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Beyoncé: Keine falsche Angst vor dieser Frau!

Von | 01.07.2011, 7:55 | Ein Kommentar

Ohne Stimmbandakrobatik, mit Bekenntis zur Seele. Miss Knowles ist mit „4“ nicht nur ein solides Album gelungen, sondern ein richtig gutes.

Zugegeben, ich hatte ein wenig Angst vor diesem Album. Immerhin ist Beyoncé Knowles, die sich als Künstlerin schlicht beim Vornamen nennt, der Stimmbandakrobatik und deren fiesem Bruder, dem Walgesang, nicht abgeneigt. Dazu kommt, dass sie heuer im September 30 wird und sich seit ein paar Monaten endgültig nicht mehr von ihrem Eislaufdaddy managen lässt, der sie zu dem gemacht hat, was sie ist: Eine Hitmaschine mit himmlischer Stimme. Eine Frau, der von Journalisten, die wenig nachdenken (also vielen), schon vor ihrem ersten legalen Drink erzählt worden ist, was für eine göttliche Diva sie bloß sei. Eine fixe Größe im US-amerikanischen Celebrity-Zirkus, denn sie ist ja auch mit Jay-Z verheiratet.

Und wenn diese Frau nun ein Album veröffentlicht, dem die Aura der Emanzipation und der großen Kunst voraus eilt, kann einem das eben Angst machen. Zu sehr hat man da die drei Stimmband-Kriegerinnen Whitney, Mariah und Celine im Ohr, die sportliche Höchstleistung mit Anmut oder gar Seele verwechseln.

Den Walgesang der Seele geopfert

Wobei Seele ein gutes Stichwort ist. Beyoncé Knowles, das muss man ihr zugute halten, hat immer die Seele gesucht und ihr daher auch irgendwann den Walgesang geopfert. Ihr „At Last“ für Michelle und Barack Obama zum Beispiel fällt damit sogar in die Kategorie Weltgeschichte.

Doch ehe ich mich hier in der Vergangenheit von Beyoncé Knowles verrenne: Ihr neues Album „4“ ist grundsolide. Die nervöse Single „Run The World (Girls)“ muss man mögen, aber selbst wenn man sie nicht mag, kann man sie immerhin als Statement zu weiblichen Selbstermächtigung hören. Der Schmalz (siehe „1+1“) kommt nicht klebrig, sondern vom Herzen. Und über allem Einsatz von Geld und Aufwand auf der Suche nach dem Hit steht das Bekenntnis zum Soul, der seit ein paar Jahren schon R&B heißt und als solcher auch Platz für Kinderzimmer-Sadomaso mit Rihanna bieten muss. Da tut es gut, wenn ihn eine der kommerziell erfolgreichsten Künstlerinnen entschlackt und zurück zur Essenz führen möchte ohne die Unterhaltung aus dem Auge zu verlieren.

Und dann noch ein bisschen Historie

Womit wir beim zweiten – und letzten – Stichwort zu Beyoncé Knowles wären. Vergangenen Sonntag spielte sie auf dem 41. Glastonbury-Festival in England. Als erste Headlinerin eines Abends, ein historischer Moment der Unterhaltungsindustrie also, und ihr Gemahl Jay-Z im Publikum lernte staunenden Auges, wie es geht, eine Bühne, die drei Tage lang den Buben mit den Gitarren gehört hatte, mit einer zünftigen Black Music-Unterhaltungs-Revue zu bespielen und zu dort auch zu bestehen.

„Sex auf zwei Beinen“, wie der Kollege Sax diesen Vorgang nennt – er hat am Ende seines Textes auch das Video dazu – ist nicht ausreichend, um diesen Auftritt zu erklären. Beyoncé ist einfach gut, in dem was sie tut. Ich habe nach den ersten Clips aus Glastonbury jedenfalls die Angst vor ihrem Album „4“ verloren. Sie war, das kann ich nach ein paar Tagen sagen, tatsächlich völlig unbegründet.

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Ein Kommentar »

  • Researcher sagt:

    Also schlechte Reserche. Die Songs die vermeintlich auch auf dem neuen Album sind, sind wie üblich alle nicht aus ihrer Feder oder nur fürs Rechtliche leicht verändert – meist werden die Songschreiber aber in die Bredoullie geschickt, entweder den Song an die werte Dame zu übergeben oder eben keine Mäuse zu machen. Führt sich laut des eigentlichen Bootylicious Song Schreiber zurück, der damals von ihrem Dad+Ex Manager erklärt bekam, dass ein Star noch mehr geehrt wird, wenn er als Songschreiber auch noch erklärt wird. Die komplette Marketing Strategie war, Beyonce, weil sexuell ansprechend, mit viel Perrücke und Make-Up aber auch nur, sowie sog. Booty Pads für ihre Rundungen, zum singenden Sex-Objekt für Musik,Mode,Film zu vermarkten. Ein großer Künster steckt aber nicht dahinter. Sondern ein stinknormaler X-Faker Kandidat – mit viel Hilfe vom Dad und noch mehr geklauten Songs! Man wird ihr langsam überdrüssig, weil ihr der Erfolg so sehr zu Kopf steigt, dass sie sich schon selbst als Legende bezeichnet, obwohl das ja eher Verstorbenen als Ehre zuteil wird. Aber Diva reicht ihr ja nicht mehr. Auch muss sie in den meisten ihrer 3 Minütigen Videos immer wieder beweisen – dass sie in mind. 10 verschiedenen Looks die Schönste ist – und genauso handeln ihre Songs stets von ihrem tollen Dasein voller Fleiß, Schönheit, Sex-appeal und dem Idioten, der auch nur erwägt sie nicht als Welt-Schönste zu empfinden. Ziemlich klar, dass man ihr überdrüssig wird, denn wer wie schon zu ihren DC Zeiten nicht mal ein bissl Ruhm und Ehre teilen kann und die ganze Welt erobern will, der macht es seinen Mitmenschen ein bissl eng auf dieser Welt! Dabei ist sie doch gar nicht die einzig tolle Frau im Geschäft und dass ne Sängerin zumindest einen Song ordentlich singen kann, sollte auch eigentlich vorrausgesetzt sein – viel Akkorde wie die Housten damals hat sie nicht drauf, dafür aber mehr Ego, als die Turner, Franklin, Houston und alle zusammen. Eine verlogene Rampensau, die sich am Ende noch zu fein ist, ehrlich zu sein und hinter Schüchternheit, eigentlich ihre Arroganz verbirgt, dass sie mit keinem wirklich sprechen will. Sonst könnte ihr ganzes Lügen-System schnell den Lack abkratzen, der ihr die ganzen Millionen bringt. Sorry – aber die Songs sind echt nicht so der Bringer und textlich auch keine Weisheiten. Frauen fühlen sich davon auch eher eingeschüchtert – da die normal Sterblichen nicht super-schöne Menschen sind, mit einem Daddy, der für alle Träume in Vorkasse geht, sondern müssen sich selbst behaupten, im harten Show-Bizz, wie ihre ehemaligen Background Sängerinnen, die noch nicht mal so genannt werden dürfen. Sondern ihr Schattendasein – für voll nehmen mussten und sich selbst ihren Ruhm erarbeiten mussten. Trotz gesanglicher Überlegenheit. Auch bringt es keiner Frau was, ihren Mann „zu kaufen“. Die HipHopper lieben ja die Trauer des Lebens zu pflegen und heiraten höchstens Frauen, die Kohle bringen, weil alle anderen „Schl….“ ja nur Geld kosten würden und super Aussehen – ist ohnehin Pflicht. Welche Frau sie da gestärkt fühlt – keine Ahnung – wohl nur eine Paris Hilton, Kim Kardashian, Heidi Klum. Für uns normal Sterbliche – ob mit guter Figur und tollem Aussehen und Talent mehr oder weniger heißt es, hart arbeiten, einen Mann finden, der uns auch makelhaft liebt und unterstützt und für den wir nicht 500 Perrücken auf den Kopf geklebt tragen müssen umd „mithalten“ zu können…Sorry..bitte recherchiert mal auf den englischen Seiten, diese Sängerin ist ein absoluter Fake. Wird Zeit, dass man endlich denen auch mal Lorbeeren in der Kunst zuschanzt, die es nicht nötig haben mit Sex, gekauften Hits zu punkten. Sonst fang ich demnächst an – mal ein paar Picassos und Goethes nachzumalen, mir die Rechte zu kaufen und mich als talentierter Maler und Künstler und Legende zu präsentieren. Wenn Kunst so einfach ist…TOLL, nichts leichter als DAS! Für so ein Marketing-Konzept, kann man sich dann ja mal ruhig nen Kredit bei der Bank holen und das nach machen, dann haben wir bald eine Erde voll Legenden und die WAHREN Künstler, sortieren wir einfach aus, weil sie die Gesichtskontrolle nicht bestanden haben. Was das mit „Seele“ zu tun weiß ich nicht. Eher mit Herzlosigkeit, Korruption und Verlogenheit…bitte besser recherchieren und vielleicht mal eher eine Künstlerin ins Rampenlicht holen, die weniger PR Kohle hat, aber mit tatsächlichem Talent, Gutherzigkeit und nicht „soliden Songs“ sondern echt tollen Weisheiten und Lyrics glänzt in den Vordergrund kommt. Die meisten erwachsenen Fans von Beyonce sind der Egomanin überdrüssig. In den Staaten schon längst…wird Zeit, dass man in Europa auch endlich aufwacht statt solchen Leuten noch mehr Geld in die Tasche zu schanzen und nicht den Leuten, die die harte Arbeit dahinter für dieses Glanzstück erst möglich machen – oder die Sängerin sollte einfach mal ehrlich werden, den Ball bissl flacher halten und sich nur für das in den Vordergrund stellen, was sie tatsächlich leistet. Dann können sich echter Songwriter auch was dazu verdienen und nicht nur einer für alle und alle für eine…

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