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Sex Für Fortgeschrittene 13. Warum Frauen ihren Orgasmus vortäuschen

Von | 09.09.2010, 5:11 | 30 Kommentare

Gibt es Frauen, die ihren Höhepunkt faken? Und was hat das mit Forellen zu tun?

 

Salmo Trutta, Forelle für fake Fälle. Foto: Engbretson Eric, Lizenz: Creative Commons/by/3.0

Es gibt Dinge, die sind dem Mann fremd. Die Story „Wie Mann einen Orgasmus erreicht“, zum Beispiel, wurde nie geschrieben. Das hat auch was Tröstliches. Zwar teilt sich 1% der Menschheit über 90% aller irdischen Güter. Aber 100% der Männer haben einen Orgasmus. Der ist für alle Männer gleich. In etwa. Der Orgasmus macht den Millionär ebenso zum armen, vorzeitig ejakulierenden Schlucker wie den Bauern zum (Spermien)Millionär. Manchmal ist die Männerwelt gerecht.

Für Frauen ist das anders. In Frauenmagazinen ist die Story praktisch ein journalistisches Genre. Knigges der Ebene „50 Wege zu ihrem Orgasmus“ oder „Orgasmus leicht gemacht“ sind dort omnipräsent. Seit Jahrzehnten, und unverändert. Und offenbar ist es also so, dass diese Knigges nicht sonderlich  viel taugen, sonst würden sie sich ja irgendwann einmal erübrigen. Aber darum geht es hier nicht.

Hier geht es darum, dass Frauen im Lauf der Zeit auch eine sexuelle „Technik“ transparent gemacht haben, die dem Mann absurd erscheinen muss: das Vortäuschen eines Orgasmus. Und darüber hinaus geht es hier um die Frage, warum sie das tun. Klar, als Mann bin ich bei diesem Thema nicht wirklich die kompetenteste aller Quellen. Aber ich habe einen wissenschaftlich verifizierten Link:

die Salmo Trutta.

Bachforelle. Foto: World Fish Centre – Fish Base

Die ist uns besser als gemeine weibliche Bachforelle bekannt, und als solche grundelte sie auch zeitlebens relativ unbeachtet durch die nasse Gegend, aber in jüngerer Vergangenheit ist sie etwas ins Zwielicht geraten. Schwedische Wissenschaftler (Leitung: Erik Peterrson vom Nationalen Gremium der Fischereien, Göteborg) glauben entdeckt zu haben, dass so manche dieser schlüpfrigen Girls die Befruchtung verhindern, indem sie ihren Galanen einen Orgasmus vortäuschen.

Die These dazu fußt auf der Erkenntnis, dass Miss Trutta kurz vor der Befruchtung heftig zittert, ehe sie ihre Eier verabschiedet. In 69 von 117 beobachteten Fällen allerdings rüttelte sie und hielt jedoch ihre Eier zurück. Fazit der Forscher: Die Trutta täuscht Orgasmen vor. Sie hat es faustdick hinter den Flossen.

Zurück zum Homo Sapiens. Hier brutzelt das Thema zwar traditionell auf diskreter Sparflamme, aber 1989 erfuhr es einen seichten Höhepunkt, als die Schauspielerin Meg Ryan – nicht wirklich eine Frau für den denkenden Mann – im Film „Harry & Sally“ entsprechend rüttelte röchelte.

Die Pointe dazu hatte mit der Frage zu tun, ob sie ihrem Lover das Theater glaubhaft machen kann, und im Fall von Miss Ryan war die Antwort eher negativ. Ihr gefaketes Röcheln in jenem Fastfood-Beisl hätte auch ein jähes Aufkommen von Magendrücken nebst Migräne signalisieren können, und seltsam war eigentlich nur, dass eine Dame am Nebentisch dann plötzlich auch essen wollte, was der leidenden Meg so schier bekam (siehe Clip unten).

Aber gut, einen simplen Mann interessiert es bekanntlich selten, ob das akustische Bekenntnis seiner Geliebten nun echt ist oder nicht, Hauptsache, es ist hörbar. Aber warum tut sie sich einen Fake an? Hat sie das nötig? Leider kann man die Geliebte dazu kaum befragen, die sagt ja meistens, dass sie sowas nicht mache, aber sehr wohl Frauen kenne, die so drauf sind (es sei denn, die Geliebte ist eine Britin, die macht ja gleich am Ende des Akts transparent, „how very disappointing“ die Angelegenheit war – erzählen mir Briten).

Im historischen Rückblick erlebte die Frage unterschiedliche Würdigung, in den problembewussten, erstmals vom Feminismus befruchteten 70er Jahren ging eine Theorie davon aus, dass anorgasmische Frauen diesen Zustand als „Unvollkommenheit“ empfanden, die sie ihren Partnern nicht mitteilen wollten, so als sei der Schein wesentlicher als das Sein.

Eine andere These war nicht weniger ernüchternd, demnach bemühten die Frauen den Fake, um, des öden Rein-und-raus überdrüssig, endlich ihre Ruhe zu haben. Aber seit Aufkommen der postfeministischen Ermächtigung hat sich das Thema verflüchtigt, der Fake ist Attitüde von gestern, viel wahrscheinlicher, dass sie im Fall der Unterwältigung den Lover kurzerhand abwirft. Schräg nur, dass die Frauenmagazine immer noch über „O statt No“ schreiben, als hätten sie Anorgasmie gerade erst entdeckt.

Aber zurück zur Salmo Trutta. Da muss noch erwähnt werden, dass es auch fakende Weibchen gab, die sich im Zuge der Forschung später doch noch ruckend und zuckend befruchten ließen. Allerdings hielt da beim Akt zumeist ein Männchen mit imposant großer Flosse her. Aber das ist nun wieder ein ganz anderes Thema.

30 Kommentare »

  • […] Dabei sind die Parallelen nicht von der Hand zu weisen. Ohne Liebe zum Detail, so versuchte ich es noch einmal, geht gar nichts. Weder beim Kochen, noch beim Liebemachen. Es war dies der Beginn zu einem recht herben Streitgespräch, das mit dem höhnischen Vorwurf der einen Freundin endete, dass die Männer von heute nicht einmal merken, wenn eine Frau ihren Höhepunkt hat. […]

  • […] Jahrzehnten um einschlägiges Wissen. Seit 1948 (Kinsey) wissen wir offiziell, dass auch die Frau das Zeug zum Orgasmus hat. Seit 1961 (Pille) wissen wir, wie man ein Kind zeugt, ohne eins zu zeugen. Und seit 30 Jahren […]

  • Klaus sagt:

    Nun hinkt die Sache ja insofern, als hier die Eiablage der weiblichen Bachforelle mit dem Orgasmus gleichgesetzt wird, den es im Tierreich bei Weibchen, so viel ich weiss, so gut wie gar nicht gibt. Nach dieser Annahme wäre ja jede Legehennenfabrik, deren Gemütlichkeit Foer derzeit vor Augen führt, ein Tempel der Lust…

    • Manfred Sax sagt:

      Nun, ich nehme mal an, obige schwedische forscher haben beim „rütteln“ der trutta an kontraktionen gedacht, die ja auch bei uns menschen zum ausstoß von (befruchtung einleitenden) sekreten führen – und gern einen orgasmus signalisieren. klar ist jedenfalls, dass die forscher mit der kolportierten these „trutta täuscht O vor“ endlich auch einmal der forelle die chance zu ihren 15 minutes of fame gaben.

      Ihre anmerkung von den O-losen weibchen im tierreich würde ich allerdings nicht unbedingt unterschreiben, zumindest nicht im fall von säugetieren. so weit sind wir von denen nicht entfernt, vom menschenaffen trennen uns genstrukturell gerade mal 1komma6 prozent. und warum haben säugetierdamen eine klitoris (noch dazu in wesentlich günstigerer stimulationslage), wenn nicht aus gründen der lust? es gibt lesbische bonobos, es gibt masturbierende eichhörnchendamen, geeignete wissenschaftliche methoden und experimente, über tierische sexualität verlässliche aussagen zu treffen, gibt es nicht. und vielleicht ist das auch besser so. herzlichst, Ihr sax

  • Sakristan Biringer sagt:

    Werter Herr Sax,

    Mich würde einmal interessieren, wie Sie über den Begriff „Instinkt“ denken. Manchmal meine ich angesichts Ihrer Artikel, sie verabscheuen ihn, anderemal wiederum mutmaße ich, sie hätten Angst vor ihm.

    Worauf ich hinaus will: Mme Trutta traut niemandem nix zu. Sie handelt instinktiv, Punkt, aus. Würde man derlei Handeln auch auf menschliches Gebahren ausweiten, würde etwa das Strafprozessrecht um die Vergewaltigunsparagraphen dünner. Oder aber man würde damit aufhören, Carla Sarkozy our promiskuitives Vorleben vorzuhalten …

    Was meinen Sie?

    Hochachtungsvoll,
    Biringer

    • Manfred Sax sagt:

      ja, wie kommen Sie denn darauf, mir instinktscheu anzudichten, herr Biringer? nichts könnte mir ferner sein. aber auch instinkt ist eine intelligenz, eine fähigkeit zu kommunizieren (einen stimulus mit response zu belohnen). mister trutta, zum beispiel, weiß (biochemisch) sehr wohl, warum es sinnvoll ist, während der laichzeit mit besonders glänzenden schuppen aufzutreten.

      und in unserer menschlichen sexualität spielen faktoren, die nur der instinkt deuten kann (pheromone, oxytocin, MHK etc) eine weit größere rolle, als unserer (beim sexakt, ach, so oft geplagten) ratio lieb ist. tatsächlich entstehen viele unserer sexuellen problemchen gerade deswegen, weil wir dem gehirn keine pause gönnen. Ihr sax

      • Sakristan Biringer sagt:

        alles d’accord. Bloß die Definition von „sexuellen Problemchen“ reicht von Vergewaltigung (wer auch immer da jetzt das problem hat) bis zu keine Lust mehr (des einen leid, der anderen freud). Und wo setzt da jetzt der Instinkt an?

        hochachtungsvoll,
        b.

        • Manfred Sax sagt:

          ist ein problem der (instinktiven) kommunikation. der vergewaltiger kommuniziert nicht. der holt sich nur was er glaubt zu wollen (und ist dann mangels response erst recht frustriert). der lustverlustige kommuniziert nicht (der hat sie verloren). in beiden fällen fehlt die bedingung ohne die kommunikation nicht geht: der response zum stimulus (natürlich müssen wir hier „wertend“ eingreifen: wenn sie auf seine vergewaltigung mit abwehr und pein und etc reagiert, dann ist das kein response, sondern ein abschirmen, also das gegenteil von kommunikation). Ihr sax

  • Sakristan Biringer sagt:

    Lieber Herr Sax, werte Posterinnen,

    so sieht das berüchtigte „ich will aber ich kann nicht“ also anno web 2.0 aus. Aber gut, das sei mir als allerletztem erlaubt, derlei anzuprangen. ich will ja nicht mal mehr …

    Nun zum wesentlichen: Was scheinbar jedem, der diesen Text liest – ja, sogar dem Autor – verborgen bleibt, ist mal wieder der entscheidende Unterschied zwischen – hochentwickeltem – Tier und – deppertem – Menschen. Die Natur hat dem Fischlein hier einen Instinkt eingebaut, der im krassen Gegensatz zum banalen Orgasmen-Schauspiel der Menschenfrauen, echten Sinn macht.

    Weil: Wenn Baronin von Trutta ihren Höhepunkt vortäuscht, so tut sie das – wie Peterrson richtig zitiert wird – um eine BEFRUCHTUNG zu verhindern. Hier ließe der Schelm freilich wieder seine subjektive Wahrnehmung einfließen: Sie täte das, weil sie gerade „keine Kinder will“. Der tiefere Sinn dieser Tat liegt aber sicher darin, dass die Fischin gerade aus irgendeinem anatomischen Grund keine Eier legen kann oder sollte. Daher empfiehlt ihr Instinkt: verjag den geilen Bock. Er soll ein anderes mal wieder-, hm, kommen.

    Wenn aber Deine menschliche LAP ihren Orgasmus vortäuscht, so hat das mannigfache Gründe, sicherlich nicht aber den, eine Befruchtung zu verhindern. Weil die kann ja bekanntlich schon beim ersten Sehnsuchtströpfchen erfolgt sein. Da hilft es auch nichts mehr, nach ein paar Metern Schiebung herumzujauchzen, auf dass der dahninter/darüber/darunter werkelnde endlich aufhöre.

    By the way: wer sagt, dass Männer keine Orgasmen vortäuschen?

    Hochachtungsvoll,
    Biringer.

    p.s.: ich kann mir wirklich keine, absolut keine Lebenslage vorstellen, in der ich Meg Ryan geil fände … sorry!

    • saxo lady sagt:

      werter biringer,
      seit mir der sax verklickert hat, dass ejakulation was anders ist als männlicher orgasmus glaub ich garnichtmehr, dass der nicht genausogut vorgetäuscht sein kann. bemerkenswert. es tun sich dimensionen auf.

      • Manfred Sax sagt:

        liebe saxo,
        wenn Sie bislang davon ausgingen, dass der schluss „ich fühlte seine ejakulation, also hatte er einen orgasmus“ hieb – und stichfest ist, dann liegen Sie natürlich im Großteil der Fälle richtig (obwohl, wenn Sie einmal mit einem versierten tantriker koitieren, sollte es Sie nicht wundern, wenn er alle zwei stunden mal massiv ejakuliert, ohne dass deswegen von einem orgasmus auch nur die rede sein kann). allerdings gibt es mannigfache umstände, welche die wahrnehmung einer ejakulation trüben. das kondom, zum beispiel, gibt dem mann jede möglichkeit, den prozess durch zuckende bewegungen (siehe trutta) zu simulieren. dasselbe gilt für den interruptus – es sei denn, Sie bestehen darauf, zeugin des exits seiner samenflüssigkeit zu werden (nicht notwendiger weise eine ambition der mehrheit der frauen). Womit ich an einer stelle aussteige, in der noch nicht einmal annähernd jede weibliche körperöffnung ausreichend diskutiert wurde. herzlichst, Ihr sax

        • saxo lady sagt:

          bemerkenstwert. damit steigen Sie an einer stelle aus, an der die meisten männer einsteigen möchten…

    • Manfred Sax sagt:

      lieber herr biringer,
      wie angenehm, Ihre stimme wieder einmal zu vernehmen.
      ich möchte hier gleich zu jenem argument überleiten, bei dem ich mit Ihnen im einklang bin, nämlich, dass die trutta den O vortäuscht, um Befruchtung zu verhindern – und den „geilen bock“ (sofern man einen fisch bock nennen kann) daher zu verjagen.
      Ihre meinung zur möglichen fortsetzung („er soll ein anderes mal wieder kommen“) kann ich aber nicht teilen, und ich muss mich in diesem fall, weil es keinen besseren gibt, auf Darwin berufen: die trutta hatte einen grund, warum sie den „bock“ nicht zuließ. der wird sich auch später nicht ändern. sie „fakete“ nicht aus einer laune heraus, sondern weil sie dem samen des bocks nicht die notwendige energie zutraute, die ihrem nachwuchs ausreichende chancen auf ein überleben beschert hätte. deswegen gab sie sich auch später, wie die forscher bestätigten, ohne zögern einem bock mit größerer flosse hin.
      und zu Ihrer Nachbemerkung „wer sagt denn, dass männer keine orgasmen vortäuschen“ muss nur angemerkt werden: niemand sagt das. jedenfalls kein ehrlicher mann. herzlichst, Ihr sax

  • @nic_ko sagt:

    die ist echt ziemlich schiarch, die forelle… (um hier mal ein unnötiges semi-off-topic kommentar abzusetzen…)

    • Manfred Sax sagt:

      auge des Betrachters, nic-ko, würd ich sagen. oder am besten augen schließen und riechen. etwas knoblauchbutter und petersil adden, dann wird sie unwiderstehlich …

  • Susanne sagt:

    arme Frauen, die einen Orgasmus vortäuschen müssen..und arme Forelle..ich finde, es gibt ja auf dieser Welt nichts Besseres als einen richtig schönen Höhepunkt, daher finde ich es schade, dass auf diesem Gebiet so viel gelogen und vorgespielt wird. Man kann doch auch als Frau drüber reden, wo und wie man angepackt werden will. Und wenn man nicht drüber reden will, dann kann man es schließlich zeigen…

    • Manfred Sax sagt:

      … oder schweigen, wie wittgenstein dozierte. aber kann man wirklich von „vortäuschen müssen“ reden? „muss“ man faken, wenn „O“ mit abwesenheit glänzt? schwer zu sagen, natürlich, für mich, wie das für frau ist. aber ich brauch ihn nicht so unbedingt. weiß ohnehin seit jahrzehnten, wie das ist. im wesentlichen nichts neues. konstant nur, dass danach die lust am tun erlischt. auch schon was …

      • Susanne sagt:

        ich sage ja, ich finde es schade, dass auf diesem Gebiet so viel gelogen wird. Wenn der O. ausbleibt, ja dann bleibt er halt aus, auch kein Drama. Man kann es ja immer und immer wieder versuchen :-) Und wieder, und wieder…

        • Manfred Sax sagt:

          das kann man, susanne, und was mich anbelangt, werde ich es auch tun, weil mein durst, mehr über frau zu erfahren, bislang nicht gestillt wurde. seltsam eigentlich, no? alles liebe, Ihr sax

          • Susanne sagt:

            deswegen bin ich ein Sax-Fan, und werde immer einer bleiben..

  • saxo lady sagt:

    aja, ein nachsatz aus, ich glaub es war „wie die hunde“ von wolf haas.
    ER durfte bei IHR, einer professionellen, einen kleinen stecher wagen. und er war unendlich glücklich, dass SIE kein gestöhne von sich gab, das ja eh nur dazu da sei, IHN zu beschleunigen, damit es endlich vorbei ist.

    auch eine praktische sicht der dinge…..

    • Manfred Sax sagt:

      tja, die lästige arbeit, der öde job. kann das gerade nachvollziehen, wenn auch nicht sexuell, sondern schreibmäßig. ist meine passion, es sei denn, ich machs für geld. dann wird es qual. god is a joker …

  • saxo lady sagt:

    hm, ich halte das ja für ein missverständnis (mal wieder)
    *der* orgasmus der frau existiert nämlich nicht. also schon. klar.
    aber, um vom faunischen ins florische abzugleiten, während *der* orgasmus des mannes sich wie ein fluss (also mal wildbach, mal strom, mal stauteich…) beschreiben lassen könnte, muss bei der beschreibung *des* orgasmuses der frau die umschreibung „wasser“ herhalten. auch wenn das wie eine gemeine diskriminierung (des mannes nämlich) erscheint, hat jahrelanges feldstudium genau zu diesem ergebnins geführt. *der* orgasmus der frau ist auch dann da, (weil ein lackerl nämlich auch wasser ist), wenn beim manne grad mal die schwellkörper wachsen. und je nach erfahrung und liebevoller hingabe (beider) kann dieses lackerl dann zum meer anschwellen. furchterregend für so mancheinen. und manchmal bleibts halt ein lackerl. und weil *sie* aber gnädig und liebevoll ist, wird sie ihm zumindest den schotterteich suggerieren. böse? vorgespielt?
    wie gesagt…

    • Manfred Sax sagt:

      how sweet, dear saxo. und vielleicht ein missverständnis indeed. denn wie Sie das skizzieren, hab ich den Eindruck, dass Sie von dem sprechen, was ich als „ejakulation“ verstehe (bzw squirting), nicht als „O“. hat also wohl damit zu tun, dass ich ein mann bin. noch dazu einer, der simpel geartet ist. als solcher sehe ich „ihren“ (ersten) orgasmus daher als signal, das ihre bereitschaft zum ende des vorspiels andeutet. tut das nicht jeder mann?

      • saxo lady sagt:

        hm verehrtester sax. muss ich mir jetzt tatsächlich in meinem alter noch gedanken darüber machen, ob die e was anderes ist als der o? hab mirs grad so nett eingerichtet in meiner weisheit. seufz. nagut. ich werd mal nachfragen.

        verflixt ist bloß, dass ich mit saxschen notizen im kopf natürlich schon wieder eingeschränkt bin in meiner offenheit. ist doch auch ein druckmittel, wie meine andere hälfte letzens behauptete. immer alle möglichkeiten erwägen, für möglich halten…naja, wenn mir das nächste mal fad ist.
        dankschön recht herzlich für den hinweis…in schäm mich ein bisschen, weil in der musik e und u oder a und o oder wie auch immer sowieso präsent sind. wobei mich das auf den gedanken bringt, dass das für den darüber schreibenden / kritisierenden wohl wichtiger ist, als für den ausübenden…

        • Manfred Sax sagt:

          liebe saxo, das (gedanken machen ob e oder o) müssen Sie selbstverständlich nicht. an sich bin ich der meinung, dass der orgasmus maßlos überschätzt wird. wichtig ist doch nur, dass man beim sex einen weg der verständigung findet, der ohne ratio auskommt, dass man sich kraft der sinne – und ungetrübt vom geschwätz im kopf – gegenseitig bedeutung vermittelt, die einen erfüllter als zuvor hinterlässt. brauchen Sie dafür einen orgasmus? ich nicht. Ihr sax

          • saxo lady sagt:

            ob ich dafür einen orgasmus brauche? tja, genau da reden wir dann von verschiedenen wassern, lieber sax. jaaaaaaaaaaaaa …also nicht unbedingt brauchen, aber hey, wenn mich so ein feuchtes spiel in sphären bringt, dass sonst nur stundenlange, tagelange, jahrelange konzentra-meditation bringt…her damit. das in beziehung treten ist ja wieder eine ganz andere sache…im grunde einen eigenen thread wert.
            herzlichst

          • Susanne sagt:

            zu diesem Statement sage ich nur: wow….

          • Susanne sagt:

            war für das Statement von Sax gedacht..

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