Jetztzeit

Reality-Check: die Gegenwart in Wort und Bild

Netzzeit

Geschichten aus dem Leben mit dem Netz

Sexklinik

Alle Zeit bereit: Quality Time zum Thema Nummer Eins

Auszeit

Kultur & Freiheit: Doping zur Bewältigung des Alltags

Denkzeit

Die Welt ist kompliziert. Reden wir darüber

Sie sind hier: Home » Kampfzone Medien, Netzzeit » Auch klassische Medienorganisationen können online Geld verdienen
Share

Auch klassische Medienorganisationen können online Geld verdienen

Von | 10.09.2010, 9:59 | Kein Kommentar

Medienorganisationen werden seit Jahrhunderten als Schleusenwärter der öffentlichen Meinung hofiert. Das führt zu übersteigerter Selbstwahrnehmung – und verhindert Realismus. Auch ich bin davor nicht gefeit. Und darum versuche ich es jetzt.

Kennt vielleicht Google die Antwort?

Medienorganisationen dominierten das Fernsehen, das Radio und die Print-Plattformen, sie dominieren nicht das Internet. Laut ComScore finden sich unter den zehn reichweitenstärksten österreichischen Websites mit orf.at und krone.at gerade einmal zwei klassische Medienorganisationen. Das Feld führen Google, Youtube, Live.com, Wikipedia, msn.at sowie Facebook an.

Der gesamte redaktionelle Content, der in der Österreichischen Webanalyse (ÖWA http://www.oewa.at/) gemessen wird, beansprucht demzufolge gerade einmal zwei Prozent der gesamten Online-Nutzungszeit der Österreicher. Web-User lesen im Internet also hauptsächlich keine klassischen Nachrichten.

Doch die Nachrichtenplattformen haben auch richtige Stärken, etwa die hohe Aufmerksamkeit, die ihnen die User schenken: Bei  Freemail-Programmen wie GMX oder MSN werden einzelne Seiten im Schnitt fünf Sekunden betrachtet, bei derstandard.at, diepresse.com oder wirtschaftsblatt.at sind es im Schnitt 50 Sekunden. Damit hat Werbung, die auf diesen Seiten läuft, eine viel höhere Kontaktwahrscheinlichkeit.

Die zweite Stärke liegt in ihrer Glaubwürdigkeit. Da immer mehr User über Applikationen (Apps) ins Internet einsteigen, wird sich das positiv auf die Nutzungsintensität auswirken. Wer eine App aufruft, nimmt eine Abkürzung und braucht keine Suchmaschine mehr, um Inhalte schnell zu finden. Das wird Wikipedia & Co schaden, aber eingeführten Nachrichtenseiten nützen.

Kommentare sind geschlossen.

ZiB21 sind: unsere Blogger