musikproduzent
Wohnort:
Wien
Zeit bei Facebook:
ca. ein halbes Jahr
Freunde:
1227
Website:
http://groebchen.wordpress.com
Zitat:
„Ich werde zur Furie, wenn ich draufkomme, dass mich jemand beim Geburtsdatum anschwindelt. Oder einen falschen  Mittelnamen anführt.

ZiB21: Wie bist du zu Facebook gekommen?
Walter Gröbchen: Doris Knecht hat mich reingelockt. Sie hat sich dann rasch absentiert, eventuell mit Marx im Hinterkopf, Groucho Marx: „Ich
mag keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnimmt.“ (siehe hier)

ZiB21: Wie nutzt du Facebook?
WG: Meine Freundin behauptet: exzessiv. Ich sage: beiläufig.

ZiB21: Du hast momentan 1227 Freunde auf Facebook. Wie viele Postings bekommst du an einem Tag?
WG: Ein paar, mehr oder weniger. Manchmal lese ich sie erst nach Tagen. Manche beantworte ich nie.

ZiB21: Nenne uns drei aktuelle Mitteilungen von deiner Facebook-Seite.
WG: „Stern“-Redakteurin Karin Spitra erfreut sich an meiner Frisch-Rasiertheit. Ich sinniere über Opel, Magna, General Motors und zitiere die Kronenzeitung und Albert Einstein. Eberhard Forcher kommentiert irgendwas, aber immer gewitzt; Clemens Haipl dito. So’n Zeug halt. Ausserdem mache ich ungeniert, ja nachgerade penetrant Werbung für ein Art Facebook-Musical, das am 1. September Premiere im „Rabenhof“-Theater in Wien hat und an dem ich u.a. mit den genannten Herren schreibe. Es läuft eine Wette mit der Theaterdirektion, daß wir keine 200 zahlenden Zuschauer hinbekommen. Das ist doch gelacht, sage ich. Ich erwarte ALLE Freunde dort.

ZiB21: Welcher Sager eines Facebookfreundes hat dir bislang am besten gefallen oder blieb lange in Erinnerung?
WG: „Facebook hat etwas von einem Wirtshaus, in dem man immer jemandem zum Mitsaufen und blöd reden findet.“ (Mascha Bronsky).

ZiB21: Welches Posting auf deiner Seite hat die meisten Feedbacks erhalten?
WG: Gute Frage. Nächste Frage.

ZiB21: Wie oft bist du drinnen?
WG: Öfter jedenfalls, als ich Fernsehen schau‘. Oder Luttenberger-Klug höre.

ZiB21: Wie viele Emails schreibst du zurück?
WG: Jedenfalls nur wenige mehr als in meinem Elektropostfach landen.

ZiB21: Wie viele Stunden verbringst du im Facebook an einem Tag?
WG: Der Tag hat doch nur 24 Stunden, oder?

ZiB21: Deine schrägste Facebook-Geschichte?
WG: Liegt noch in der Zukunft.

ZiB21: Triffst du deine 1227 Freunde auch im richtigen Leben?
WG: Soll ich die Stadthalle anmieten? Im Ernst: jede(n), sofern Bedarf besteht, gerne. Bitte einzeln eintreten. Und nicht die Türe.

ZiB21: Nach welchen Kriterien suchst du dir deine Freunde aus?
WG: Ich bin grundsätzlich kommunikationsfreudig, freundlich und nicht á priori misstrauisch. Aber ich werde zur Furie, wenn ich draufkomme, dass mich jemand beim Geburtsdatum anschwindelt. Oder einen falschen Mittelnamen anführt.

ZiB21: Früher hatte man ein Büchlein mit Telefonnummern seiner Freunde. Heute sind sie im Facebook. Was ist für dich der Unterschied und was hat sich für dich dadurch geändert?
WG: Das Büchlein hab‘ ich immer wieder mal verlegt. Das Gesichtsbuch noch nie.

ZiB21: Hattest du schon einmal das Gefühl über Facebook gelinkt worden zu sein?
WG: Gelinkt? Das ist ja ein doppeldeutiges Wort heutzutage. Im Sinn von „verbunden werden“: ja. Im Sinn von „betrogen worden“: jein. Aber egal.

ZiB21: Hast du in Facebook mehr Frauen oder Männer als Freunde?
WG: Soll ich da jetzt ernsthaft zu zählen beginnen?

ZiB21: Könntest du dir vorstellen, über Facebook einen Partner zu suchen?
WG: Ihr meint wohl Sexualpartner, ihr Schlitzohren? Kein Bedarf. Aber danke der Nachfrage.

ZiB21: Gibt es etwas, das du dir von Facebook erhofftest, das aber nicht eingetreten ist?
WG: Der spontane Ausbruch des Weltfriedens. Und dass die Bauarbeiter vor dem Fenster erst um 9 Uhr mit dem Presslufthammer losrattern und nicht schon um 7 Uhr. Ich finde die Kerle nicht in Facebook.

ZiB21: Du verbringst viel Zeit im Facebook. Was treibt dich immer wieder dazu dich einzuloggen? Und wie rechtfertigst du dich selbst für die „verlorene“ Zeit?
WG: Das ist keine verlorene Zeit. Bisweilen ist es sogar beinharte
Arbeit.

ZiB21: Was würdest du ohne Facebook machen?
WG: Weniger, eventuell auch gar nichts von Mascha Bronsky, GöGö Garbo, Manfred Klimek, Martin Blumenau, Joe „Vako“ Leitner und der Bruno Kreisky Reinkarnation wissen. In einem Paralleluniversum ist das der Fall.

Ein Kommentar »

  • besserpisser sagt:

    … angesichts ihrer antworten würde groucho sagen: „den Gröbchen versteht ein fünfjähriges kind. man bringe mir also bitte ein fünfjähriges kind, das mir den gröbchen erklärt …“!

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