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Asma al-Assad – die Gattin des Diktators.

Von | 11.03.2012, 16:36 | 14 Kommentare

Erinnerung an die Zukunft einer ehemaligen britischen Bankerin, die auszog, um Wüstenrose zu werden und heute „Marie Antoinette von Damaskus“ genannt wird.

 

Asma al-Assad by Ricardo Stuckert/ABr, Lizenz: CC BY 2.5

Zunächst eine persönliche Kette der Annäherung: Sie ist 36 und eine Frau von makellos attraktiver Erscheinung, das nimmt mich sofort mal für sie ein, dagegen kann ich nichts machen, derlei Geschöpfe erfrischen Teile meines Organismus, die von anderen nicht erreicht werden.

Sie wurde in England geboren und verbrachte dort das erste viertel Jahrhundert ihres Lebens, am Londoner Queens College vollendete sie bereits mit 21 ihren Bachelor of Science, das ist sehr aufwärts mobil. Allerdings verfolgte sie dann eine Karriere als Investment-BankerIn bei Deutsche Bank und J.P. Morgan, Abteilung Hedge Funds, das nimmt mich gegen sie ein. Auch dagegen kann ich nichts machen, das ist eine gewachsene Sache, Rezession etcetera, außerdem kenne ich ein paar Banker persönlich und ihre Haltung zum Leben ist mir zuwider, das mag ungerecht sein, aber ich hab keinen Bock darauf, sie mir sympathisch zu saufen.

Ihr Vorname ist Asma, seit Ende 2000 heißt sie außerdem al-Assad, da heiratete sie Bashar, den frisch gebackenen Präsidenten von Syrien. Sie zog nach Damaskus und machte was aus den Vorschusslorbeeren. Sie setzte sich für Frauenrechte und – erziehung ein, sie half die syrische Wirtschaft „liberalisieren“ (was immer das sein mag), sie etablierte Charities für die Armen und Bedürftigen ihres Landes. Sie ließ die Landestracht außen vor, sie blieb modisch en vogue, trug Louboutin-Schuhe und fuhr einen SUV, das ist einerseits so privilegiert wie es klingt, andererseits blüht Frauen am Steuer nebenan bei den Saudis der Knast, ich erwähne das nur, weil ich nicht weiß, wie derselbe Umstand in Syrien gehandhabt wird, jedenfalls war Asma mit High-heels und ohne Schleier in Syrien eine schier unmöglich moderne Fata Morgana von Ikone.

Man nannte sie die „Rose der Wüste“.

In ihrem Haushalt, hieß es, herrschte „wilde Demokratie“, die drei Kinder, die sie ihrem Gatten gebar, konnten die Eltern demokratisch überstimmen, wenn es darum ging, welche Möbel gekauft werden sollten. Auch dem Image ihres Gatten, diesem Mann mit dem seltsam eigenschaftslosen Gesicht, half Asma immens. „Irgendwas an diesem Mann muss interessant sein“, sagte man im Westen, „wenn er so eine moderne Frau heiraten konnte.“

„Marie Antoinette von Damaskus“

Aber nun, da die syrische Version des Arabischen Frühlings mit brutalem Schlachten beantwortet wurde und wird, hat sich das Blatt der Wüstenrose gefärbt, „wie kann so eine wohlerzogene, elegante Frau mit so einem Monster verheiratet sein“, heißt es jetzt, und seit sie im Februar sowohl ihr Schweigen als auch eine Lanze für den Gatten brach („Der Präsident ist der Präsident Syriens, nicht einer Fraktion der Syrer und die First Lady unterstützt ihn in dieser Rolle“), ist ihr Image dahin. Man nennt sie nun „Marie Antoinette von Damaskus“, nicht wirklich das günstigste Omen für die Zukunft einer Frau.

Ehe Ms Asma eine al-Assad wurde, hieß sie übrigens al-Akhras und ihre Vorfahren stammen aus Homs – dem Epizentrum des Schlachtens. Einige ihrer Charities helfen den Notleidenden von Homs und wir sind daher mit diesem wahnwitzigen Bild konfrontiert, in welchem der Gatte die Kinder und Frauen und Männer von Homs massakriert und die Gattin die Überlebenden wieder zusammenflickt, irgendwie. Es ist jenseits von absurd.

Wie konnte sie nur, hieß es denn auch. Wie konnte sie sich nur hinter Bashar stellen, wenn dieser ihre eigenen Leute niedermetzeln lässt? Das ist recht einfach beantwortet, finde ich. Weil sie zunächst eine Gattin ist – die sich offiziell hinter ihren Mann zu stellen hat – und zweitens sich selbst die Nächste – die guten Grund hat, um ihre unmittelbare Sicherheit und die ihrer Kinder zu bangen. Assad ist ein Gangster mit dem Rücken zur Wand, der zu weit gegangen ist, um auch noch vor irgendwas zurück zu schrecken.

Asma al-Assad ist in einer unmöglichen Position, die Gattin in ihr muss zum Gatten stehen, die Mutter ihre Kinder schützen, der Mensch in ihr kann das barbarische Handeln ihres Gatten unmöglich gutheißen, der Wirtschaftsexpertin in ihr wird bereits dämmern, dass das westliche Öl-Embargo über kurz oder lang greifen und das syrische Wirtschafts-Establishment sich gegen den Präsidenten richten wird.

Ich persönlich fühle für sie, allen Umständen zum Trotz, denn wie gesagt, sie ist eine junge Frau von makelloser Erscheinung, das nimmt mich für sie ein und ich kann nichts dagegen machen.

14 Kommentare »

  • mare sagt:

    Ist schon eine verzwickte Sache, dass mit der Ehe. In guten wie in schlechten Zeiten und die sind angebrochen…. !

  • André sagt:

    na so fesch kann eine mensch gar nicht sein…
    die hat schon sehr genau gewusst auf wen und was sie sich da einlässt, sein Vater war ja auch so…

    • Frater Gladius sagt:

      Eh. Ich will auch nicht behaupten, dass ich hier rational unterwegs bin …

      • Fnf sagt:

        ja, es ist ein jammer. die klostermauern sind nicht dick genug und die depardieu’sche l’ultima donna-lösung ist dann doch ein wenig zu radikal.

        • Frater Gladius sagt:

          Fränk! It´s been a long time …

          • Fnf sagt:

            yo. was a bit offline in the deep south.
            but, don’t think i’ve missed a lot. zib21 still looks like more of the same :D
            anyway, a monk shouldn’t freak about about a woman just coz she reminds him of the marvellous woman of another author of this site. that asma is just a fookin bitch.
            a little bit of contenance, my friend.

          • Maschka sagt:

            Schade, dass der originale frater nicht mehr schreibt, sondern nur mehr sein Double. Man merkt es auch sofort! Dem Double fehlt die Sensibilität.

            • Fnf sagt:

              bullshit.

              • Maschka sagt:

                wie meinen Sie das?

                • Fnf sagt:

                  wohl ’n schlichtes gemüt? was sie hier absondern ist gequirlte scheiße.
                  ich weiß, ich sollte das bissl politisch korrekter formulieren, aber mir fällt grad nix besseres ein. sorry.

                • mmmsf sagt:

                  Sie sind genau der User, den diese Seite verdient hat!

                • Fnf sagt:

                  nicht übertreiben. so schlimm ist die seite auch wieder nicht ^^

  • Karin sagt:

    Na sie hätte sich ja auch wieder nach London vertschüssen können und ihren Mann und die Kinder mitnehmen, dann bräuchte sie sich nicht zu fürchten. Geld auf diversen Bankkontos haben sie ja sicher genug.

    • Frater Gladius sagt:

      Danke für die Zuwendung, Karin, aber anzunehmen, dass „sie und ihr Mann“, erstens, dieselbe Plattform teilen und, zweitens, in London „nicht(s) zu fürchten“ haben, halte ich für ein Missverständnis. Ihr Gatte kann sich sicher nicht in London blicken lassen.
      Aber gut, für den Umstand, dass sich eine ästhetisch derart erfreuliche Erscheinung wie sie von einem krassen Mannsbild wie ihm wiederholt begatten lässt, hab ich auch keine Erklärung, abgesehen davon, dass sie eine gelernte Bankerin ist, also eine Person, für die alles, wirklich alles, eine Frage des Preises ist. Hm, so gesehen sollte natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass ich gelegentlich nicht meiner Meinung bin. Dein FG

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