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Guttenberg: Wüste oder Klapse

Von | 30.11.2011, 12:16 | Ein Kommentar

Niemand auf Erden ist KT gewachsen. Deshalb muss er den Allerhöchsten als Zeugen anrufen. Klar, dass bei diesen Maßstäben Journalisten und die Jungs an der Uni Bayreuth nur Geschmeiß sind.

Karl-Theodor Guttenberg: Vorerst gescheitert (Herder). Bild: Ausschnitt Cover

Deutschland zerfällt wieder einmal, nicht in Elite-Bonds-Befürworter oder deren Gegner, sondern in Freund und Feind des bayerischen Freiherrn. Die Trennlinie ist messerscharf: Auf der einen Seite stehen die, die glauben, dass aus Guttenberg wieder etwas werden wird und auf der anderen Seite die, die vom Gegenteil überzeugt sind.

In der vergangenen Woche war es vor allem eine Debatte, die über die Medien ausgetragen wurde. Wir wissen, dass Giovanni die Lorenzo von der ZEIT den Ex-Doktoren unterstützt, und Volker Zastrow von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ihn für brandgefährlich hält. Und so müssen wir alle eine Antwort auf die Frage geben können: „Wie hältst Du’s mit Guttenberg?“.

Ihr seid alles Feinde!

Als ob wir gerade nicht andere Probleme hätten, Euro-Rettung und so. Aber das ist allein der Grund, warum es Karl-Theodor treibt, zu uns treibt, zu den Menschen, die so viele Fragen, aber keine Antworten haben. Er, KT, kann Abhilfe schaffen, uns den Weg zeigen. „Nein“ kann da nur die Antwort auf die Frage sein, ob es nicht etwas kleiner geht. Ein Psychoanalytiker hat zu Guttenberg gestern auf Stern Online ein gestörtes Persönlichkeitsbild attestiert. Der Stern, das alte Revolverblatt, ist damit zu den Guttenberg-Gegnern übergelaufen. Macht nichts, viel Feind, viel Ehr’, denkt sich der Baron.

Was dem Analytiker Recht gibt, ist, dass bei Karl-Theodor zu Guttenberg die Ursache-Wirkung-Relation völlig ausgehebelt ist: Für ihn sind manche Journalisten Feinde, ganz sicher die Herren Schneiderhahn und Wichert, seit neuestem ist auch die CSU ein Feind, das Geschmeiß an der Uni Bayreuth auch (das sind ja noch nicht mal Juristen, die da über ihn zu Gericht sitzen)! Er ist ohne Fehl, es sind immer die anderen. Das Schuldeingeständnis im Interview mit Giovanni di Lorenzo ist daher genauso wenig eins, wie es das Schuldeingeständnis bei seinem Rücktritt eines gewesen ist. Josef Joffes Analyse nach dem Rücktritts-Schauspiel im März dieses Jahres hat bleibende Gültigkeit.

Der Gotteslästerer

Der Abgang im März war groß, die Rückkehr musste daher im Weltbild KTs triumphaler ausfallen: Giovanni die Lorenzo fragt denn auch feierlich: „Sie würden auch unter Eid und vor Gott sagen, dass das niemand für Sie geschrieben hat?“ Karl-Theodor zu Guttenberg antwortet: „Ja, selbstverständlich.“

Vor Gott? Ist klar! Schauen wir in die Heilige Schrift; sie ist denen, die keinen so einen guten und direkten Draht nach oben haben wie KT einziger Anhaltspunkt für das, was Er will. Und da heißt es im Matthäus-Evangelium, im 5. Kapitel: „Ihr habt weiter gehört, daß zu den Alten gesagt ist: ‚Du sollst keinen falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten.’ Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Stuhl, noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel, noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt. Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören, denn du vermagst nicht ein einziges Haar schwarz oder weiß zu machen.“ Was danach kommt, ist Donnerschlag: „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“ Heißt: Wer sich in seiner Rede auf Gott beziehen muss, ist nicht ganz koscher.

Nun wurde dem Volk die Gretchen-Frage gestellt. Das Ergebnis der Umfrage: 51% der Deutschen lehnen ein Comeback Guttenbergs ab. Vox Populi, Vox Dei – die Stimme des Volkes ist die Stimme Gottes – haben die Alten gesagt. Zeigt die Umfrage ein Gottesurteil? Mit seinen überheblichen Einlassungen zu den Politikern in Europa im Allgemeinen und den CSU-Politkern im Besonderen hat sich Guttenberg selbst zum Messias erhoben. Auch das ist Gotteslästerung. Die Schrift warnt uns an vielen Stellen vor falschen Propheten. Guttenberg ist einer von ihnen. Wir müssen ihn in die Wüste oder in die Klapse schicken!

Ein Kommentar »

  • Oliver sagt:

    Der Lügenbaron soll uns nicht länger behelligen, sondern dahin gehen, wo der Pfeffer wächst.

    Oliver

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