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Manfred SaxBanker, Politiker & andere Schlitzohren

Von Manfred Sax | 11.04.2009, 17:57 | Ein KommentarShare/Save

„You talking to me?“Wer sich unter Politiker mischt, der mischt sich unter die Säue. Das wussten schon unsere Väter. Heute wissen wir außerdem, dass auch Banker keine Lercherl sind. Sogar das Wort Aasgeier klingt für Meinl und Co fast beschönigend. Obwohl, neu ist das nicht. Die Grenzen zwischen Politiker und Banker sind seit jeher fließend, zumal im Alpenland.
Dass derlei Gestalten heute wieder Schlagzeilen machen, hat natürlich mit den Zeiten zu tun. Mit der Krise, der Rezession oder wie immer du das nennst. Und ebenso natürlich hat heute jeder Mensch wie du und ich seine eigenen Geschichten parat. Von Notlage, Pfändung, Rausschmiss und derlei Knüllern mehr. Und von den tauben Ohren der Banken weiß ohnehin jeder zu berichten. Heute kannst du ja mit der Uzi vor dem Bankbeamten fuchteln und er rückt keinen Zehner raus. Nur sind das keine Stories. Wie auch, wenn am Schalter nebenan sein cooler Boss gerade hundert Millionen abhebt, um sich die schwedischen Gardinen zu ersparen. Das sind nun Summen, mit denen lässt sich echt angeben. Hat er bis vor kurzem auch noch gemacht, der Boss. „Der letzte, der mich um Geld brachte, hatte auch hier am Bauernmarkt sein Büro“, erzählte er da großspurig. „Jetzt sitzt er im Gefängnis.“ Also dort, wo der Meinl seltsamer Weise nicht sitzt. Der Mann, über den er da motzte, hatte offenbar nicht das nötige Kleingeld für die Kaution.

Unlängst war ich Gast beim Fotografen Erich Reismann auf seinem Gutshof am Land, und wir blätterten in seinem massiven Archiv. Unglaublich eigentlich, wie viele Banker, Politiker und andere Ganoven sich dort im Lauf der Jahre versammelt haben. Wie es Reismanns noble Art ist, hat er für ZiB21 eine repräsentative Siebener-Packung dieser Typen zur Verfügung gestellt. Eine nette Mischung aus aalglatten ehemaligen Vorzeigemännern, zwielichtigen Charismatikern und sogar einem mutmaßlichen Serienmörder. Anmerkung: Niki Lauda soll sich von obigen Beschreibungen bittschön nicht angesprochen fühlen. Der ist nur dabei, weil die Story dazu so ein nettes Licht auf die Politiker&Banker-Szene wirft. Aber lesen Sie doch selbst. Wie? Indem Sie die Bilder anklicken.

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