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Netzzeit News. Bangkok Blogstar … Google ist überall … macht Facebook infantil?

Von | 31.03.2009, 17:28 | 6 Kommentare

Bangkok Blogstar. Vor ein paar Stunden war sie im CentralWorld Shopping Center, Bangkok. „Es war echotastic“, schrieb sie, „aber dann schlug der Blitz ein. Ich dachte, es war ein Erdbeben.“ Sie schrieb das auf Twitter. Dort ist auch zu entnehmen, dass sie am Wochenende in Phuket war, wo ein widerlicher ausländischer Reporter sie anmoserte: „Schreibst […]

kitzguitar_bigger-1Bangkok Blogstar. Vor ein paar Stunden war sie im CentralWorld Shopping Center, Bangkok. „Es war echotastic“, schrieb sie, „aber dann schlug der Blitz ein. Ich dachte, es war ein Erdbeben.“ Sie schrieb das auf Twitter. Dort ist auch zu entnehmen, dass sie am Wochenende in Phuket war, wo ein widerlicher ausländischer Reporter sie anmoserte: „Schreibst du für ein englisches Magazin, fragte er. Ja, sagte ich. Nein wirklich? meinte er. Sprech ich nicht englisch mit dir, du Idiot?“
Sie heißt Alisara Chirapongse, liebt die Farbe Pink und ist modebesessen. Unter dem Namen Gnarly Kitty unterhält sie seit Jahren einen entsprechenden Blog mit anfangs bescheidener Leserschaft, und das wäre es auch schon, hätte das Militär in Thailand 2006 nicht geputscht, verbunden mit Nachrichten-Blackout, wie es sich für einen Putsch gehört. Allerdings zeigte das Kätzchen dann Krallen. „Das Militär putscht!“ bloggte sie. „Es ist vorbei mit der Regierung. Das Militär ist an der Macht!“  Sie postete Truppenfotos und organisierte eine Kampagne gegen die Versuche der Armee, ihr die Zensur schmackhaft zu machen. Seither ist sie weltweit ein Begriff und immer wieder mal Gesprächsstoff. Heute etwa hier. Und seither hat sie auch was gegen Straßensperren.  Gestern war die Bangkoker Rama 1-Straße blockiert, was sie gleich mal anprangerte. „Warum mir das nicht egal ist? Weil ich noch meine Phuketfotos holen muss und jetzt der Weg zum Shop blockiert ist.“ www.gnarlykitty.org

Ist das nicht ...?Google ist überall. Seit 20. März ist Google Street View nicht nur inoffiziell aktiv. Seither hagelt es auch Proteste. Die kommen im Normalfall zu Google, im Fall einer Hausfrau aus Ostlondon jedoch zum Scheidungsanwalt. Sie wollte, wird berichtet, aus Spaß vor der Wohnung einer Freundin herum schnüffeln und zufällig parkte dort der Range Rover ihres Gatten, was sonst. Der Rest ist leicht zu erraten. Kein Wunder, dass die Anwälte derzeit über soviel seltsame Arbeit klagen: Facebook-Fremdgänge, Second-Life-Affären und jetzt die Google-Voyeurei. Zeit für virtuelle Gesetze. Ähnliche Meldungen, die sich um diese Jahreszeit immer um Google ranken: 2008 kam der Google-Service „Gmail Custom Time“ (letztlich nicht) heraus, der dem Kunden erlaubte, seine verspätet an Ämter geschickte Post rückdatiert unter „bereits gelesen“ landen zu lassen. 2007 wurde der „Google TiSP“ (Toilet Internet Service Provider) letztlich nicht präsentiert, ein Gratis-Breitband, das via Kanalsystem ins Haus gelangt. Und dann war da noch „Google Romance“ (2006), ein Dating-Service, der auch den dumpfesten Singles Erfolg versprach. Der „Google MfKB“ (Mittelfinger Keyboard Button), ein zusätzlicher Buchstabe, der allerlei emotionelle Wortschwälle erübrigt, ist allerdings noch in Entwicklung.

infantil? Ich?Macht Facebook infantil? Selbstverständlich, polterte Lady Greenfield, Professor für Synaptische Pharmakologie in Lincoln, GB, nach Analyse einer Studie ihres Instituts. Als waschechte Lady genießt die Dame auch das Privileg, ihre Findungen den Kollegen vom House of Lords zu unterbreiten. Was sie nun machte. Online-Phänomene wie Facebook, Bebo und Twitter böten keine koherente und schlüssige Stories mehr, sagte sie. Wodurch insbesondere die Konzentrationsfähigkeit der Web-user leide. Das Gehirn wird mit den ständigen Flashes und Wechsel auf Keyboard-druck einfach nicht mehr fertig und … sorry, wie war das, wer hat da …

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