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Manfred SaxSex Für Fortgeschrittene 11. Wieviel Sex haben Sie?

Von Manfred Sax | 22.07.2010, 23:50 | 19 KommentareShare/Save

Sind Sie ein sexueller Höhenflieger? Art: Tim Möller-Kaya

Natürlich wissen Sie, wieviel Sex Sie haben. Aber wie stehen Sie damit im Vergleich da? 12 Wege zu Ihrem relativen Standort.

1. Wenn Sie ÖsterreicherIn sind, haben Sie wahrscheinlich einmal pro Woche Sex. 70% der Österreicher behaupten genau das. Und 43% dieser 70 geben an, damit zufrieden zu sein. Damit sind Österreicher weniger träge als etwa Amerikaner und Nigerianer (je 53%). Nur Chinesen (78%) und Griechen (87%) outen sich als noch aktiver. In der Zufriedenheitsrate geben sich Nigerianer am glücklichsten (67%), Briten pochen auf Understatement (40%), bei Franzosen (25%) und insbesondere Japanern (15%) scheinen viele Wünsche offen zu bleiben.

Quelle: Durex (26 000 weltweite Interviews, 2008)

2. Wenn Sie eine Frau sind, haben Sie Grund zur Annahme, um 16% weniger Sex zu haben als der Mann. Diese Angabe macht erstens wahrscheinlich mathematisch keinen Sinn, hat daher zweitens eventuell damit zu tun, dass Männer in diesen Dingen ungern tiefstapeln. Die Zahlen zu diesem Vergleich wurden von der Uni Chicago durch direkte Befragung ermittelt (Männer gaben an, 66 mal pro Jahr Sex zu haben, Frauen erinnerten sich an 57 kongenitale Ereignisse)

Quelle: James Davis et al: Sexual Behaviour Univ of Chikago, 2006

3. Wenn Sie JüdIn oder AgnostikerIn sind, können Sie sich um 20% sexuell aktiver einschätzen als der Katholik von nebenan. Laut Autorin Dr Debby Herbenick hat das damit zu tun, dass in christlichen Religionen die Begriffe Scham und Schuld eine wesentlich stärkere Rolle spielen als in der jüdischen Lehre.

Quelle: Dr. Debby Herbenick: A Woman´s Guide to Sexual Pleasure

4. Wenn Sie AfrikanAmerikanerIn sind, können Sie davon ausgehen, dass Sie es um 8,2% öfter machen (65x jährlich) als der/die durchschnittliche Weiße (60). Und Ihr Liebesakt dauert länger. Jede(r) vierte Schwarze bleibt mindestens eine Stunde am Werk. Das behaupten nur 19% der Weißen.

Quelle: Univ. of Chikago (siehe oben)

5. Wenn Sie RaucherIn sind, sollte Ihnen Ihr nichtrauchendes Gegenüber verraten, dass es um 10% weniger sexuell aktiv ist. Überhaupt haben laut der Studie zu dieser Zahl Nikotin und Alkohol eine immens belebende Wirkung auf das Intimleben. Trinker haben es 5mal gemacht, wenn Nichttrinker zur Nummer 4 antreten. Und trinkende RaucherInnen sind doppelt so oft am Werk als totale AbstinenzlerInnen.

Quelle: Robinson & Godbey: No Sex, Please … We´re College Graduates (1998)

6. Wenn Sie regelmäßig den Gottesdienst besuchen, ist es um 31% weniger wahrscheinlich, dass der/die Sexsuchende bei Ihnen fündig wird als beim Kirchenabstinenzler. „Religiöse Menschen“, ergänzt Autorin Herbenick (siehe oben) sind auch weit weniger in Gefahr, beim „Masturbieren oder Akt mit einem Vibrator“ ertappt zu werden. Allerdings stehen sie in der Liste der lebenslangen Monogamisten an erster Stelle.

Quelle: James Davis et al (siehe oben)

7. Wenn Sie Jazz lieben, befällt Sie angesichts einer JazzignorantIn nicht nur ein Gefühl des Mitleids, sondern auch das Bewusstsein, sexuell um 30% aktiver zu sein. Zu diesem Schluss kamen die Autoren Hockenbury & Hockenbury mittels Assoziationstests: „In der Nachbarschaft anderer Musik, etwa Rock oder Rap, tauchten Hinweise auf sexuelle Aktivität weit seltener auf.“

Quelle: Hockenbury & Hockenbury: Psychology (New York 2010)

8. Wenn Sie Robert Menasse sind oder anderswie den Poeten in Ihnen glaubhaft machen, outen Ihre Werte (233% häufiger als der Normalverbraucher) Sie als Erotomanen. Poesie öffnet Dosen. Die Forscher zur Studie, die zu dieser Zahl führte, resümierten, dass Poeten – und generell Künstler – „zu Nonkonformität (neigen)“ und „ungewöhnliche Erfahrungen“ attraktiv finden.

Quelle: Nettle & Clegg: Schizophreny, Creativity & Mating Success in Humans (2005)

9. Wenn Sie weiblicher Teenager sind, haben Sie Ihren Freundinnen wesentlich mehr zu erzählen als Ihre gleichaltrige männliche Umgebung deren Kumpels (es sei denn, die Boys lügen), nämlich um 6.5% mehr. Die Boys holen später nach. Ist klar. Tatsächlich erscheint der Unterschied von 6.5% etwas niedrig angesetzt. Eine 17jährige kriegt ganz einfach mehr Angebote als ein 17jähriger. Ein Umstand, den die AutorInnen zur Studie übrigens bedauern: „Weil weibliche Teenager mehr Zeit brauchen, um ihren Körper zu verstehen.“

Quelle: Danice Eaton et al: Desease Control & Prevention of Youth Risk Behaviour Surveillance System (2010)

10. Wenn Sie homosexuell sind und seit zwei Jahren (oder weniger) in einer Beziehung mit einem Partner, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mindestens 3mal pro Woche Sex haben, um 22% höher, als dies bei vergleichbaren heterosexuellen Paaren der Fall ist. „Frische“ homosexuelle Paare wollen öfter „nur das Eine“. Interessant, dass lesbische Paare sexuell noch genügsamer sind als die Heteros (um 34% weniger lesbische Paare lassen sich zu einer Frequenz von 3x/Woche hinreißen).

Quelle: B. Breyer et al: The Impact of Sexual Orientation on Sexuality, (Journal of Sexual Medicine 7/2010)

11. Wenn Sie ein Mann über 70 sind, haben Sie mindestens doppelt so viel Sex wie die durchschnittliche gleichaltrige Frau (215%). Mit mangelnder weiblicher Sehnsucht, heißt es in der Studie, hat das nichts zu tun. Sehr wohl aber mit den Effekten der Menopause, mit Unzufriedenheit über ihr Aussehen – und natürlich damit, dass Frauen ihre Männer um Jahre überleben.

Quelle: James Davis et al: American Sexual Behaviour, Univ. of Chikago 2006)

12. Wenn Sie eine übergewichtige Frau sind, ist ihre sexuelle Frequenz im Vergleich zur (ärztlich gesehen) „normalgewichtigen“ Frau um 30% niedriger. Eine Studie aus Frankreich, die das Resultat zeitigte, dass die Häufigkeit der sexuellen Ereignisse in jenem Maß abnimmt, wie der Körper-Masse-Index zunimmt. Dies gilt insbesondere für westliche Gesellschaften, heißt es in der Studie, wo mit Fettheit kein Schönheitsbewerb gewonnen wird. Weiters sei es auch so, dass „Übergewicht ermüdet.“ Interessantes Detail: „Übergewichtige Frauen von 18-29 finden dreimal so oft via Internet einen Sexpartner als gleichaltrige Frauen mit normalem Körper-Masse-Index.“

Quelle: Natalie Bajos et al: Sexuality & Obesity ( British Medical Journal 2010).

As seen in: Anneli Rufus: Who´s Having the most Sex?

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