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Renee Unplugged 10. Squirting auf Bestellung

Von | 29.05.2009, 12:45 | 3 Kommentare

Oft fragt mich wer, was denn mein abgefahrenstes Erlebnis am Set war. Da raste ich gedanklich immer gleich bei meinen Rock ’n’ Roll Times in L.A. ein.

Renee by Erich Reismann

Renee by Erich Reismann

Es gab Vögeleien, die ich mehr genoss, aber der coolste Fuck war wohl mein Dreh mit Jay Lassiter. Stichwort „squirting“. Ich meine, hey Boys, das habt Ihr Euch sicher schon mal per Video rein gezogen, aber hat Euch je ein Girl die Bettwäsche mal so versaut, dass Ihr nicht wusstet, wie Ihr das Mami erklären sollt? Nein? Na eben. Ist ja auch was Rares.

Es war zu der Zeit, als ich mich agentenlos in L.A. herumtrieb und Produzenten anschrieb. Einer davon war Axel Braun, der mich für eine Nebenrolle in „Compulsion“ engagierte. Ein Mann mit Aura, schon weil er der Sohn des großen Lasse Braun ist. Nie gehört? Dann klickt doch mal hier, denn wer den großen Lasse nicht kennt, der hat eine Kulturlücke.
Braun Junior ist aber vor allem bekannt für seine Squirting-Produktionen. Das Thema faszinierte mich, weil ich noch nie hatte. Es dem Mann in hohem Bogen gleich getan nämlich. Und wenn ich ein Pornokapitel nicht kenne, dann muss sich das ändern. Sowas gehört zur Disziplin einer Pornoqueen.
Ich hatte es nur einmal live miterlebt, eines Abends im Berliner Klub Kit Kat. Da fand ich mich auf einer lederbezogenen Bank wieder, meine Rechte nestelte in einer Porno-Ikone namens Isabel Golden, die mir Sekunden später einen getränkten Schoß bescherte. Faszinierend. Isabel meinte, dass Frauen erst ab einem bestimmten Alter dazu imstande wären, wohl weil es einer gewissen Reife bedarf. Je näher ich dem Milf-Status komme, umso mehr denke ich an ihre Worte.

Meine Zeit in L.A. verunsicherte mich dann allerdings sehr. Weil es Mädchen wie Gauge gab. Ein zierliches, freches Wesen, ein perfekter Pornostar. Sie ging in ihren Szenen stets an die Grenze, oft hatte man das Gefühl, sie wolle sich was beweisen. Gauge war jung und schön. Und sie konnte den Springbrunnen. Ich bin überzeugt, dass es ihre Gabe war, die Männer wie Axel Braun dazu verhalf, Squirting zu einer erfolgreichen Porno-Nische zu entwickeln. Ist ja das reinste Spektakel.
Um das Kunststück zu beherrschen, muss man einen bestimmten Punkt in der Grotte finden. Diesen gilt es dann zu rubbeln. Gauge liegt da immer auf dem Rücken, rubbelt meist selbst noch fleißig rum und schon nach kurzer Zeit hält sie die Luft an, hebt ihr Becken und ein Schwall glasklarer Flüssigkeit verlässt ihren zarten Körper. Ein Schwall ist es in der Tat, da zieht sich sogar der Kameramann gern mal etwas zurück. Gauges Zuckungen nach zu schließen, muss das außerdem ein ziemlich Kräfte raubender Akt sein.
Dieses Gefühl musste ich auch haben. Also zeigte sich Squirt-Master Axel Braun gnädig und engagierte mich für eine Runde zum Zweck. Mein Mann zum „Projekt Springbrunnen“ hieß Jay Lassiter. Ein klingender Name. Erst als ich am Set ankam, erkannte ich Jay als einen Landsmann namens Horst. Bis ins ferne Porn Valley musste ich reisen, um ihn mal vor meine Mumu zu kriegen. Es half, für so eine Spezialität einen Mann an meiner Seite zu haben, der Ösi spricht. Ich war nämlich mordsmäßig aufgeregt.

Es hieß, ich sollte möglichst viel trinken. Das steigere die Chancen, dass mein Squirting-Erlebnis zum großen Schwall führt. Schließlich wollen auch die Zuschauer zuhause etwas davon haben. Irgendwie war das aber nicht einfach. Nach dem Cafe Latte, den ich mir morgens kübelweise einverleibte, war die zusätzliche Aufnahme von Wasser nur Qual. Als wir zu drehen begannen, hatte ich leichte Bauchschmerzen. Meine Nervosität steigerte sich ins Unermessliche, ich konnte den Moment nicht erwarten.
Das Studio war dunkel, Horst alias Jay vögelte mich auf einem unbequemen Stuhl und ich dachte nur an das eine. Dann drehte Jay mich auf den Rücken, spreizte meine Beine, verankerte sie an den Stuhl-Lehnen und begann mich zu, na, untersuchen. Irgendwann traf er einen Punkt, der verdammt mysteriös war. Ich wusste, dass es DER Punkt sein musste, denn dieses Gefühl war anders als die mir bekannten. Ich war mir aber nicht sicher, ob er es richtig macht, ich schwankte zwischen Schmerz und Taumel. Trotzdem war mir klar, dass sich da was anbahnt.
Dann die Explosion, ich war der Ohnmacht nahe. Und wurde gleich wütend. Das Ergebnis war so bescheiden. Ich sah Gauge und den Rest der Squirting-Queens von Mister Braun vor mir stehen und kichern. Ja, ich hatte abgespritzt, nur war da nicht viel, nicht das, was sich das Ehrenwort „Fontäne“ auch nur annähernd verdient. Und so warte ich weiterhin auf den Tag, an dem mir mal ein richtiger Springbrunnen entfährt. Für ein Girl wie mich ist das wie ein Reifezeugnis. Und ich werde es kriegen.

3 Kommentare »

  • der Fan sagt:

    Viel mehr als dieses eine Squirt Video am Pool gibts von Gauge aber auch nicht oder?

  • Xaver's Ruderleiberl sagt:

    was ich immer sage … ihr weiber wollt uns bloß an den stengel, oida. weil Ihr ihn uns so neidet, jawohl. warum sonst will eine wie die da unbedingt abspritzen? weil sie soooo gerne eineR von uns wäre …

  • truetigger sagt:

    Jay klingt wirklich sehr viel cooler als Horst – schon allein da musst ich lachen.

    Squirting ist so ein Thema, bei dem ich net weiss, ob ich sowas live brauch. Die Filmchen wirken eben auf das Geilheits-Zentrum, was man dort erregend findet muss man ja live nicht UNBEDINGT auch haben. Aber wer weiss, vielleicht ergibt sich ja eines Tages eine Gelegenheit, sowas auch zu erleben…

    Gauge ist heiss, danke für die Erinnerung!

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