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When Stephen Fry met God

Von | 08.06.2015, 18:15 | Kein Kommentar

Angenommen, es ist wahr. Angenommen, Sie klopfen an die Himmelstür und treten vor Gott. Was würden Sie ihm sagen, Mister Stephen Fry?

Stephen Fry. Ich glaube, ich würde sagen: Kinder mit Knochenkrebs? Was soll das? Was bildest Du Dir ein, eine Welt zu schaffen, mit so viel Elend, das nicht unsere Schuld ist? Das ist nicht gerecht, es ist total bösartig. Warum soll ich einen launischen, gemeinen und dummen Gott respektieren, der eine Welt schafft, die voller Ungerechtigkeit und Leiden ist? Das würde ich sagen.

Und glauben Sie, dass er Sie dann in sein Reich lässt?

Nein. Ich würde gar nicht rein wollen, nicht unter seinen Bedingungen. Die sind falsch. Aber wäre es der Hades, und wären es die zwölf griechischen Götter, dann könnte ich damit. Die Griechen haben wenigstens nicht so getan, als wären sie menschlich. Mit ihren Vorlieben, ihrer Launenhaftigkeit und ihrer Unvernunft. Die haben sich nicht präsentiert, als würden sie alles sehen und alles wissen, als wären sie gütig und wohltätig. Der Gott, der diese Welt schuf – so er sie tatsächlich geschaffen hat -, ist eindeutig ein Maniac. Ein total selbstsüchtiger Maniac. Und wir sollen uns auch noch dafür bedanken? Na gut, die Welt ist sicher recht fantastisch, aber in dieser Welt kriechen auch Insekten herum, deren Lebenszyklus daraus besteht, sich in die Augen von Kindern zu graben und sie blind zu machen. Sie fressen sich von außen in die Augen hinein. Warum? Warum hat Gott uns das angetan? Er hätte ohne weiteres auch eine Welt schaffen können, in der sowas einfach nicht existiert. Also, wenn es wirklich einen Gott gibt, was ist das für ein Kerl? Es ist offensichtlich: Dieser Gott ist monströs, total monströs, er verdient nicht den geringsten Respekt. Wenn du ihn verscheuchst, wird das Leben einfacher, reiner und lebenswerter.

Quelle: The Meaning of Life

Foto: Beao, Lizenz: CC BY-SA 3.0

 

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