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Netzzeit News: Rizky Business … Das Famebureau ermittelt … Facebook ruinierte mein Leben.

Von | 24.03.2009, 1:26 | Kein Kommentar

Er macht wieder Tabulagaza. So heißt der Blog des deutsch-ägyptischen Studenten Philip Rizk (26) über das Leben der Palästinenser im Gaza-Streifen. Der in Ägypten wohnende Blogger war vor fünf Wochen nach Teilnahme an einer Demonstration vom ägyptischen Sicherheitsdienst vier Tage lang ohne Angabe von Gründen in den Zustand der spurlosen Verschwundenheit befördert worden. Die ägyptische Regierung […]

philip-rizkEr macht wieder Tabulagaza. So heißt der Blog des deutsch-ägyptischen Studenten Philip Rizk (26) über das Leben der Palästinenser im Gaza-Streifen. Der in Ägypten wohnende Blogger war vor fünf Wochen nach Teilnahme an einer Demonstration vom ägyptischen Sicherheitsdienst vier Tage lang ohne Angabe von Gründen in den Zustand der spurlosen Verschwundenheit befördert worden. Die ägyptische Regierung gilt bei Kritik an ihrer Nahostpolitik als notorisch empfindlich. Rizks Blog blieb nach seiner Enthaftung noch drei Wochen lang gesperrt. Am 5. März meldete er sich wieder lakonisch mit „Verzeihen Sie die Unannehmlichkeiten“ online, um über die Geschicke eines Taxiunternehmers in Gaza zu berichten, dessen Autos von Israeli-Panzern in Objekte umgewandelt wurden, die, hätte man sie in eine Londoner Galerie gehängt und von Damien Hirst signieren lassen, vermutlich einen beachtlichen Preis erzielt hätten. Vorgestern, Sonntag, veröffentlichte Rizk eine orange punktierte Landkarte von Gaza City: „Einer dieser Punkte war einmal Dr Ezz´s Haus“. Bis auf weiteres herrscht Rizky Business wie üblich. Hinweis für Blogger in Krisenzonen: Kampagnen via Facebook können hilfreich sein. Die Facebook-Gruppe „Support and Prayer for the Safe Release of Philip Rizk“ wuchs binnen weniger Tage auf 6500 „Freunde“ an, und sowas ist gelegentlich vorteilhafter als null Freunde. www.tabulagaza.blogspot.com

hendrix_tape74120429FBI oder: the Fame Bureau Investigates.  Das online-Auktionshaus für Rock – und Film-Memorabilia ( größter Coup bislang: die Versteigerung von John Lennons „Imagine“-Piano für Geld) versteigert demnächst ein 600 Meter langes Tonband, auf dessen Spur ein ungewöhnlich sanfter Jimi Hendrix solo mit seiner Gitarre zu hören ist. Die Story dazu ist auch nett: Hendrix schenkte das Band 1968 dem Fotografen Carl Niekirk als Gegenleistung für etwas Milch und Zucker. Niekirk hatte unterhalb der Hendrix-Mietwohnung in der Londoner Brook Street gewohnt. Nach Schätzung von Ted Owen, Boss des Fame Bureaus, sollte das Band Geld bringen. Bleibt die Frage: Wie muss man drauf sein, um eine Einzigartigkeit gegen ein paar Lappen zu tauschen? Sind die vollkommen fertig? Die Auktion ist für 28. April angesetzt. www.famebureau.com

Ich hassliebe FacebookThedisgracebook oder: das Buch der Schande. So nennt die freie australische Journalistin Georgina Hobbs-Meyer einen Ableger ihrer Facebook-Seite, in dem sie unter „Überraschung! Auch Sie haben sich mit Facebook Ihr Leben ruiniert“ Schicksalsgenossen auffordert, ihre „Leidensgeschichte“ dar zu legen. Die Wunde der 24jährigen Brillenträgerin sitzt offenbar tief. Sie hatte in der Facebook-page ihres Ehemanns gestöbert und dabei eine Mail-Affäre mit einem 19jährigen Girl entdeckt, soll heißen, die beiden haben einander mit Worten Bedeutungen vermittelt, die, hätte man den Worten mit Aktionen entsprochen, den Schluss „Ehebruch“ gestatteten. Die Scheidung folgte. Allerdings begann damit das Drama erst. Nicht im Stande, ihren Ex-Gatten von der Liste ihrer Freunde zu streichen („Jedes Mal, wenn ich es versuche, bin ich gelähmt“), verbreitete die Queen des Dramas ihren Fall in der Facebook – und Blog-Community und trat so den Beweis an, dass es auch global manchmal wie in einem Dorf zugeht. Ein Fall von Arretierter Entwicklung? Ähnlich mental Bediente schreiben an thedisgracebook@gmail.com

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