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Gladius 03. Auch du, Julius?

Von | 26.04.2009, 12:46 | 10 Kommentare

Also ist es geschehen, dass die ganze Welt von einer Krise heimgesucht wurde, und in allen Ländern der Erde herrscht nun das große Jammern. Es ist noch nicht lange her, da hoffte man auf unserer Insel der Seligen in traditionell christlicher Manier, dass dieser Kelch an uns vorüber ziehe. Aber die Mächte, die da sind, wollten […]

julius_meinl_logoAlso ist es geschehen, dass die ganze Welt von einer Krise heimgesucht wurde, und in allen Ländern der Erde herrscht nun das große Jammern. Es ist noch nicht lange her, da hoffte man auf unserer Insel der Seligen in traditionell christlicher Manier, dass dieser Kelch an uns vorüber ziehe. Aber die Mächte, die da sind, wollten uns diese Not  nicht ersparen.

Wie groß aber ist diese Not? Nun, es reicht bereits, die Machenschaften eines einzigen Mannes transparent zu machen, um die Nöte vieler Landsleute zu beziffern (sofern das Beziffern einer Not überhaupt möglich ist). Er wird Julius Meinl der Fünfte genannt und ich lese, dass er bereits vor vielen Jahren alle Substanz, die er hatte (Kaffeebohnen, im wesentlichen), in Mammon verflüssigte, und Mammon wird in Ziffern bemessen – in Nummern von 1 bis 9 -, denen zumeist eine erstaunliche Anzahl von Nullen folgt. Also Zeros. (Das erwähne ich nur in Erinnerung an alte griechische Philosophen, die sich seinerzeit mächtig sträubten, die Zero als Ziffer anzuerkennen, denn: „Wie kann etwas, das nichts ist, in der Tat etwas sein?“)

Was hat nun Julius der Fünfte mit all diesen zu Geld geronnenen Ziffern gemacht? Liebe Lesergemeinde, Ihr wisst, dass materielle Angelegenheiten nicht die starke Seite eines geistlichen Menschen sein dürfen, und mir fehlt in diesen Angelegenheiten tatsächlich jeglicher Tau. Ich höre nur, dass der Julius das Geld „geparkt“  und in „Karusselle“ angeliehen hat und verstehe bei solchen Worten genau Prater. Aber hunderttausende Österreicher verstehen heute, dass ihnen unter der Schirmherrschaft von Julius dem Fünften Verluste bis 80% Prozent widerfahren sind. 80% eines Wertes, den sie dem Julius in treuer Hand anvertraut hatten.

So weit, so verblüffend, wenn auch in den Augen eines Kirchenmannes relativ simpel zu regeln. Denn wie sagte der Allmächtige via seines Sprachrohrs Moses: „Wenn jemand sündigt und sich an seinem Herrn vergriffe, dass er seinem Nächsten ableugnet, was ihm dieser anvertraut hat oder was ihm zu treuer Hand gegeben ist … wenn es so geschieht, dass er sündigt und sich verschuldet, so soll er wiedergeben, was ihm anvertraut war.“ (3. Mose 5. 21ff) Ja, so einfach liegen die Dinge vor Gott, dem Allmächtigen. Aber bei Menschen, die dem Gott Mammon hörig sind, liegen die Dinge wesentlich verworrener. Die Mammonisten beteuern heute weltweit, dass diese Unsummen von Geld verlustig gegangen sind. Verschwunden. Und ich frage da nur: Ja, wo sind sie denn dann? Kann das sein, dass diese Abermilliarden ganz einfach verschwinden? Irgendwo müssen sie doch sein, oder? In den Opferstöcken unserer Kloster – wo aller irdische Glitzertand eigentlich hin gehört, damit wir dem Schöpfer unsere Kirchen bauen – sind sie jedenfalls nicht.

Aber bleiben wir bei Julius dem Fünften. Von dem wird nun allgemein behauptet, er habe den großartigen Ruf seiner Familie in den Dreck gezogen und für immer ruiniert. Ich möchte da schon sehr bitten. Der Apfel, sage ich immer, fällt nie weit vom Stamm. Nicht umsonst werden die Meinls auch eine Dynastie genannt und mit einer Dynastie ist es wie mit Rom: Sowas wird nicht an einem Tag erbaut. Aber wenn in seinem Kern was faul ist, dann kann es an einem Tag fallen.

Ich sage absichtlich Rom, denn Rom war ursprünglich der menschliche Versuch, die heidnischen Götter vom Olymp runter zu holen und ihnen eine irdische Herberge zu schaffen. Rom war eine Idee, die den Römer zu einem Gott auf Erden stylen sollte, also eine unerhörte Selbsterhöhung auf Stärke zehn der zehnteiligen Skala menschlicher Arroganz. Und in der Regel pflegt Gott das zu bestrafen.

Ist es nun fair, die Meinls römischer Vermessenheit zu bezichtigen? Darauf könnt Ihr wetten, liebe Lesergemeinde. Nehmt ganz einfach den „Julius“.  Jeder Alfameinl hieß Julius, und wir sind nun beim fünften, und es wird wohl seinen Hintergrund haben, warum diese Familie gar so sehr auf den Julius beharrte. Ein Julius ist aber ursprünglich jemand aus dem Geschlecht der Julier, und der Julier stammt vom Julus ab, dem Sohn des Aeneas. Und hier sind wir tatsächlich in der Welt der irdischen Halbgötter gelandet.

Wir sind hier bei den alten Griechen, und bei deren Chronisten Homer war Aeneas noch ganz ein trojanischer Guter, der dem heldenhaften Hektor – vergeblich – half, den Tempel des Apollo vor den heran stürmenden brandschatzenden Horden Agamemnons zu schützen. Apollo half daher dem Aeneas, mit Sohn Julus aus dem untergehenden Troja zu fliehen, und Julus gründete später die Siedlung Alba Longa, aus der Rom entstand.

Hier gestatten wir uns einen Transfer zum (römischen) Dichter Vergil, dessen Aufgabe es war, den griechischen Götterglanz vom Olymp zu fegen und auf römische Häupter zu stülpen. Bei Vergil hatte Julus denn auch mit Venus bereits die begehrteste mögliche Mutter, auf deren göttliche Ahnfrauenschaft sich dann jeder berief, der sich „Julius“ nannte. Spätestens hier, liebe Lesergemeinde, sollte der berühmte Groschen fallen …

Der bekannteste Julius ist noch immer Gaius Julius, der sich Caesar nennen ließ und „die ganze Welt“ (damals der Mittelmeerraum) als seinen Besitz betrachten konnte, und wem sowas zu Lebzeiten gelingt, der will in seiner Unersättlichkeit immer nur eins – den Glanz Gottes auf seinem Haupt und somit Unsterblichkeit. Dieser Caesar ging denn auch (46 v. Chr.) so weit, den „Julianischen Kalender“ errechnen zu lassen, Und ursprünglich begann das Jahr selbstverständlich mit dem obersten Gott Mars (heute März). Caesar selbst wollte sich unter den Göttern an Stelle des „Fünften“ (Quintilis – so hieß der Monat zuvor) etablieren, den wir seither als den „Julius“ kennen (Juli), und weil sein Nachfolger Octavian Augustus auch nicht mit der Nudelsuppe daher geschwommen war, folgte dem Julius alsogleich der Augustus (zuvor „Sextilis“), und wir haben bis heute dieses seltsame Phänomen der verwirrenden Ziffern, wonach der Dezember (= der Zehnte) als der zwölfte (!) Monat gehandelt wird. Und mit den Stichworten „verwirrende Ziffern“ will ich wieder zu den Mammonisten von heute zurück kehren.

Wir wissen, dass dem alten Gaius Julius dessen unmäßige Selbsterhöhung nicht wohl bekam. Schon zwei Jahre nach Schaffung seines Kalenders wurde er (unter anderem von „Ziehsohn“ Brutus, hör ich da das Grasser wachsen?) zu den Iden des Mars (!!!) ermordet. So ein Schicksal kann man dem Quintilis der Meinl-Julii natürlich nie und niemals wünschen. Sehr wohl kann ein Mann Gottes aber anmerken: Jene, die sich selbst erhöhen, sollen wieder runtergeholt werden. Und sollte dem nicht so sein, so wollen wir es wenigstens hoffen. Möge der Mann bis ans Ende seiner Tage am Hungertuche nagen. Das wäre nur gerecht. Aber zugegeben, sehr wahrscheinlich ist es nicht.

10 Kommentare »

  • dirtdevil 1313 sagt:

    Hochgeschätzter Frater, Gladiator der Opferstöcke, Racheengel des zwischenzeitlich verlumpten Spekulantenproletariats!

    Ihr mythengeschwängerter Geschichtsunterricht und Ihr Exkurs in römischer Kalenderkunde in allen Ehren, aber derlei Palaver lenkt doch allzu leicht vom Kern der Sache ab, den Sie am Ende wohl erkannt haben: Mammons Bauernfänger haben eine saftige Strafe verdient. Und es ist nicht die Vertreibung aus dem Paradies, die wir ihnen auferlegen wollen. Es ist nicht die 100-Millionen-Euro-Kaution. Auch nicht irgendeine Art von Erniedrigung nach Dekaden der ausbeuterischen Überhöhung, in denen ihr Weg von Bauernopfern unterschiedlicher Gesinnung gepflastert war.
    Nein, es ist der leichtgläubige Mafiaboss aus Sardinien, der zufällig in die julianische Abzocke hineingeraten ist, weil er nach ein paar Schilchern zuviel einem befreundeten steirischen Weinbauern vertraut hat und nicht mehr klar – also mafiös korrekt – denken konnte. Es ist also dieser Pate aus…, sagen wir mal: Olbia, der interessanterweise ein paar Peanuts an der Wiener Börse verloren hat und nun seine Schergen ausschickt, um kugelsicher das Vakuum auszufüllen, das der umtriebige julianische Geldadel in seinem Geldspeicher und in seinem temperamentvollen sardischen Herzen hinterlassen hat.
    „Die Rechnung wird mit Blei bezahlt“, sagt mein Chef gerne, weil er ein großer Freund des Italowesterns ist und ein Gerechtigkeitsfanatiker sowieso. Da sind ja ganze Existenzen in Gefahr, pudelt er sich auf, da werden mit einem Schlag Hoffnungen auf ein besseres Leben ausgelöscht, zischt er und fordert höhnisch grinsend die Blutrache ein. Sie ahnen vermutlich gar nicht, wie besessen Höllenfürsten auf Gerechtigkeitsprinzipien herumreiten können. Hauptsache, es fällt dabei etwas für sie ab.
    Ja, der Mammonismus seiner hinterfotzigsten Ausprägung gehört zu unseren besten Wertanlagen, seufzt mein Chef manchmal leise vor sich hin. Dieser unstillbare Hunger nach Gold und Fleisch, dieser immer währende Drang nach Kumpanei und Hinterlist. Ja, Gebieter, pflichte ich ihm bei solchen Gelegenheiten bei, aber was wäre diese grenzenlose, schamlose Gier ohne die Unterstützung des Spekulantenproletariats? Das Spekulantenproletariat, der Kleinanleger, das Sparschwein der großen Schweinehirten.
    Aber die Krise, Mann Gottes, die Krise, von der das Erdenvolk nun schon häufiger spricht als vom großen 11. September, diese Krise ist natürlich auch nur ein Kollateralschaden der Apokalypse. Natürlich wird es noch viel schlimmer kommen und natürlich wird alles viel schlimmer enden, als wir uns das in den elendsten Träumen vorstellen können. Seuchen, Hungersnöte, Naturkatastrophen Vernichtungskriege – pah, bis dieser Planet endlich vom julianischen Abschaum und von der Heuschreckenplage der Börsianer gesäubert ist, braucht es schon mehr als das.
    Meinem Chef gefällt die Vorstellung von der Apokalypse übrigens gar nicht. Er fürchtet selbstverständlich in keiner Weise den Tod oder den Untergang seines Imperiums, sondern ganz einfach die Arbeitslosigkeit. Der Pensionsschock könnte ihn umbringen, glaube ich, wenn ihn denn irgendwas umbringen könnte.
    Aber bis dahin wartet noch ein hübsches Stück Arbeit auf uns…

    Ergebenst,
    Ihr Devil Dirt

    • karotterl sagt:

      du knecht du elender! was weißt du schon von deinem chef?
      mir deucht mir schwant gar übles: hab ich doch einen nicht unbeträchtlichen teil meines gemüsischen selbst zeitlebens in tiefen verbracht, die mein ohr schärften auf deines herrn gebrüll!
      den mammonismus hat er doch längst den michaels und gabriels vorgeworfen und sich elegant aus der affaire gezogen. wirtschaftskrise, ha! lächerlich! die meute, die sich davon noch in angst und schrecken versetzen lässt und einst womöglich mit schaufel und mistgabel diverse bauliche attraktivitäten entmenschten sucht heute doch nur noch in kirchenbänken und bankkirchen ihr heil. wimmernd um zahlen und ziffern.

      unwürdig.

      nein, dem lichtbringer sein wirkliches spielzeug heißt grad schweinepest.
      ist nicht der nette 5erjuli grad nach mexiko?

      ich frag ja nur, Sir!

      • dirtdevil 1313 sagt:

        Niederes Gemüse, aufsässige Erdenfrucht!

        Das große L, das Ihnen jüngst gewachsen ist (was haben Sie damit eigentlich angestellt?), hat Ihnen offensichtlich nicht gut getan. Und mein Wissen über meinen Chef ist naturgemäß unermesslich. Nur prahle ich nicht damit herum, wie Sie leicht erkennen könnten, wenn Sie meine „Hirtenbriefe“ (an dieser Stelle dürfen Sie lachen) sorgfältig lesen würden. Und mein Herr brüllt schon lange nicht mehr, er erregt sich nur hin und wieder künstlich, man hat ja schließlich einen Ruf zu verteidigen. Aber glauben Sie mir, forsche Möhre bzw. junger Mohr (Sie heißen nicht zufällig Julius, oder?), all das Geschrei der Oberwelt, der Lärm des Menschelns und Meuchelns genügt uns vollauf, dankeschön, da müssen wir uns nicht über Gebühr einmischen.
        Und weil Sie in Ihrem Übermut natürlich auch darauf kommen mussten: Über die Schweinepest reden wir in unseren Kreisen derzeit wenig bis gar nicht, denn in diesem Fall ist das Pulver noch lange nicht verschossen und die Ernte noch nicht eingebracht. Gefeiert wird, sobald das Werk vollbracht ist.

        Und sollten Sie weiter wachsen wollen, forsches karotterl, dann habe ich noch einen gut gemeinten Rat für sie: Wachsen Sie einfach über sich hinaus!

        In gespannter Erwartung,
        Ihr Devil Dirt

        • Frater Gladius sagt:

          Werter dirtdevil,
          Sie ausgefuchstes Luder hätt ich fast gsagt! Sie meinten wohl, ich stapfe wie der letzte Hinterwäldler in Ihren allzu betont achtlos hin geschmissenen Wennsatz. Da müssen Sie schon später aufs Lotterlager fallen. Gestatten Sie mir auch noch eine weitere Geringschätzung: Hatte nicht Ihr Chef mit dem meinigen einen Deal, auf dass ich nicht gezwungen sei, auf Höhe Ihrer Würdelosigkeiten herab zu steigen und mit Ihrem lächerlichen Wurmfortsatz meine Klinge zu kreuzen? Hat nicht Ihr Chef mit meinem Chef vereinbart, dass Ihr Chef die Spitzbuben und Falotten und Futner, die auf ihren Betten herumflackchern (wie mein Landecker Frater sagt), von dieser Erde entsorgen soll? Mit denen ist doch ohnehin viel besser satanische Verse zitieren! Und meinem Chef sollten dafür die harmlosen Sparschweinsparer bleiben, bei denen sogar die Sünden zu mickrig sind, um sie weiter zu erzählen; die Karotterln und Erbsen mit ihren mickrigen Münzen für unsere sarkastisch uferlosen Opferstöcke, weil Kleingeld halt auch Mist macht … Haben Ihr Chef und der meinige das nicht ausgemacht? Da sieht man wieder, was das Wort Ihres Chef zählt. Schade, denn manchmal, wenn wir über Nonnen fachsimpeln, hab ich sehr wohl das Gefühl, dass wir einander verstehen. Aber sein Wort ist in Wahrheit nicht das Sulfat wert, in das seine Zunge getaucht ist. Die mammonistischen Falotten treibens auf unserem Erdreich weiterhin so bunt wie die Flöhe auf Ihrem räudigen Schamhaar, und warum? Weil den Knechten Ihres Chefs nix besseres einfällt, als das harmlose Gemüse mit seinen mickrigen Problemen – meine Schäfchen! – zu piesacken. Sagen Sie Ihrem Chef, er soll sich schämen. Gezeichnet, FG

      • Frater Gladius sagt:

        vorsicht, karottERL! Wer sich mit dem da unten anlegt, der landet irgendwann auch dort da unten. Dein FG

        • karottERL sagt:

          hochgeschätzter frater!

          herzlichsten dank für Ihre warnung, aber seien Sie versichert, mir droht da ganzgenau garnix!
          natürlich die dankbare nähe zum bodenständigen ist das eine, dass andere aber die kleinen frechen weisheiten, die meinereiner sich aneingnete wie quasi dünger.

          der luzi, der nette lichtbringer, verungimpft wie weiland magda maria von eben denselben pfaffen, denen unser spott (ich trau mich ganz groß, Sie da mit einzubeziehen, wertester) sicher ist, ist doch kein böser, schauns…

          ich meine, ich weiß es, Sie wissen es, und der wischmob sowieso…aber natürlich ist so ein imätsch schwer erarbeitet und soll jetzt hier auch nicht nachhaltig geschädigt werden…drum der hinweis auf gebrüll, wo wohltönende, leicht selbstverliebte klangsprache wohl eher angebracht ist.

          er muss ja, ich mein, wo würden wir landen ohne einen, der uns ins ohr flüstert, bedenk, du bist nur ein mensch…haha. den hat er gut versteckt, der luzi. weil, da sieht man wo der mohr hinkam, ohne…
          also, der uns ins ohr flüstert: wirklich? und …wieso? und… sicher???

          wo würd die schöpfung da enden, wenn sie aufhört zu nerven und fragen. naja, alles braucht man ihm nicht in die schuh zu schieben, dass schaffen die gemüse dieser erde ganz allein. nicht zuletzt wegen der blöden ausrede: er sein schuld und überhaupt…

          und zu dir wischmob, elender knecht: ein stolzeres karotterl hast nie xehn, mit und ohne ERL! aber was soll so einer halt, der in deutschtümmeleien die karotte net von der möhre unterscheidet.

          also wirklich…
          8-)

          • dirtdevil 1313 sagt:

            Da habt Ihr mich ja ordentlich in die Zange genommen, aufgewecktes Möhrchen und zürnender Ordensbruder! Ob es sich hierbei allerdings um eine heilige Allianz handelt, möchte ich doch stark bezweifeln.
            Eine Weile werde ich noch der „leicht selbstverliebten Klangsprache“ lauschen (danke, K.ERL), dann verlasse ich mein Erdloch und gehe hinaus in die Welt, um Zwietracht und Missvergnügen zu streuen, wo Scheinheiligkeit und frömmlerische Heuchelei im Überfluss gedeiht.
            Und, Frater, sollte ich zufällig über Ihr frisch rekrutiertes zartes Pflänzchen stolpern, bitte ich um Nachsicht. Ich kann nicht anders, ich werde es mir wohl einverleiben müssen. Und ich fürchte, es wartet nur darauf…

            O sancta simplicitas
            Oh heillose Vorsehung

            Ergebenst, Devil Dirt

  • karotterl sagt:

    hochgeschätzer frater!

    jaja, wenn die nuller dann vorangehen, erblühen die feinsten Blüten.
    gott oder mammon…das ist halt keine frage.
    der fünfer sollte doch der sein, der lernt und zur nächsten runde vorantreibt.
    hat sich der fünferjuli dafür entschieden, denn herrn zu wechseln?
    und ertrinkt in schuldgefühlen oder doch in selbstmitleid ob seiner (jetzt mal unterstellten) hinwendung zum anderen?
    hat dich der mammon unbarmherzig und tun wir dir unrecht, du sproß?

    ha
    glaubs du nur wenn er mit al pacinos gesicht auftaucht und dir versichert (haha versuchert, da hat mich doch der sigmund auch;-)) dass alles rechtens ist.
    für katholiken gibts ja immer a nettes feuer zum bereuen…

    gelts gott, frater!
    dünger in meinem feld;-)

    • Frater Gladius sagt:

      Gern geschehen, karottERL, Du getreuer Besucher meiner Kirche. FG

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