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10 Gründe, warum du reich wirst

Von | 27.10.2010, 16:06 | 8 Kommentare

Unibrennt, na und? Der Weg zum Wohlstand hat mit guter Ausbildung weniger zu tun, als man glaubt. Sagt wer? Die Wissenschaft!

Frau mit Statussymbol by Reismann

Ja, das Budget. Unsympathisch. Bildungsfeindlich. Kalt. Kurzsichtig. Ungerecht. „Belastet Familien und Studierende“. Also uns. Zukunftsblues. Panik.

Okay, jetzt aber geschneuzt. Wozu Jammern? Werden wir halt reich! Wie? Easy. Reichtum hat weniger mit Tüchtigkeit und Fleiß und Schweiß zu tun, als man denkt. Es sind Faktoren wie Haarfarbe, Körpergröße, Freunde und – ja! – Alkohol, die deinen Wohlstand von morgen bestimmen. Sagt wer? Sagt die Wissenschaft. Let´s go!

Zehn Gründe, warum du reich wirst.

Reich durch Dingeheben. Artwork by Reismann

1 Weil du attraktiv bist. Attraktive Männer verdienen im Schnitt um 9%, attraktive Frauen um 4% mehr Geld als ihre von der Schöpfung weniger großzügig bedienten GeschlechtsgenossInnen. Diese Zahlen kommen von der ersten Wirtschaftsstudie über Diskriminierung am Arbeitsplatz gegen – Hässliche. Die Forscher sagen: „Unattraktives Aussehen wird am Arbeitsplatz de facto bestraft.“ Anders gesagt: Wenn du Pech hast, hast du Glück auch keines.

Quelle: Hamermesh & Biddle: Beauty & the Labor Market (American Economic Review `94)

Reiche Leute. Foto: Julian Turner, Lizenz: CC Attr.-NC 2.0 Generic

2 Weil der IQ keine Rolle spielt. Erstaunlich, aber statistisch verifiziert: Menschen mit überdurchschnittlichem IQ verdienen nur einskommazwei mal soviel wie Menschen mit unterdurchschnittlichem IQ. Der Unterschied ist also praktisch null. Zwar haben Menschen mit relativ geringem IQ relativ selten ein hohes Gehalt, aber relativ viele Pauperes Spiritu sind relativ reich. Für smarte Leute gilt der umgekehrte Fall. Meint der Autor der Studie: „Ich kenne Genies, die im Bankrott endeten.“

Quelle: Jay L. Zagorsky: Do You Have To Be Smart To Be Rich? (2007)

Schulfreunde zu Halloween. Foto: djwudi, Lizenz: CC Attr.-NC ShareAlike 2.0 Generic

3 Weil du im Gymnasium (College) bei KollegInnen beliebt warst. Beliebtheit zahlt sich aus, heißt es in einer Studie über den Effekt der „Freundschafts-Nominierung“. Wobei hier zählt, wieviele KollegInnen dich als FreundIn reklamieren und nicht, wieviele Freunde du glaubst zu haben. Im Schnitt, sagen die Forscher erhöht jede(r) SchulfreundIn, die deine Adressen unter „Best Buddy“ gespeichert hat, dein späteres Gehalt um 2%. Na?

Quelle: Gabriella Conti et al.: Popularity (Institute for Economic Research 2009)

Große Frauen. Foto: fox2mike, Lizenz: CC Attr. NC-ND 2.0

4 Weil du überdurchschnittlich groß bist. Ist eine Frau um 10 Zentimetern höher als der Durchschnitt, verdient sie um 5-8% mehr als die Mehrheit, errechnete man in dieser australischen Studie. Bei Männern schwankt der Bonus zwischen 4 und 10 Prozent. Warum das so ist? „Weil größere Menschen leichter ins Auge fallen“, erklärt Alan Corey, Autor des Buches „A Million Bucks By 30“.

Quelle: Kortt & Leigh: Does Size Matter? (The Economic Record 2010)

5 Weil du nur einmal geheiratet hast und noch immer verheiratet bist. Lebenslange Monogamie hat gewaltige finanzielle Vorteile. Der Wohlstand geschiedener Leute sinkt um gigantische 77%, während der Reichtum von eisernen Ehepaaren mit jedem Jahr um 16% wächst. Mit anderen Worten: Willst du reich sein, dann heirate. Und bleibe verheiratet.

Quelle: Jay L. Zagorsky: Marriage and Divorce´s Impact On Wealth (Journal of Sociology 2005, S. 406-424)

Frau mit Flaschen by Reismann

6 Weil du gern Alkohol trinkst. Endlich mal eine positive Meldung für habituelle Selbst-Missbraucher: „Alkohol erhöht dein soziales Kapital“, erläutert der Verfasser dieser Studie. Denn angetrunken bist du leutseliger, wodurch sich auch deine finanziellen Chancen erhöhen. Männer, die regelmäßig trinken, verdienen im Schnitt um 21% mehr als Abstinenzler, trinkende Frauen immerhin noch um 8%. Appell an die politische Opposition: Mit einer Kampagne zur Senkung der Alkoholsteuer wäre Allen geholfen. Ihr gewinnt Stimmen, wir werden reicher (weil wir weniger zahlen).

Quelle: Peters & Stringham: No Booze? You May Lose (Journal of Labor Research 2006)

7 Weil du deinen BodyMassIndex (BMI) unter Kontrolle hast. Anders gesagt: Fette Menschen haben es schwer, reich zu werden. Besonders betroffen sind dicke weiße Frauen. Mit jeder Einheit, die sich ihr BMI erhöht, sinkt ihr Reichtum um 12% (Männer: 2%). Meint der Autor: „Übergewichtige Menschen haben höhere Wartungskosten.“ Da hilft nur Work-out. (Ansehen!)

Quelle: Jay L. Zagorsky: Health and Wealth. Obesity Epidemic in the U.S. (Economics & Human Biology 2005, S. 296-313)

Frau mit blondem Haar by Reismann

8 Weil du eine Blondine bist. Kein Klischee, sondern statistisch verifiziert: Blondinen verdienen im Schnitt um 7% mehr als Nichtblondinen. Und blonde Frauen heiraten Männer, die im Schnitt um 6% mehr verdienen als die Ehemänner von nichtblonden Frauen. Was soll man dazu sagen, außer: Haare färben?

Quelle: David W. Johnston: Physical Appearance and Wages: Do Blondes Have More Fun? (Economic Letters 108, s. 10-12)

9 Weil du NichtraucherIn bist. Ein Jammer, aber was kann man tun: Der Nettowert von NichtraucherInnen ist um 50% höher als der von leichten RaucherInnen – und doppelt so hoch als der Nettowert von KettenraucherInnen.

Rauchender Tomboy by Reismann

Man könnte nun diverse sinnliche Qualitäten des Rauchens in die Argumentation bringen. Aber hier geht es ums Reichwerden.

Quelle: Jay L. Zagorsky: The Wealth Effects of Smoking Tobacco Control (2004, S. 370-374)

10 Weil deine Eltern reich sind. Ein No-Brainer, eigentlich. 36% der Kinder von Eltern in der höchsten Einkommensstufe verbleiben als Erwachsene in ebendieser. Das Gleiche gilt auch für Kinder von Eltern in der niedrigsten Einkommensstufe. Reich geboren? Arm geboren? Die Chance, dass es so bleibt, liegt bei 36%.

Quelle: Julia B. Isaacs et al.: Getting Ahead Or Losing Ground: Economic Mobility (PCT Economic Mobility Project 2008)

Originalquelle: Anneli Rufus: 15 Signs You´ll Be Rich

8 Kommentare »

  • SABI sagt:

    ALKOHOL? HAHAHAHA …

  • Susanne sagt:

    Bin eine Alkohol-liebende Blondine :-)

  • saxo lady sagt:

    geile fotos!

    zum thread: ich nehme an, mit reichtum ist hier materielle seite gemeint…
    öd eigentlich oder?

    ich steh ja grad auf den satz:
    dieses leben ist nur zu ertragen, wenn man es schön findet.
    herzlichst

    • Manfred Sax sagt:

      Ja, öd. Eigentlich entmutigend. Deswegen nützt einem wie mir auch nicht, das Leben schön zu finden. Ich muss Mürrisch-sein schön finden. Dann halt ich das Leben aus. Herzlichst, Ihr sax.

  • mare sagt:

    hurra, ich habe ja glänzende chancen;-) bin nicht blond, dafür weißhaarig, also hell, bin nicht überdurchschnittlich intelligent, habe mit 170 cm und 56 kg einen optimalen bmi, bin seit 20 jahren monogam und verheiratet, trinke gerne ein gutes glas wein, bin freundlich und verbindlich umgänglich,
    allerdings komm ich nicht aus einem reichen stall.
    die zigaretten könnten mir noch abzugspunkte einbringen;-(
    ich halte fest: ich bin reich! ich habe alles, was man sich um geld n i e kaufen kann!
    bin gesund und optimistisch für die zukunft, werde von meinen liebenden mann begleitet, habe einen erwachsenen sohn, der selbstbestimmt und eigenständig im leben steht und zu guter letzt darf ich mich einiger wahrer freunde erfreuen. was herz willst du mehr?

    • Manfred Sax sagt:

      Freut mich, mare. Auch für mich. Feelgood statt Budget-Jammern, sag ich immer. Die Politiker sollen sich nicht einbilden, unsere Laune sei von ihnen abhängig. Das würde ihnen zu sehr gefallen. Ihr sax

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