Jetztzeit

Reality-Check: die Gegenwart in Wort und Bild

Netzzeit

Geschichten aus dem Leben mit dem Netz

Sexklinik

Alle Zeit bereit: Quality Time zum Thema Nummer Eins

Auszeit

Kultur & Freiheit: Doping zur Bewältigung des Alltags

Denkzeit

Die Welt ist kompliziert. Reden wir darüber

Sie sind hier: Home » Auszeit » Sir Micks Penis: ein Thema von Tragweite
Share

Sir Micks Penis: ein Thema von Tragweite

Von | 21.10.2010, 12:30 | Kein Kommentar

Einen Winzling. Hat Sir Mick. Sagt Keith. In seinem Buch. Seltsam, welche Themen es schaffen, ein ganzes Königreich zu beschäftigen.

 

Keith Richards als Weekend-Beilage der Times. Scan: Rollo Sax

Das Buch (Keith Richards: Life) ist schon lange in den Läden. „Keef“ erzählt Interessantes (wie die Stones Chuck Berry und BB King analysierten, wie er auf die 5-Saiten-Gitarre kam), Witziges („Groupies? Wie ein Fluss voller Piranhas.“) und Bewegendes. Etwa, wie er Gimme Shelter schrieb, in jenen Stunden, als sein Girlfriend Anita Pallenberg gerade mit Mick Jagger beschäftigt war. Letzteres „schuf eine größere Kluft zwischen mir und Mick als alles andere. Wahrscheinlich für immer.“

Letzteres brachte ihn auch auf die Idee, sich mit Micks Girlfriend – Marianne Faithfull – näher zu beschäftigen. Was er im Buch so reflektiert: „Marianne hatte keinen Spaß mit seinem winzigen Pimmel. Ich weiß, dass er riesige Eier hat – aber das füllt nicht ganz die Kluft.“

Müßig zu erwähnen, welche der Keef-Passagen seither inselweit Furore machte. Da ging es nur noch um die Dimensionen von Sir Micks Männlichkeit. Seine Ex Jerry Hall lief alsogleich zu BBC Radio, um wortgewaltig zu dementieren: „Mick ist sehr gut gebaut, und ich sollte das wissen, war ja 23 Jahre lang mit ihm zusammen. Keith ist einfach nur eifersüchtig, you know.“

Die gute Anita Pallenberg, die da vor vierzig Jahren so unvergesslich zwischen die beiden Stones geriet, ergriff für Keith Partei: „Mick war nie wirklich mein Typ.“ Außerdem, meinte sie, solle man ihr Treiben nicht nur auf Sex und Drogen reduzieren: „Wir haben auch viel gelesen.“

Ein Ende der Stones? Aber wo. Eher ein Fall von was sich liebt, das mittelfingert sich. So wie vor sieben Jahren, als aus Mister Jagger ein Sir Mick wurde, Keef aber eben Keef blieb. Da ging dem Gitarrengott auch was sehr gegen den Strich. Aber gut, das sollen die beiden besser selbst erzählen.

Kommentare sind geschlossen.

ZiB21 sind: unsere Blogger