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Die Magie in Jay Kay

Von | 27.07.2010, 14:06 | Kein Kommentar

Ich bin in Jay Kay verliebt, seit ich ihn zum ersten Mal sah. Es war 1993, an der Kassa eines „Zielpunkt“. Weiß der Himmel, wie seine erste CD in diesen Laden geriet. Ich verliebte mich umso mehr in ihn, als ich ihn 2002 erstmals live erlebte. Er war ein Bündel Energie (und noch dazu ausgestattet […]

Jay Kay by Ventura Mendoza a.k.a. miurihausen

Ich bin in Jay Kay verliebt, seit ich ihn zum ersten Mal sah. Es war 1993, an der Kassa eines „Zielpunkt“.

Weiß der Himmel, wie seine erste CD in diesen Laden geriet. Ich verliebte mich umso mehr in ihn, als ich ihn 2002 erstmals live erlebte. Er war ein Bündel Energie (und noch dazu ausgestattet mit den coolsten Tanzschritten seit Astaire und Jackson), das von einer Seite der Bühne zur anderen rotierte. Ich beruhigte mich ein wenig, als ich ihn dann in der selben Nacht tatsächlich traf – in Person war er ruhig, scheu und … eingeraucht. Außerdem machte sein Akzent die Konversation überaus schwierig.

Samstag Nacht sah ich Jamiroquai wieder. Vieles hat sich in den vergangenen acht Jahren geändert, bis auf eines: Ich bin noch immer verliebt. Diese Nacht war was Besonderes. Es war erfüllend zu sehen, wie sich Leben und Umstände ändern können. Zum Besseren.

Jay Kay: Er ist ruhig geworden, wenn auch noch immer unglaublich energetisch. Er elektrifiziert noch immer das Publikum. Aber es scheint, als wär er jetzt mehr … nicht kontrolliert, aber … sorgfältig. Früher war er auf der Bühne pure Selbstzerstörung. Fürs Publikum war es natürlich großartig, aber langfristig lässt sich so ein Level nicht halten. Nicht ohne Drogen. Als Fan macht mich diese „ruhigere Version“ etwas traurig. Aber als verliebte Frau ;-) freut es mich zu sehen, dass er sich nicht auf der Bühne ausblutet, um die Lücken in unseren Leben zu füllen. Er schaffte einen sehr feinen Balanceakt, Energie zu sparen ohne deswegen kontrolliert oder zurückhaltend zu wirken. Das ist es, was einen großen Künstler ausmacht. Bravo, Jay Kay!

Ana: Ich hab mich gefunden! Nach dem Konzert 2002, insbesondere nachdem ich Jay und die Band getroffen und die Stories vom Leben als Rockstar gehört hatte, war ich sehr traurig über mein Leben als „Projektmanager“ eines Handy-Providers. Verglichen mit Menschen, die schaffen, darstellen, Energie mit anderen austauschen, ein Publikum antörnen, reisen und von gleichgesinnten Menschen umgeben sind, war mein Leben eine Katastrophe. Und ich war neidig. Aber Sonntag Nacht war ich nur dankbar für das, was die Band mir (uns) gab – und ich war zutiefst zufrieden mit meinem eigenen Leben und der Tatsache, dass ich jetzt auch zu diesem kreativen Heer gehöre. Bravo, Ana!

Und hier noch ein riesiges Bravo an alle, inklusive Euch, liebe Leser!

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