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Sexklinik News. 3 Wege zum richtigen Lover

Von | 09.09.2010, 1:06 | Kein Kommentar

Es herbstelt, da ruft die Natur zur Paarung, da ist der Weg nicht das Ziel. Folgend, drei von Wissenschaft & Experten abgehakte Wege zur Zweisamkeit. 1. Der richtige Tanz. Wie es ist, wenn alte Männer tanzen, wurde HIER schon einmal angedeutet. Unter jungen Verwandten führt es meist zu peinlicher Berührtheit, und ist er doch einmal […]

The Kiss by Erich Reismann

Es herbstelt, da ruft die Natur zur Paarung, da ist der Weg nicht das Ziel. Folgend, drei von Wissenschaft & Experten abgehakte Wege zur Zweisamkeit.

Foto: DennyMont, Lizenz: Creative Commons

1. Der richtige Tanz. Wie es ist, wenn alte Männer tanzen, wurde HIER schon einmal angedeutet. Unter jungen Verwandten führt es meist zu peinlicher Berührtheit, und ist er doch einmal solo am Dancefloor zwecks Aufriss aktiv, dann führt es zu … nichts. Warum das so ist, kann man sich denken, aber Evolutionspsychologe Dr Nick Neave (Uni Northumbria, UK) hat das nun auch wissenschaftlich untermauert: weil sich alte Männer des „Daddy Dancings“ befleißigen, soll heißen, sie setzen auf „linkische, steife, repetitive Bewegungsmuster“, kurz: sie sind schlechte Tänzer – und sowas hat negative Konsequenzen, bei Paarungsritualen in der Tierwelt sowieso, beim Menschen nicht minder: schlechte Tänzer regen ab, gute Tänzer törnen an – was dann unter Umständen zu mehr führen kann. Den Beweis lieferten Neave und Co mittels computer-generierter Tanzmuster von Männern, die dann von Frauen gewertet wurden. Fazit: Gute Tänzer haben exzellente Gründe, sich Hoffnung auf mehr zu machen. Aber wie sehen nun gute Tanzschritte aus? Das illustriert folgender Clip:

2. Der richtige Kuss. Vorsicht: Foto irreführend (nur eben genial). Die Rede ist hier aber nicht vom full-on, Jetzt-gehts-ans-Eingemachte-Zungenkuss, nein, soweit sind wir nicht. Hier geht es um Etikette, um den richtigen Akzent am glatten Parkett der schönen Leute, um den Sozialen Kuss anlässlich der Begegnung mit jemandem, der Ihnen, wer weiß, demnächst nicht egal sein könnte. Die Etikette dazu kommt von Lorenzo „mein Weg oder kein Weg“ Martone, seines Zeichens Gatte des ModeDesigners Marc Jacobs. Weil ein Kuss eben nicht nur ein Kuss ist, sondern – im Umfeld anderer – auch ein soziales Protokoll hat. Die Punkte dazu:

* Einmal ist okay, aber zweimal ist netter. Landeten deine Lippen auf einer Wange, soll sie dann auch noch die andere Wange berühren? Ist ein Indikator für deinen ersten Eindruck, meint Marcone, und erfordert daher Momentanität.

*Welche Gesichtsfläche des Gegenübers? Natürlich die Wange, niemals der Mund.

*Immer nach rechts drehen – sonst kann es zu peinlichen Karambolagen kommen.

*Umarmungen beim sozialen Kuss … sind nur was für Freunde. Weil sie was Intimes sind

*Der Luftkuss, also das „Muah“ ohne Wangenberührung …  ist ein Fauxpas

*… es sei denn, du hast Schweinegrippe oder ähnliches (Das ist es auch, was ein Luftkuss signalisiert)

*… oder du bist viel älter als das Gegenüber. Das braucht dann niemand.

(Aber gut, vielleicht ist es ohnehin so, dass der Soziale Kuss mächtig überschätzt wird).

Foto: Tobyotter, Lizenz: Creative Commons

3. Der richtige Duft. Manchmal ist es so, dass man meint, man müsse sich den/die PartnerIn schönsaufen. Ist eine Sackgasse. Was potenzielle horizontale Harmonie anbelangt, ist es die Nase, die hier vorselektiert. Die entsprechende Erkenntnis dazu wurde 1995 von einem Professor Claus Wedekind (Uni Bern) inspiriert, der Frauen an T-shirts riechen ließ, die von verschiedenen Männern getragen wurden. Und zur Erkenntnis gelangte, dass die Nasen der Frauen Männer umso attraktiver fanden, je mehr deren Haupthistokompatibilitätskomplex im GenPool sich von ihrem unterschied. Auf umgangssprachlich: Gegensätze ziehen einander an (ein Argument, übrigens, FÜR Migration). Und es ist die Nase, die sich bei der Identifikation der Gegensätze am wenigsten täuscht. Die Organisation GenePartner hat daraus ein Tool gezimmert, das Dating-Agenturen beim Finden der richtigen Partner hilft. Nicht wirklich der romantischeste aller Wege. Aber im Zeitalter des online-Datings angeblich sehr effektiv. Der Duft des/der Anderen muss stimmen. Der Rest ergibt sich. Oder auch nicht.

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